Samstag, 19 März 2016 13:33

Throne of Heresy – Antioch

geschrieben von Soundchaser
Artikel bewerten
(0 Stimmen)
Antioch Antioch Throne of Heresy

Gibt man in der Suchmaschine „Antioch“ ein, werden allein über Wikipedia rund 50 Orte dieses Namens, überwiegend in den USA, angeführt. Throne of Heresy kommen jedoch mitnichten aus Noch-Obama-Country, auch nicht aus der nahezu gleichnamigen Stadt (Antiochia) in Syrien, sondern aus Schweden – immerhin: gleicher Anfangsbuchstabe.

So, nachdem ich jetzt kongenial von Antioch zu Schweden übergeleitet habe, wundert es euch vermutlich kaum noch, dass die Truppe aus Elchland Death Metal spielt. Und doch – die Schweden schaffen es mit ihrem zweiten Longplayer (nach dem Debüt "The Stench of Deceit" 2012), sich aus der oft so homogenen nordischen Todesstahlmasse abzuheben. Klar, der Sänger growlt, wie viele andere auch, doch gehört er für mich eindeutig mit seiner Prägnanz zu den qualitativ besseren Vertretern seiner Zunft, da habe ich leider schon manches Mal deutlich beschi…äh…nicht so ganz gute…ach, egal, was wahr ist muss wahr bleiben: schon viele kackschlechte Typen „genießen“ dürfen.

 

Die Songs knüppeln glücklicherweise nicht von vorne bis hinten durch (jaja, ich weiß, Midtempo ist nur was für Mädchen – das ist mir doch grad egal), und doch preschen die Schweden immer wieder richtig schön los, was aus den Midtempoparts heraus umso mehr zu gefallen weiß, walzen dann alles nieder, ein bisschen Black Metal-Anleihen hier und da, Eiseskälte inklusive, dann wieder Walze, Midtempo, Grooveattacken, extravagante Licks…das an einzelnen Songs festzumachen, ist schwierig, weil immens viel passiert. Was Throne of Heresy auf „Antioch“ bieten geht über Death-Metal-Einheitskonfektion deutlich hinaus. Ein gutes Death-Metal-Album zu schreiben und aufzunehmen ist schon anspruchsvoll, ein sehr gutes wie diese Scheibe ist echte Kunst. Mit „Where Bleak Spirits Pass“ (was für ein tolles Intro!) bietet „Antioch“ dann über mehr als sechs Minuten hinweg nochmals vortreffliche und wirklich tolle Mucke als krönenden Abschluss.

 

Fazit: Sehr gute Death-Metal-Scheibe, die sicherlich noch etwas Luft nach oben für die Zukunft bietet, aber Throne of Heresy schon jetzt zu wirklich guten Vertretern des Genres macht. Lohnenswert!

 

Tracklist:

01. The God Delusion

02. Serpent Seed

03. Nemesis Rising

04. Flagellum Daemonum

05. Exordium

06. Black Gates of Antioch

07. Blood Sacrifice

08. Phosphorus

09. Souls for the Sepulchre

10. Where Bleak Spirits Pass


Bewertung:

8 von 10 Punkten


Weitere Informationen

  • Band: Throne of Heresy
  • Album Titel: Antioch
  • Erscheinungsdatum: 29.01.2016
  • Fazit: Sehr gute Death-Metal-Scheibe, die sicherlich noch etwas Luft nach oben für die Zukunft bietet, aber Throne of Heresy schon jetzt zu wirklich guten Vertretern des Genres macht. Lohnenswert!
Gelesen 2569 mal Letzte Änderung am Samstag, 19 März 2016 13:39

Medien

God Delusion Throne of Heresy