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Dienstag, 13 März 2012 19:39

Corporate Pain - Death in Mind

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Wenn man sich in der schwäbischen Underground-Szene umhört, dann fällt immer wieder ein Bandname, nämlich Corporate Pain! Hausgemachter Death Thrash wie er sein muss. Und die charismatischen Jungs um Frontmann Danny können sich mit Stolz die Undergrounded-Band der ersten Stunde nennen. Somit hat auch ihr erstlings Werk die Demo „Death in Mind“ einen Platz auf dem Seziertisch verdient.

Traditionell als Titeltrack startet „Death in Mind“. Fleißige Konzertgänger wissen natürlich dass dies der Song der „zwei Silben“ ist. Handarbeit wird hier großgeschrieben, gekonnte Wechsel zwischen den Thrash- und Death Metal Parts unterstreichen dies zusätzlich.

„Life?“ eine kurze und pregnate Frage die sich schon jeder gestellt hat. Bei diesem Song kommt zum ersten mal ein ausgefeiltes Solo zum Einsatz. Der Song hat definitiv Mosh-Potential.

Der Dritte Track im Bunde ist „Failed“. Dieser begriff macht ja im Internet die große Runde, um etwas zu bezeichnen was nicht ganz so gut gelaufen ist. Aber hier haben Corporate Pain alles andere als „gefailed“. Die Oldschoolkeule schlägt zu. Frontmann Danny überzeugt am Ende noch mit einem dermaßen geilen Gitarrensolo, dass sich manch ein Metal-Altmeister eine Scheibe abschneiden könnte. Aber das wirklich verblüffendste ist das ca. 30 Sekunden lange Instrumental am Schluss, dass ich mir an meiner Beerdigung wünschen würde.

Das die Jungs auch Gefühl im Blut haben zeigen sie ganz deutlich mit „Corporate Pain“. Ein schon fast düster anmutendes Stück, dass seinem Namen alle Ehre macht.

„Revenge“ ist ein Stück dass ich, Live mal hören möchte. Schleppendes Schlagzeug und eigentlich ein geiles Gitarrenriffing. Der Gesang ist zwar nicht ganz ausgereift, aber das kann sich ja mit der Erfahrung steigern.

Wir gehen in den Endspurt dieses Reviews mit „Euthanasia“. Und auch die Jungs geben alles. Dieses Mal haben wir einen eher Death Metal lastigen Song, der aber die Oldschoolschiene nicht verlässt. Man nimmt langsam fahrt auf. Wer jetzt noch still sitzen bleibt ist wahrlich ein Musikbanause.

„Trophy of Pain“ Endspurt. Der wohl beliebteste Track bis Dato. Was hier an musikalischem Fingerspitzengefühl an den Tag gelegt wird, ist kaum zu glauben. Einfach direkt aufs Fressbrett, und das mit Gefühl.

„Death in Mind“ ist für eine, damals noch extrem junge Band, ein wirkliches Aushängeschild. Einheitsbrei? Fehlanzeige! Mit Liebe zum Detail, haben diese vier Musiker ein Debüt geschafft, von denen so manche Band träumen kann. Zwar kommen einige Stellen etwas roh und unharmonisch rüber, auch zwickt und zwackts hier und da mal. Aber das dürfen Kinderschuhe allemal. Dass Corporate Pain lernfähig sind haben sie auch bewiesen. Überzeugt euch Live!

Tracklist:

01. Death in Mind
02. Life?
03. Failed
04. Corporate Pain
05. Revenge
06. Euthanasia
07. Trophy of Pain

Bewertung:

Cover und Umfang (9/10):
- großzügiges Booklet und vor allem selbst gestaltet. Mit hammer Bildern und allen Texten
- mit knapp 35 Minuten etwas kurz, ich hätte gerne noch mehr gehört

Abwechslung (9/10):
- gute Abwechslung zwischen Oldschool Death und Thrash, ohne langweilig zu wirken

Sound (6/10):
- an vielen Stellen leider nicht ganz stimmig
- der Gesang könnte etwas „reifer“ sein
- Das Schlagzeug drängt sich etwas zu oft in den Vordergrund

Gesamtpunktzahl:
8/10

Weitere Informationen

  • Band: Corporate Pain
  • Album Titel: Death in Mind
  • Fazit: „Death in Mind“ ist für eine, damals noch extrem junge Band, ein wirkliches Aushängeschild. Einheitsbrei? Fehlanzeige! Mit Liebe zum Detail, haben diese vier Musiker ein Debüt geschafft, von denen so manche Band träumen kann. Zwar kommen einige Stellen etwas roh und unharmonischen rüber, auch zwickt und zwackts hier und da mal. Aber das dürfen Kinderschuhe allemal. Dass Corporate Pain lernfähig sind haben sie auch bewiesen. Überzeugt euch Live!
Gelesen 2084 mal Letzte Änderung am Mittwoch, 14 März 2012 08:43