Montag, 15 Februar 2016 11:02

InfiNight – Apex Predator

geschrieben von Soundchaser
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Auch wenn jetzt die eine oder der andere aufschreit ob des “Kommerzes”: Ich fahre seit 2008 zum Wacken Open Air. Die Saarbrücker InfiNight sind dort offenbar auch schon aufgetreten, haben gar beim „Metal-Batlle“-Nachwuchswettbewerb den 1. Platz gemacht, sind schon für etablierte Acts wie Children of Bodom, Freedom Call oder Powerwolf als Support aufgetreten…ich habe mit „Apex Predator“ zum ersten Mal ein Werk der Band gehört. Mit gemischten Gefühlen.

InfiNight machen ihre Sache gut. Schöne, treibende Riffs, harmonische und eingängige Songs, eine sehr gute Gitarren- und Rhythmusfraktion und sogar Thrashanleihen, doch insgesamt ist mir persönlich das Album einen Ticken zu zahm, wozu auch Martin Kleins Gesang beiträgt, den ich als recht eigenwillig und eher gewöhnungsbedürftig empfinde und der die Songs teilweise etwas ausbremst. Die Scheibe erinnert mich insgesamt an eine Mischung aus Alter Bridge und progressiveren Bands wie Symphony X oder diversen Powermetalbands, Rock und Metal halten sich in etwa die Waage.

 

Bei Alter Bridge brauchte ich eine Weile, um die Feinheiten und Kniffe zu erkennen, bei InfiNight geht es mir ähnlich: Apex Predator ist eine handwerklich einwandfreie Scheibe, die Songs sind überwiegend interessant konstruiert und komponiert, die Riffs einprägsam, der Chorgesang in den Refrains catchy…aber alles in allem vermisse ich auf dem 3. Album der Saarbrücker das letzte Quentchen Mut und Entschlossenheit, mir in die Eier zu treten. Wären InfiNight ein Mädchen, das von einem fiesen Typen überfallen würde, es stünde schlecht um seine Jungfräulichkeit. Es fällt mir schwer, einen bestimmten Titel hervorzuheben, alle Songs bewegen sich qualitativ auf etwa dem gleichen Level. Wenn InfiNight sich nun noch trauen, härter zuzutreten, bin ich gespannt, wie das nächste Album wird.

Trackliste:

  1. Apex Predator
  2. Creator Created
  3. Enforcer (The Fire Deep Inside)
  4. Time Goes By
  5. Masks
  6. Council Of Fools
  7. Everdown
  8. Electrolita
  9. The Hundred Thousand Kingdoms
  10. Beyond The Apex
  11. Conquer Your Heart


Bewertung:

7 von 10 Punkten

Weitere Informationen

  • Band: InfiNight
  • Album Titel: Apex Predator
  • Erscheinungsdatum: 06.11.2015
  • Fazit: Solides Rock-/Metalalbum, das mir persönlich etwas zu zahm ausfällt bzw. besser als vieles, was sich Metal nennt, ohne (mich) wirklich mitzureißen.
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