Montag, 04 Mai 2020 14:30

Bythos - The Womb Of Zero

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Und manchmal, schon bevor die erste Note, das erste Riff, der erste Growl ertönt, kann man schon erahnen, wenn ein Release grandios wird. Selbst wenn der Output ein Debüt ist und bisher noch nichts vom Projekt verlautbar war. Ein erster Hinweis könnte sein, wenn es von Terratur Possessions (u.A. Urfaust, One Tail One Head, Dodsengel Svartidaudi) herausgebracht und von VAN Records vertrieben wird.

Ein weiterer Hinweis könnte das Alter der Band sein, die sich gute fünf Jahre Zeit für das Release gelassen haben. Der nächste das Line-Up, das sich ausschließlich aus Member einer langen Liste aus berüchtigten Bands wie beispielsweise Behexen, Sargeist oder Chamber Of Unlight zusammensetzt. Der letzte Hinweis, der einen Release zur Anspielpflicht erhebt, wäre das Genre und das Herkunftsland, in diesem Fall Black Metal und Finnland. Hier stehen die Zeichen auf Sturm und nachdem wir den Leser so lange auf die Folter gespannt haben, wollen wir gerne Licht ins Dunkel bringen und euch endlich „The Womb Of Zero“ der Band „Bythos“ vorstellen!

Schon bei den ersten Klängen atmet man die alten Meister, allen voran Dissection, gepaart mit der jahrelangen Erfahrung der Bandmember. Von Sekunde 1 ab wird man von einer bitterkalten Decke aus eingängigen Riffs eingehüllt, bevor M.S an den Vocals seine tiefdüsteren Growls ertönen lässt, die ohne jegliche Mühe in Screams aus dem siebten Level der Hölle aufsteigen und wieder hinabsinken. L.R. an den Drums wechselt ähnlich virtuos zwischen Blastbeatgewitter, treibendem Trommelfeuer und gezieltem Beschuss und gibt die Richtung vor. Erneut ist es vor allem die Kunst, den jeweiligen Protagonisten in den Songs jeweils genug Platz einzuräumen, was eine gewisse Klarheit setzt.

So ist, selbst beim Fokus auf die Vocals, die Gitarren- und Basswand eindeutig vorhanden,drängt sich aber nicht auf oder gar in den Vordergrund. Auf den Vocals liegen zudem so gut wie keine Effekte bzw. ab und an maximal Hall, was mir persönlich wiederum extrem taugt. Immer wieder bekommt man wunderschöne Riffs präsentiert, die mich so sehr an Reinkaos erinnern mögen, inklusive Chants und Beschwörungsformeln. Bei „Hymn of Lucifer“ passiert dies in einem „Urfaustischen“ Singsang, der Gänsehaut garantiert und es einem eiskalt den Rücken herunterlaufen lässt. Als Outro entschied man sich in den letzten Minuten bei „Luciferian Dawn“ für ein sehr melodisches und unaufgeregtes Ende, das mit Gitarren und sehr verhaltenen Drumming ohne Gesang wunderbar ausklingt. Der Produktion wurde direkt vom Start weg zwei Vinyleditionen spendiert, was definitiv kein Fehler war, ist die „Yellow Black Splatter doch keine drei Wochen nach Release bereits vergriffen. Ich verbleibe mit einer klaren Kaufempfehlung und einem Anspielen über BMP.

Tracklist:

01 Black Labyrinth

02 When Gold Turns into Lead

03 Sorath the Opposer

04 Omega Dragon

05. Call of the Burning Blood

06 Hymn to Lucifer

07. Legacy of Naamah

08. Destroyer of Illusions

09. Luciferian Dawn

Bewertung:

10 von 10 Punkten

Weitere Informationen

  • Band: Bythos
  • Album Titel: The Womb Of Zero
  • Erscheinungsdatum: 24.04.2020
  • Fazit: Ich verbleibe mit einer klaren Kaufempfehlung und einem Anspielen über BMP.
Gelesen 1698 mal Letzte Änderung am Montag, 04 Mai 2020 15:37

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