Dienstag, 31 Mai 2016 17:13

28.05.2016/ Iron Eagle, Lugau/ Notorius --- Whiskey Ritual --- Forgotten Tomb

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Notorius, Whiskey Ritual, Forgotten Tomb Notorius, Whiskey Ritual, Forgotten Tomb Iron Eagle, Lugau

Am 28.05.2016 gabs wieder mal einen totalen Abriss im Iron Eagle (Lugau), denn 2 hochkarätige Bands aus Italien hatten sich angekündigt. Whiskey Ritual und Forgotten Tomb sind ja mittlerweile für ihre großartige Livepräsenz bekannt und haben zur Verstärkung die schwarzmetallischen Sachsen von Notorius im Schlepptau. Großartiger Club, tolle Bands und volles Haus. Wer das Iron Eagle kennt, der schätzt den guten und drückenden Sound und die engagierte Crew. Der Sound- und Lichtmensch hat sogar mit sich reden lassen und sorgte für eine kamerafreundliche Bühnenbeleuchtung, worüber ich sehr dankbar war.

Gegen 21.30 Uhr betraten Notorius die Bühne und vom ersten Ton an war ich schwer begeistert. Der erste Song „A Call to Arms“ ging schon richtig in die Vollen. Roher und kompromissloser Black Metal ohne Schnickschnack. Das Trio aus Zschorlau spielte routiniert und technisch versiert, was sie mit jedem weiteren Song aufs neue bewiesen. Es folgten „Sedated Tranquilized“, „Prophets of False“ und die Band arbeitete präzise wie ein Uhrwerk. Basser und Sänger MS gab alles und keifte die hasserfüllten Texte kraftvoll in sein Mikro und zog das Publikum in seinen Bann. Mit „Act IV: Red Horse“ und „Face of Sorrow“ rollte der Black-Metal-Panzer über das Publikum, welches durchweg begeistert war. Die Location war um diese Zeit schon relativ voll, was für einen Opener wirklich als Erfolg zu verbuchen ist. Weiter ging es mit „Act I: A Lion is born“, „Act II: Katharsis“ und „Manifest“ und die Crowd feierte die Truppe und belohnte sie nach jedem Song mit großzügigem Applaus. Das Set beendeten sie mit „Pest“ und die Temperatur im Raum war schon um einige Grad angestiegen. So mancher Gast verlangte zum Schluß eine Zugabe, was ich wirklich verstehen kann, aber nun war Zeit für Whiskey Ritual. Notorius können diesen Gig als einen vollen Erfolg verbuchen.

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Setlist:

 

  • A Call to Arms

  • Sedated Tranquilized

  • Prophets of False

  • Act IV. Red Horse

  • Face of Sorrow

  • Act I: A Lion is born

  • Act II: Katharsis

  • Act III: Manifest

  • Pest

 

Nach kurzer Umbauphase legte auch schon die Terrortruppe Whiskey Ritual los. Mit „Blow with the Devil“ gab es direkt die volle Breitseite und das Publikum gröllte lautstark mit. Frontmann Dorian ist wirklich eine Rampensau und peitschte die Meute vor der Bühne kräftig an. „Black n´Roll“ brachte die Halle vollends zum brennen und die Leute drängten sich in Scharen vor die Bühne. Ich hatte den Eindruck, dass viele extra nur wegen Whiskey Ritual vor Ort waren, denn die Leute brüllten förmlich jede Zeile mit, so auch bei „Over the Edge“, „Satanic Kommando“ und „A.B.I.T.C.H.“, die alle ja förmlich zum mitsingen einluden. Die Italiener verkörpern das Motto „Sex, Drugs and Rock n´Roll“ einfach nur perfekt. Dorian feierte und trank mit den Fans, er und seine Bandkollegen hatten sichtlich Spaß auf der Bühne. Weiter gings mit „In Goat we trust“, „One Million“ und „Nekro Street Gang“. Die Meute tobte und die kleine Konzerthalle war brechend voll. Jeder Song wurde frenetisch abgefeiert und man hatte mehr als nur einmal das Gefühl, dass wohl wirklich die meisten Leute nur wegen dieser Band hier waren. Schmutziger Black n´Roll war der Grund, weshalb die Menschen an diesem Abend in das Iron Eagle in Lugau stürmten. Da passt der GG. Allin Song "Bite It You Scum“ perfekt in das Programm. Den Text schien auch jeder vor der Bühne zu kennen und die Band peitschte das Publikum nochmal kräftig an. Als Zugabe gab es dann noch „My Funeral“ und man kann von einem vollends gelungenem Abschluss sprechen. Die Jungs konnten zufrieden die Bühne verlassen, denn ihr Gig war der absolute Wahnsinn.

                                                                Foto 28.05.16 22 43 15

Setlist:

 

  • Blow with the Devil

  • Black n´Roll

  • Over the Edge

  • Satanic Kommando

  • A.B.I.T.C.H.

  • In Goat we trust

  • One Million

  • Nekro Street Gang

  • Bite it, you Scum

  • Zugabe: My Funeral

 

Die Reihen lichteten sich leider ein wenig, aber der Saal war trotzdem noch recht gut gefüllt, als Forgotten Tomb loslegten. Die Stimmung im Publikum war noch extrem gut und als die Italiener ihren ersten Song „Negative Megalomania“ spielten, gab es kein Halten mehr. Der drückende und basslastige Sound ging durch Mark und Bein und wieder bewiesen auch die Fans Textsicherheit. Es folgten „Soulles Upheaval“ und „Shutter“ und der Mix aus Doom und Black Metal machte wirklich was her und Herr Morbid war gut bei Stimme. Basser Algol teilte sich mit ein paar Fans eine Flasche Whiskey, was wieder für die gute Stimmung an diesem Abend spricht. Als nächstes dröhnte „Daylight Obsession“ aus der Anlage und die Reihen vor der Bühne waren zu diesem Zeitpunkt wieder recht geschlossen. Forgotten Tomb spielten routiniert, aber mit viel Einsatz ihre düsteren und nicht gerade lebensbejahenden Songs. Definitiv eine gute Liveband, welche die Massen im Griff hat. Vom 2015er Album „Hurt yourself and the Ones you love“ folgte der geniale Titeltrack und direkt im Anschluss „Deprived“. Die Fans schwitzten, gröhlten mit und schüttelten das Haupthaar und man näherte sich langsam dem Abschluss dieses fast schon perfekten Konzertabends. Es folgte ein Medley aus ein paar Klassikern (Disheartenment/ Alone/ Steal my Corpse), worüber ich mich auch sehr freute. Zum Schluss wurden wir noch mit der Zugabe „ Reject Existence“ belohnt und Herr Morbid brachte diese Veranstaltung zu einem würdigen Ende.

                                                                PSX 20160529 081840

Setlist:

 

  • Negative Megalomania

  • Soulless upheaval

  • Shutter

  • Daylight Obsession

  • Hurt yourself and the Ones you love

  • Deprived

  • Medley: Disheartenment/ Alone / Steal my Corpse

  • Zugabe: Reject Existence

 

Fazit:

Durch und durch ein gelungener Abend. Großartige Bands, toller Sound, volles Haus und gute Stimmung. Besser hätte es nicht laufen können und das Line-Up war perfekt zusammengestellt. Das Iron Eagle ist sowieso immer einen Besuch wert und jedem Metalhead in der Region zu empfehlen. Die Überraschung des Abends war für mich „Notorius“, da ich über die Truppe nicht viel wusste und sie mich musikalisch total überzeugt haben. „Whiskey Ritual“ waren an dem Abend aber die absoluten Abräumer und Forgotten Tomb sind live definitiv ein Erlebnis.

Weitere Informationen

  • Band(s): Notorius, Whiskey Ritual, Forgotten Tomb
  • Wann: 28.05.206
  • Wo: Iron Eagle Lugau
Gelesen 3535 mal Letzte Änderung am Mittwoch, 01 Juni 2016 00:02
Ares

Gegen die Szene, für die Musik