Mittwoch, 13 Mai 2020 15:41

Nekrovault – Totenzug: Festering Peregrination

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Auch die Oldschool Death Metal Szene in Deutschland bekommt in den letzten Jahren wieder viel potenziellen Zuwachs. Dazu gehören ohne Zweifel auch Nekrovault, die schon mit ihren beiden EP-Veröffentlichungen der letzten 2 Jahre ordentlich Eindruck schinden konnten. Ob sie mit ihrer Debüt Full-Length an ihren Triumphzug anknüpfen können haben wir für euch geprüft.

Beklemmend und düster, so könnte man die Atmosphäre beschreiben, die ab der ersten Note verbreitet wird. Angefault doomige Riffs treffen auf knochenhartes Drumgewitter und “Totenzug – Funeral Hillscapes“ bahnt sich seinen Weg durch die Lautsprecher. Ein herrliches Gefühl, dass einem aber gleichzeitig eiskalt den Rücken hinuntergleitet. “Sepulkrator“ stampft sich ebenfalls ein und lässt kaum Platz für Kritikpunkte und eigentlich auch keine Wünsche offen.

Der Sound klingt im Gegensatz zu den EPs der Truppe aus Memmingen ausgereifter und druckvoll, was aber nicht heißen soll, dass man die Ranzigkeit aus der Scheibe gebügelt hat. Man hat hier und da ein bisschen geschliffen und poliert und schon ist aus dem Rohdiamanten ein wahres Schätzchen für die Plattensammlung geworden. “Psychomanteum – Luminous Flames“ und das erste Stück der B-Seite “Pallid Eyes“ manifestieren diesen Eindruck. Dabei wirkt die Platte gerade durch Letzteres sehr abwechslungsreich gestaltet. Tempowechsel und variables Riffing tragen einen großen Anteil am Erfolgsrezept von Nekrovault.

Auch “Serpentrance“ zaubert ein neues Klangbild hervor und überrascht uns als eindrucksvolles Zwischenspiel, bevor “Basilisk Fumes“ wieder den Kriegshammer schwingt. Natürlich konnte man eine Vorahnung haben, wie das Debütwerk der Memminger aussehen wird. Schon die ersten Releases wurden gefeiert und mit Lob überschüttet. Doch mussten Nekrovault diesen hohen Ansprüchen auch erst mal gerecht werden. Doch sehr selbstbewusst bahnt sich der Totenzug bis zum abschließenden “Eremitorium“ seinen Weg und muss sich keineswegs im internationalen Vergleich aufs Abstellgleis stellen lassen. Ich würde sogar dazu tendieren diesen Song als Anspieltipp zu nennen, da er die Stärken von Nekrovault nochmals klar hervorhebt und mit grandiosem Gitarrensolo am Schluss ein echtes Feuerwerk abbrennt.

 

Ein echtes Schmuckstück an deutschem Todesblei, oldschool as fuck! Nekrovault werden es mit “Totenzug: Festering Peregrination“ mit Sicherheit in die ein oder andere Bestenliste des Jahres schaffen; Und das absolut zu Recht! Für Fans, die sich auch gern mal Abseits von schwedischem Death Metal bewegen und mit Bolt Thrower oder auch Morbid Angel etwas anfangen können, sollten sich diesen Leckerbissen auf keinen Fall entgehen lassen!

Trackliste:

A1. Totenzug - Funereal Hillscapes

A2. Sepulkrator

A3. Psychomanteum - Luminous Flames

B1. Pallid Eyes

B2. Serpentrance 

B3. Basilisk Fumes

B4. Eremitorium

Bewertung:

9,5 von 10 Punkten

 

 

Weitere Informationen

  • Band: Nekrovault
  • Album Titel: Totenzug: Festering Peregrination
  • Erscheinungsdatum: 27.03.2020
  • Fazit: Ein echtes Schmuckstück an deutschem Todesblei, oldschool as fuck! Nekrovault werden es mit “Totenzug: Festering Peregrination“ mit Sicherheit in die ein oder andere Bestenliste des Jahres schaffen; Und das absolut zu Recht! Für Fans, die sich auch gern mal Abseits von schwedischem Death Metal bewegen und mit Bolt Thrower oder auch Morbid Angel etwas anfangen können, sollten sich diesen Leckerbissen auf keinen Fall entgehen lassen!
Gelesen 912 mal Letzte Änderung am Mittwoch, 13 Mai 2020 16:07

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