Donnerstag, 23 April 2020 15:31

Ashtar - Kaikuja

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Fünf lange Jahre ist es her, dass uns Ashtar mit ihrem Debüt "Ilmasaari" ganz neue Welten der extremen Tonkunst aufzeigten. Fünf Jahre, in denen das Schweizer Ehepaar unter anderem vom Heimatlabel Czar of Crickets zum hierzulande deutlich bekannteren Eisenwald gewechselt sind. Und eben auch fünf Jahre, in denen das zweite Album der Black/Doom-Kombo Form annehmen konnte und nun Mitte Mai auf den Markt kommt.

Ashtar sind seit ihrem ersten Album 2015 berüchtigt für einen Genre-Mix, der so originell wie treffsicher die Aspekte aus Black, Sludge und Doom Metal miteinander verbindet, wie kaum eine zweite Band. Mal dominieren schnelle, aggressive Parts mit entsprechendem Geschrei, dann kommen eher monotone Passagen im gemäßigten Tempo zur Geltung. Die Abwechslung ist hier also schon vorherbestimmt.

Auch "Kaikuja" startet roh und kraftvoll und scheppert uns mit "Aeolus" ein astreines Brett aus der eher schwarzmetallischen Region um die Ohren und sorgt ohne Umschweife für die ersten Nackenschmerzen der Scheibe. Etwas langatmiger und melodischer wird es beim zweiten Stück "Between Furious Clouds", bei dem sich Ashtar etwas mehr Zeit lassen und nicht permanent aus voller Röhre hämmern. Die monotonen Riffs und langen instrumental-Passagen sorgen aber schon früh für einen Höhepunkt im Album.

Auch nachfolgend bleibt das Duo aus Basel in der doomigen Schiene unterwegs und setzt das Augenmerk eher auf kantige Riffs als auf brachiale Gewalt. "Bloodstones" zieht gegen Ende zwar etwas an, aber vor allem bei "The Closing" dominieren die plätschernden Gitarren und das schleppende Tempo. "(She Is) Awakening" fällt ebenfalls in dieses Muster und rundet das Album zum Ende noch einmal ab.

Trackliste:

1 Aeolus
2 Between Furious Clouds
3 Bloodstones
4 The Closing
5 (She Is) Awakening

Bewertung:

8,5 von 10 Punkten

Weitere Informationen

  • Band: Ashtar
  • Album Titel: Kaikuja
  • Erscheinungsdatum: 15.05.2020
  • Fazit: Interessant zum Einstieg ein solch brachiales Stück zu wählen und sich dann überwiegend im Midtempo zu bewegen. Aber Ashtar beherrschen beide Spielarten und sorgen auch mit ihrem zweiten Album "Kaikuja" für ordentlich Abwechslung und gute Unterhaltung. Auch wenn vielleicht der große Überraschungsmoment fehlt, ist auch das zweite Album der Schweizer ein klarer Kauftipp für 2020!
Gelesen 1352 mal Letzte Änderung am Montag, 04 Mai 2020 01:25

Medien

Aeolus Ashtar / Kaikuja / Eisenwald