Samstag, 12 Dezember 2015 19:02

Unter dem Radar: Dark Forest (Heavy Metal)

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2002 gründete Christian Horton in Black Country, England die Band Dark Forest, um seine Idee von mitreißenden und einzigartigen Heavy Metal unter das Metalvolk zu bringen. Mit „Succubus" erschien zwei Jahre später die erste Demo, doch erst 2007 wurde der Untergrund auf den Fünfer so richtig aufmerksam.

Denn mit zwei EPs („Fear Dearg" und „Phantoms Of The Sea") bekam Dark Forest die Aufmerksamkeit und Support des Untergrunds in England, der nach und nach immer stärker wurde. So kam es zu Gigs über die Grenzen von England hinaus und sogar auf dem europäischen Festland. 2009 erschien das selbstbetitelte Albumdebüt, gefolgt von der EP „Defender". Nach ihrem zweiten Album „Dawn Of Infinity" (2011) kam es zu einigen Veränderungen und Umbesetzungen in der Bandstruktur, bis man sich 2014 wieder gefestigt hatte und das dritte und aktuelle Werk „The Awakening" aufnahm.


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Aktuelle Besetzung:

Josh Winnard – Vocals

Christian Horton – Guitar

Pat Jenkins – Guitar

Paul Thompson – Bass

Adam Sidaway - Drums


Diskographie:

2004 Succubus (demo)

2007 Fear Dearg (EP)

2007 Phantoms Of The Sea (EP)

2009 Dark Forest

2009 Defender (EP)

2011 Dawn Of Infinity

2014 The Awakening


Review zu „The Awakening"


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Die Midlands in England haben schon einiges für den Rock und Metal getan. Es wurden Größen wie Ozzy Osbourne oder John Bonham dort geboren oder gar eine ganze Musikrichtung aus der Taufe gehoben (gelobt seien Black Sabbath für den Doom!). Aber auch heutzutage machen Bands aus dieser Region auf sich aufmerksam und schreiben mit ihrer Musik ein weiteres Kapitel in der langen Geschichte des Metals. Dark Forest ist eine dieser Bands und der Fünfer aus Black Country zeigt auf seine Art und Weise, dass der britische Heavy Metal nicht tot, sondern quicklebendig ist!


Aber anstatt nur die alte NWoBHM-Leier zu bedienen, verpassen Dark Forest dem britischen Heavy Metal der alten Schule einen neuen Anstrich und vermischen ihn mit den Elementen des Power Metals und einfachen Folk-Melodien. Das klingt frisch und modern, ohne aufgesetzt zu wirken und ohne das die Band die Wurzeln und den Ursprung vergisst.


Allen Songs steckt eine Spielfreude inne, die einem mitreißt. Die Gitarren jagen sich im Duett zu melodischen Höchstleistungen oder versuchen sich, bei den zahlreichen Soli gegenseitig zu übertrumpfen. Die Rhythmusfraktion steht dem nichts nach und treibt die Songs immer wieder voran und Sänger Josh Winnard ist ein wahres Goldkehlchen und trägt die Vocals mit dem richtigen Gefühl für die Texte wie ein moderner Barde vor. Bei aller Spielfreude und individuellem Können an den einzelnen Instrumenten ist es toll zu hören, dass die Band auch zusammen spielen kann und als Gesamtheit überzeugt und gut klingt. Hier zeigt sich für mich die wahre Stärke von Dark Forest, sich zum einem als Einheit zu präsentieren, zum anderen aber jedem Instrument den Platz zur kreativen Entfaltung geben, den die Songs benötigen.


Eine weitere Stärke liegt in dem durchgehend hohen Niveau der Songs. Egal, ob nun "Sacred Signs", "Turning Of The Tide" oder die abschließende Hymne "Sons Of England", alle neun Songs auf "The Awakening" sind mitreißend und laden zum Bangen und Fäuste in die Luft reißen ein. Die Songs zeigen sich dazu sehr eingängig und machen einfach Spaß beim Hören, so wie es beim Heavy Metal sein muss. Dark Forest präsentieren auf "The Awakening" den neuen Heavy Metal aus England mit viel Freude und einer Leichtigkeit, die überzeugender nicht sein kann. Wer Dark Forest einmal gehört hat, wird sich der Musik des Fünfers nicht so schnell entziehen können.


Tracklist:

1. The Awakening

2. Sacred Signs

3. Penda's Fen

4. Turning Of The Tide

5. Rise Like Lions

6. Immortal Remains

7. Secret Commonwealth (bonus track)

8. The Last Seasons

9. Sons Of England

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eviloli

Just when I know all of life's answers, they changed all the questions!

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