Samstag, 10 November 2018 13:14

Confessor A.D. - Too Late To Pray

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Die französische Metal Szene ist bekannt für ihre Einzigartigkeit und hat sich über die letzten Jahre einen Ruf erarbeitet. Das haben nicht nur exzellente Labels wie „Les Acteurs De L'Ombre“ oder Bands wie „Blut Aus Nord“ und „Sektemtum“ oftmals unter Beweis gestellt. Mit „Confessor A.D. steht nun eine neue Kapelle bereit, um den internationalen Underground zu erobern.

Stilistisch haben sich die Jungs aus Straßburg dem Black Thrash Metal verschrieben und donnern auf ihrer Debut-EP „Too Late To Pray“ von Beginn an munter los. „Deafening Confession“ überrascht hierbei mit einem Blumenstrauß aus etlichen interessanten Riffs, die sich direkt aneinander reihen und präzise abgefeuert werden. Hier liegt auch die Stärke und Schwäche der Scheibe: in allen fünf Songs findet sich eine Fülle an Ideen, die jedoch gelegentlich nicht ganz zueinander passen wollen. In einem Moment erklingt ein Speed Metal Riff und im nächsten dröhnt thrashiger Death Metal aus den Boxen. Dadurch ist es schwierig die einzelnen Songs zu fassen zu kriegen, obwohl viele Ansätze wirklich hörenswert sind. Man müsste auch gar nicht auf einzelne Elemente verzichten, sondern diese einfach besser in die Songstruktur integrieren, sodass das Gesamtwerk homogener klingt.

Bei der Produktion wird der Oldschool-Gedanke groß geschrieben und eine analoge Aufnahmetechnik verwendet, was für einen angenehm räudigen Sound sorgt, der jedoch durchaus etwas mehr Druck vertragen hätte. Insgesamt liefern CONFESSOR A.D. mit „Too Late To Pray“ ein ordentliches Debüt ab, das Fans von KETZER und Konsorten gefallen könnte. Besonders in Sachen Songstruktur gibt es aber definitiv noch Luft nach oben!

Trackliste:

  1. Deafening Confession

  2. Haunting Enemies

  3. Hipster Killer

  4. Silent War

  5. Endless Night

Bewertung:

5,5 von 10 Punkten

Weitere Informationen

  • Band: Confessor A.D.
  • Album Titel: Too Late To Pray
  • Erscheinungsdatum: 05.03.2018
  • Fazit: CONFESSOR A.D. liefern eine ordentliche Debüt-EP ab, die viele interessante Riffs kredenzt, jedoch speziell in Sachen Songwriting noch Luft nach oben lässt.
Gelesen 344 mal Letzte Änderung am Samstag, 10 November 2018 13:29

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