Mittwoch, 29 April 2015 03:47

Uitzichtloos - Nevelmasker

geschrieben von
Artikel bewerten
(3 Stimmen)
Heute gibt es Black Metal aus den Niederlanden. Die Truppe aus Groningen ist bislang ein recht unbeschriebenes Blatt. Im Gründungsjahr 2013 erschienen eine Demo und eine EP, im März 2014 wurde dann nachgelegt mit dem vollwertigen Album 'Nevelmasker'.

Die acht Songs weisen alle eine angenehme Spieldauer auf, der Großteil liegt oberhalb der 5-Minuten-Grenze. Auch ein erster Blick auf das Cover vermittelt einen guten Eindruck: Eine stimmige Eis-Landschaft in typischer Black-Metal-Manier lässt den Betrachter frösteln.

Die Texte sind auf Niederländisch verfasst, was einen mutigen Schritt darstellt und zu begrüßen ist. Inhaltlich kommt man dem Ganzen mithilfe von Wörterbuch und Onlineübersetzung auf die Spur, leider geben sie dann aber inhaltlich weniger her als erhofft. Auch der Gesang fällt negativ auf, die Screams wirken blass und es fehlt an Intensität.

'Uitzichtloos' kommen recht melodiös daher, man könnte sie wohl am ehesten als Melodic-Depressive-Black-Metal bezeichnen. Vereinzelte Gitarrensoli und eine Akustikeinlage in Track 2 sorgen für Abwechslung, ohne dabei zu verspielt zu wirken.

Musikalisch wird hier nichts neu erfunden. Muss es aber auch nicht, schließlich kann auch einfacher Black Metal den Hörer erfreuen, wenn nur ein Funke überspringt. Und das ist hier das Problem. Keines der Lieder hinterlässt einen bleibenden Eindruck, es scheint, als tauge 'Nevelmasker' damit mehr als Hintergrunduntermalung denn als Album zum Eintauchen und bewussten Hören.

Das Album ist insgesamt ausbaufähig. Arbeit an Gesang, Text und Songwriting könnten einen Nachfolger verbessern. Trotzdem kann man mit 'Nevelmasker' Spaß haben und auch wenn Luft nach oben besteht, so gibt es doch schlechtere Einstiegsalben. Wer an melodisch angehauchtem (Depressive) Black Metal Gefallen findet und keine großen Überraschungen erwartet, kann mal ein Ohr riskieren - und sei es nur wegen der niederländischen Texte.

 

 
Tracklist:
1. Nevelmasker 06:47
2. Kweldergeest 04:35
3. Hoop, uitgesteld verdriet 06:16
4. Penetrante Lijkenlucht 05:37
5. Oog van de Duivel 02:44
6. Treurwilg 06:01
7. Tussen Elfenbank en Heksennest 05:52
8. Uwe Majesteit 06:28
44:20

Punkte:
 5/10

Weitere Informationen

  • Fazit: Wer an melodisch angehauchtem (Depressive) Black Metal Gefallen findet und keine großen Überraschungen erwartet, kann mal ein Ohr riskieren.
Gelesen 3208 mal Letzte Änderung am Mittwoch, 29 April 2015 04:09

Medien