Sonntag, 28 Juni 2015 12:01

19. - 21.06.2015, Metal Frenzy Open Air 2015, Gardelegen

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Festival-Flyer Festival-Flyer Metal Frenzy 2015

In Gardelegen fand vom 19. - 21.06. zum zweiten Mal das Metal Frenzy Open Air statt. Das Line Up bot einige Schmankerl auf und war ein vielversprechender Mix aus Underground und bekannteren Bands. So kam es, dass sich ein Außenteam von Undergrounded in die Altmark aufmachte, um euch von diesem kleinen, aufstrebenden Festival in Wort und Bild zu berichten.

Da wir (Christian, Vanessa und ich) erst am Freitag anreisten, verpassten wir die Warm Up-Party mit Feuerwerk und der Mittelalterband SCHABERNACK. So ist das halt, wenn man zur arbeitenden Bevölkerung zählt und noch etwas Geld fürs Festival verdienen muss. Man sagt aber, dass das Feuerwerk sehr schön war und die Mittelalterband für gute Laune unter den schon Angereisten sorgte.

Am Freitag angekommen, gesellten wir uns zu den voraus geeilten Hansen (auch bekannt als Dj Undergrounded), Thorsten und Barbara und „Fort Law", wie wir unser Camp inoffiziell auf jedem Festival nennen, wurde errichtet. Danach war es Zeit, kurz einen Rundgang übers Gelände zu machen. Der Zeltplatz ist direkt neben dem Festivalgelände, so dass man selbst vom hintersten Ende in maximal 10 Minuten (im nüchternen Zustand gemessen) bis zur Bühne benötigte. Wir campen gegenüber des Einganges zum Festivalgeländes, wodurch es auch bei Grillpausen möglich war, gut zu hören, wer da auf der Bühne spielte. Das Festivalgelände selbst bot alles, was das Herz begehrte: Merch-Zelte, verschiedene kulinarische Angebote (vom Grill, Flammkuchen bis hin zum Chili) und ausreichend Getränkewagen, so dass man nie lange für sein Bier anstehen musste. Alles war sehr übersichtlich und nicht zu weitläufig gehalten. Dadurch erhielt das Metal Frenzy einen familiären Flair, den ich sehr mochte. Man sah immer wieder bekannte Gesichter und kam mit Standbesitzer in Philosophieren über das Thema, was uns allen so am Herzen liegt: Metal in all seinen Facetten!

Aber genug vom Drumherum, kommen wir zu dem Punkt, weswegen wir hier sind: die Musik!


Tag 1 (Freitag, der 19.06.)

EXTINCT haben die Ehre, das zweite Metal Frenzy musikalisch zu eröffnen. Die Schleswig-Holsteiner sind kurzfristig für Kambrium eingesprungen und geben soliden Thrash Metal zum Besten. Trotz der frühen Spielzeit sind doch schon etliche Zuschauer vor der Bühne und schütteln die Haare. Ich nutze die Zeit dennoch noch etwas, um anzukommen und mit meinen Camp-Insassen anzustoßen (Es wird ja viel zu wenig angestoßen!!!). Da die danach folgenden SCIENCE OF SLEEP Core spielen, zieht es mich erst so richtig bei CTULU vor die Bühne. Der Extreme Metal der Delmenhorster und die von Lovecraft und Alpträumen inspirierten Texte lassen mich zum ersten Mal aufhorchen und CTULU entpuppt sich als erstes Highlight des noch jungen Festivals. Danach folgt ARCANORUM ASTRUM. Die Russen sind das erste Mal in Deutschland unterwegs und man fragt sich im Nachhinein: Warum sind sie erst jetzt gekommen? Der melodische Blackened Death Metal weiß sehr zu gefallen und geht extrem gut ins Ohr. Die weite Reise der Russen hat sich gelohnt, sie erobern die Altmark im Sturm und haben sicher etliche Fans in Deutschland dazu gewonnen.


 01 Ctulu03 Arcanorum Astrum










Ctulu (li) und Arcanorum Astrum (re)@Metal Frenzy 2015


Wenn Klassiker wie „Hallowed Be Thy Name" oder „Fear Of The Dark" erklingen, verfällt der wahre Metalhead automatisch ins Bangen und feiert die Songs bis zum letzten Takt mit. Die Iron Maiden-Coverband POWERSLAVE macht instrumental alles richtig, nur leider schafft es der Sänger nicht ganz, an die Leistungen eines Dickinson, Bayley oder Di'Anno heranzukommen. Und doch werden hier die ersten Zugabe-Rufe laut, denn von Iron Maiden kann man nie genug kriegen.Die Anzahl der Zuschauer vor der Bühne nimmt von Band zu Band immer mehr zu, so dass sich bei GERNOTSHAGEN schon eine beachtliche Menge vor dieser versammelt hat. Mit melodischem und epischen Pagan Metal bekommt der Sechser aus Thüringen das Publikum schnell zum Mitmachen animiert. Es werden die Fäuste in die Luft gerissen und gebangt, was die Nackenmuskeln hergeben. Mein Interesse an Pagan Metal ist zwar in der letzten Zeit stark zurück gegangen, doch Bands wie GERNOTSHAGEN zeigen mir wieder, welchen Reiz das Genre für mich mal hatte.


GORMATHON kombinieren Death Metal mit den Elementen des Heavy Metals. So richtig hält es mich aber nicht vor der Bühne, doch der Sound der Schweden erweist sich als ideale Untermalung zum Stöbern in CD-, Vinyl- und Patchkisten. Weiter geht es auf der Bühne mit GOD DETHRONED, welche auf Reunion-Tour sind. Der straighte Death Metal der Niederländer wird von melodischeren Parts gut aufgelockert und schlägt beim Publikum ein wie eine Bombe.


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God Dethroned@Metal Frenzy 2015


Die Nackenmuskeln werden schon mal auf Betriebstemperatur gebracht, was sich als vorteilhaft erweist. Denn mit EXODUS folgt nun der Headliner vom Freitag. 70min lang ist nun Vollgas in Thrash Metal-Manier angesagt! Die Reihen vor der Bühne sind dicht gefüllt und die Matten fliegen, während EXODUS routiniert, aber mit Spielfreude durchs Programm führen. Ein würdiger Abschluss des ersten Tages des Metal Frenzys!


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Exodus@Metal Frenzy 2015


Wer danach immer noch Kraft und Lust zum Weiterfeiern hatte, der wurde von unserem DJ Undergrounded ins Partyzelt gebeten, wo bis 3:00 Uhr noch After Show-Party angesagt war. Meine Wenigkeit war durch die lange Anreise doch etwas müde und so recht schnell im Zelt verschwunden.


Tag 2 (Samstag, der 20.06.)

Gut ausgeruht, ja fast sogar ausgeschlafen geht es in den zweiten Tag des Fesivals. Moment, gut ausgeruht und ausgeschlafen? Ja, richtig gelesen! Beim Metal Frenzy herrscht, dank dem Generatorenverbot, in der Nacht Ruhe, so dass man hier sich wirklich eine ordentliche Portion Schlaf holen kann. Und die nicht geschnitten, sondern am Stück!


Mit KAMBRIUM und Epic Metal geht es dann um 11:40 Uhr auch schon los. Trotz der frühen Spielzeit sind schon 30-40 Leute vor der Bühne zu finden. Auch wenn die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass der ein oder andere nur wegen der Happy Hour (alle Getränke zum halben Preis) schon auf dem Gelände war, freut es mich für KAMBRIUM, dass sie nicht ganz vor leerem Platz spielen müssen. Ich selber finde leider nicht den richtigen Zugang zur Musik der Jungs, sind mir die Wechsel zwischen Growls und Klargesang zu unharmonisch und somit doch etwas anstrengend.


Thrash Metal war noch nie so mein Ding und so ziehe ich mich bei DEVARIEM ins Camp zurück und genieße dort den hervorragenden Frühstücksservice von Vanessa und Christian. Und zu Eier und Bacon geht dann auch wieder Thrash Metal. Nun ertönen die ersten Flötentöne und mit RABENWOLF entert eine Folk Metalband die Bühne, die mich stark an Angur erinnert. Nur halt mit Flöte statt Drehleier! Der Sound macht aber gute Laune und ist eine gute Einstimmung auf die nächsten drei Bands, die da folgen werden. Denn mit DRAGONSFIRE geht der Block an Bands los, auf die ich mich am meisten gefreut habe. Die Hessen sind selbst ernannte „Cider Victims" und haben jede Menge Spaß auf der Bühne. Der spielfreudige Heavy Metal der „Stöffche"-Freunde kommt auch hier in Sachsen-Anhalt gut an und als die Band Eppelwoi ausschenken lässt, sagt in der ersten Reihe keiner nein! Weiter geht es mit SABIENDAS! Pünktlich zum Start der Show ging ein starker, anhaltender Regenschauer über dem Gelände nieder und vertrieb die meisten Fans in die Merch-Zelte und an die Getränkewagen. Nur die Hartgesottensten blieben standhaft und feierten Death Metal der alten Schule und den ersten Abriss des Festivalgeländes durch SABIENDAS. Selbstredend, dass der gesamte UG-Trupp dabei in der ersten Reihe vertreten war! Der Dreierblock wird von MACBETH beendet, die in diesem Jahr ihr 30-jähriges Jubiläum feiern. Es wird derber Heavy Metal mit einigen Thrash-Anleihen geboten und das Publikum feiert die Thüringer bei jedem Song. Auch mitten drin, statt nur dabei sind die Russen von Arcanorum Astrum, die nach ihrem gestrigen Auftritt noch geblieben sind und nicht nur Macbeth, sondern auch Sabiendas und viele weitere Bands sich anschauen und das ein oder andere Bier mit denen leeren.


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Sabiendas (li) und Macbeth (re)@Metal Frenzy 2015


Man könnte meinen, dass man nach so einer Packung erst einmal eine Pause verdient hätte und es mal etwas ruhiger zu gehen dürfte, aber die Running Order ruft nun DUST BOLT auf die Bühne und das war es dann mit Ruhe! Mit ihrem energiegeladenen Thrash Metal reißt das Quartett auch noch die letzten Reste des Festivalgeländes ein...Wahnsinn!


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Dust Bolt@Metal Frenzy 2015


In der Pause danach mache ich mich auf, um MACBETH ein paar Fragen zu ihrer Bandgeschichte zu stellen. Irgendwie kommen die Jungs so ins Plaudern, dass aus einem geplant kurzen Interview dann doch eine halbe Stunde und mehr wird. So kommt es, dass ich von LONEWOLF nicht allzu viel mehr mitbekomme. Das ist aber auch nicht weiter schlimm, denn der Power Metal der Franzosen wirkt gegenüber den letzten drei Bands doch sehr zahm. Zu jedem anderen Zeitpunkt wären LONEWOLF sicher ein Höhepunkt im Billing gewesen, aber so ist beim Publikum erst einmal die Luft raus und man gönnt sich die lang ersehnte Pause.


Diese hält aber nicht lange an, denn jetzt bitten die Ziegen zum Tanz! Dem nasskaltem Wetter trotzend, folgt eine beachtliche Menge der Einladung und tanzt zum Death/Grind von MILKING THE GOATMACHINE. Für mich ist die Band ein Phänomen, was ich nie richtig verstehen werde und auch heute kann ich mich mit dem Sound der Ziegenjungs nicht anfreunden. Da gefallen mir HATE schon deutlich besser! Als Ersatz für Adept ins Programm gerutscht, zerren sie mit ihrem Extreme Metal noch mal an den schon angeschlagenen Reserven der Besucher. Und wer schöne Kontraste mag, kommt auch auf seine Kosten, denn gegenüber der Bühne und der harten Musik der Polen zieht ein Regenbogen auf. Kontrastreich geht es auch in der Running Order weiter. Getreu dem Motto "There is no school like the Old School" lassen BULLET beim Metal Frenzy den Geist der 1970er und 80er wieder aufleben. Aber aufgewärmt klingt das nicht, sondern frisch und heiß. Auch dem Publikum muss nicht lange erklärt werden wie man zu dieser Musik abfeiert. Und so erleben wir mit Krachern wie "Stay wild" und "Turn it up loud" ein wirklich grandioses, authentisches Revival einer tot geglaubten, oft zu Tode gerittenen Ära des Heavy Metal.


Zu EQUILIBRIUM braucht man nichts mehr zu sagen, sind sie doch jedem ein Begriff. Frontmann Robse hat das Publikum wie immer fest im Griff und bringt es mit epischen Pagan Metal zum Kochen. So eingepeitscht gibt auch der Müdeste noch mal alles und schüttelt die Haare bis zum letzten Takt.


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Equilibrium@Metal Frenzy 2015


Doch es wird ihm noch nicht erlaubt, in sein Schlafsack zu fallen, denn es kommen ja noch NANOWAR OF STEEL! Die Italiener haben die Essenz des Power Metal destilliert und rausgekommen sind dabei Songs über Schwänze, herunterfallenden Seife und die Periode. Bei all dem Spaß zeugt es schon von großem Können, wenn man während eines Flitzefinger-Gitarrensolos noch rumkaspern kann. Alles in allem gute Unterhaltung und ein spaßiger Abschluss für den Metal Frenzy Samstag.


Nach dem auf der großen Bühne Schluss ist, trifft sich der harte Kern zum Metal-Karaoke im Partyzelt. Hier gibt es auch ein Wiedersehen mit den gerade von der Bühne kommenden NANOWAR OF STEEL. Gemeinsam mit DJ Undergrounded interpretiert der Sänger erst „Wasted Years" von Iron Maiden, um kurz danach als Solokünstler „Smoke On The Water" in die Nacht zu schmettern. Aber auch nicht so professionelle Sänger und Sängerinnen versuchten sich an Klassikern des Rocks und Metals, mal mehr, mal weniger erfolgreich...


Tag 3 (Sonntag, der 21.06.)

Wenn schon direkt neben dem Festivalgelände das ortliche Erlebnisbad liegt, muss man diesem auch mal ein Besuch abgestattet haben. Also, ab ins kühle Nass! „Angenehme" 19°Celsius Wassertemperatur lassen einen wach werden und so erfrischt geht es in den letzten Tag vom Metal Frenzy!


Den Anfang machen heute MARTYRION aus Köln. Die Jungs erfinden den Melodic Death Metal zwar nicht neu, lassen sich aber gut hören und sind ein guter Opener für den dritten Tag. Zu RECTAL SMEGMA will ich nicht viele Worte verlieren, denn der Sinn hinter Goregrind bleibt für mich ein Rätsel. Es gibt aber genug Leute, die mit RECTAL SMEGMA mehr anfangen können und Spaß haben wollen, denn der Platz vor der Bühne ist für die zweite Band des Tages sehr gut gefüllt. Leider hält sich diese Zuschauermenge nicht bei AHNENGRAB und die Reihen leeren sich wieder. Schade, denn je länger ich zuhöre, desto mehr kann ich dem Sound von AHNENGRAB etwas abgewinnen. Ich kann mir aber durchaus vorstellen, dass für viele die Mischung aus Black und Pagan mit einem Schuss Thrash Metal einfach zu anstrengend war. Es ist ja schon Tag 3 des Metal Frenzys und es gab schon einiges auf die Ohren!


„German Heavy Metal" und zwar vom Feinsten präsentieren dann WIZARD. Die Band steht nun seit mehr als 25 Jahren auf der Bühne und nutzt ihre immense Liveerfahrung, um das müde wirkende Publikum wieder zu animieren. Das geschieht erfolgreich, denn vor der Bühne wird es wieder voller und die Zahl der Headbanger nimmt zu. Mit NIGHT folgt auch gleich die nächste Heavy Metal-Band. Im direkten Vergleich muss ich aber sagen, dass die Jungs aus Schweden mich nicht so packen und gegenüber WIZARD den geringfügig Kürzeren ziehen. Auch hier wäre ein anderer Platz in der Running Order für NIGHT besser gewesen.


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Wizard@Metal Frenzy 2015


Nach dem Ausflug in den Heavy-Sektor gibt es mit HACKNEYED wieder ordentlich Geknüppel, sprich Death Metal auf die Ohren. Mit viel Power und Energie liefert der Fünfer aus Abtsgmünd eine mitreißende Show und sorgt für Muskelkater in den Nackenmuskeln.Dieser wird bei IZEGRIM noch weiter verstärkt. Mit einer Stimme wie Angela Gossow, nur härter und besser!!!, überzeugt Frontfrau Marloes alle, die vor der Bühne stehen. Und auch die, die nur daneben stehen, werden mitgerissen und vor die Bühne gezogen! Die Thrash/Deather aus Holland sind für mich das Highlight des Tages!


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Hackneyed (li) und Izegrim (re)@Metal Frenzy 2015


DER WEG EINER FREIHEIT schlägt dann in einer andere Kerbe. Es gibt progressiv angehauchten Black Metal zu hören, der teils sehr atmosphärisch daher kommt. Vom Zeitpunkt her kam DER WEG EINER FREIHEIT aber zu früh, denn der Sound der Franken passt für mich besser in die dunkleren Abendstunden. Diesen Slot belegten aber SKULL FIST und das, was unsere Kollegen aus dem Schwarzwald vom Detze Rockt! schon berichtet hatten, bewahrheitete sich leider auch auf dem Metal Frenzy. Stimmlich war Sänger Jackie Slaughter echt dünn unterwegs und traf gerade die höheren Töne kaum oder nur krächzend. Dafür war die Spielfreude bei seinen Bandkollegen um zu höher und im Gesamten hinterliessen SKULL FIST dann doch einen positiven Eindruck.


Muss man noch etwas zu MADBALL sagen? Nein, denn New York Hardcore der alten Schule spricht für sich! Von an Anfang heißt es Vollgas auf der Bühne und jeder Song gleicht einem Faustschlag ins Gesicht! Ich bin jetzt nicht der riesen Hardcore-Fan und werde das auch sicher nicht werden, aber live sind MADBALL schon ein Erlebnis, was man mal gesehen haben muss. Was danach folgt, ist die totale Zerstörung, denn DYING FETUS betreten die Bühne. Das Trio legt mit seinem brutalen Death Metal alles in Schutt und Asche und zerstörte auch noch die letzten Fasern an Nackenmuskulatur, die das Publikum noch aufbieten konnte. Ein krönender Abschluss für das Metal Frenzy Open Air 2015!


25 Dying Fetus

Dying Fetus@Metal Frenzy 2015


Natürlich gab sich unser DJ Undergrounded danach noch die Ehre, zur After Show-Party aufzuspielen, aber die Besucherzahl blieb diesmal übersichtlich. Viele machten sich schon wieder auf den Heimweg bzw. gingen schlafen, damit sie Montagmorgen rechtzeitig los kamen.


Am Montag blieb dann nur noch der Abbau und der Abschied von den lieb gewonnenen Camp-Insassen. Und während der Zeltplatz sich nach und nach leerte, wurde auch schon nebenan das Festivalgelände aufgeräumt, so dass am Abend schon alles weg und sauber war!


Fazit:

Das diesjährige Metal Frenzy war richtig klasse! Familiäre und lockere Atmosphäre, eine feine Bandauswahl und ein durchgehend guter Sound lassen die drei Tage sehr angenehm in Erinnerung zurück. Auch von der Organisation her gibt es nichts zu meckern, man merkte dem Festival zu keinem Zeitpunkt an, dass es erst die zweite Ausgabe ist. Der Zeitplan war straff, wurde aber immer gut eingehalten. Es gab kaum Verzögerungen durch Umbaupausen oder ewig dauernde Soundchecks, was das Publikum sicher sehr freute. Denn zum Warten fährt ja keiner auf ein Festival. Für mich steht fest: Sollte es im nächsten Jahr wieder ein Metal Frenzy Open Air geben, ich werde da sein!


Zum Schluss bat ich noch Robert Röttger, den Veranstalter, ein Fazit zu ziehen und heraus kam dieses kurze Interview:


UG: Was ist dein Fazit vom Metal Frenzy 2015?

Robert: Das Frenzy ist gut abgelaufen. Es war den Aufwand wert. Es gab keine Zwischenfälle im Ablauf oder andere nennenswerten Probleme. Es war rund um eine fette Metal Party die die Besucher hoffentlich genossen haben. Das Wetter hätte noch nen Zacken besser sein können aber darauf haben wir (noch) keinen Einfluss.


UG: Was war dein Highlight auf dem diesjährigen Frenzy?

Robert: Du meinst musikalisch? Ich war besonders begeistert von Gernotshagen, Der Weg Einer Freiheit und Gormathon. Aber eigentlich haben mich die meisten Bands überzeugt. Von der Show her war natürlich Nanowar of Steel ein persönliches Highlight. Metal Bands mit Tanz-Choreografie sieht man selten. *grins*


UG: Kannst du schon etwas sagen, ob es 2016 wieder ein Metal Frenzy geben wird?

Robert: Nein. Das hängt von zu vielen Faktoren ab. Wir müssen das Festival finanzieren können und benötigen noch Hilfe in der Organisation und dann würde aus meiner Sicht nichts dagegen sprechen. Natürlich müsste man selbst dann noch dutzende Dinge klären...

Robert, vielen Dank für das kurze Interview



Zahlreiche weitere Bilder von allen drei Tagen gibt es auf der Facebook-Seite von Undergrounded! Schaut einfach vorbei!

Gelesen 4014 mal Letzte Änderung am Montag, 29 Juni 2015 21:02
eviloli

Just when I know all of life's answers, they changed all the questions!