Montag, 24 März 2014 07:12

The Shrine - Bless Off

geschrieben von Ghostwriter
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Bless Off Bless Off The Shrine

Ab in die Zeitmaschine, jetzt geht’s zurück in die 70er/80er. Mit einer Menge, Oldschool Rock einer geballten Ladung Punk und einer Prise Heavy Metal entführen euch die Amerikaner „The Shrine“ auf ihrer neuen Platte BLESS OFF in eine längst verloren geganene Ära.

Die Einflüsse sind dabei so klar wie Wodka und auch ohne dass die Jungs es extra erwähnen müssen bei Klassikern wie Black Sabbath oder Thin Lizzy zu finden während aus meiner Sicht der Punk keine allzukleine Rolle gespielt hat und am ehesten mit „langsamen Ramones“ zu beschreiben wäre. Das alles wird mit einer vollkommen entspannten und spielgeilen Attitüde zu einer Melange aus allem was damals gut war und heute noch zieht gemixt und auf dem Silberling präsentiert. Wenn man jetzt noch erwähnt, dass Black Flag Legende Chuck Dukowski sich in Form eines bisher unveröffentlichten Textes oben genannter Band für Track 4 „The Duke“ eingebracht hat, erübrigt sich die Genreeinteilung vollends.


Das Album selbst kommt mit 11 Songs und einer relativ knapp bemessenen Länge von unter 40 Minuten daher. Dies kann man aber getrost relativieren, da andere Bands bei ähnlichen Dimensionen noch Intros, Outros und Intermisssions einbauen – Nicht so The Shrine, die von vorne bis hinten ohne Pause durchbolzen. Dreckig, ausufernd, fulminant, schlicht rockig würde ich BLESS OFF attestieren. Die Aufnahmequalität ist wohl bewusst etwas „rauer“ gehalten und erhöht nur die Oldschool-Illusion. Jeder einzelne Song ist für sich ein kleiner Mikrokosmos und die Abwechslung lässt keinerlei Langeweile aufkommen. Bereits erwähnter Track „The Duke“ ist fast schon doomig zu nennen und sehr „schwere“ Gitarrenarbeit trifft auf langsames kraftvolles Drumming und eine getragene fast Ozzy-ähnliche Stimme von Frontsau Josh.


Titeltrack „Bless Off“ gibt wiederum richtig Gas und hier tauen alle richtig auf. Die „young, backyard pool-shredding, acid-dropping Californians“ Mentalität wird direkt auf die Lautsprecher übertragen - hier ein bisschen rockiger Chorus, da ein ausschweifendes Gitarrensolo und durchböllerndes Schlagzeug, fertig ist der Knallertrack. Als Old-School Punkhymne könnte auch heute noch „Spit My Life“, durchgehen (und das nicht nur wegen der Rekordverdächtigen Kürze von unter zwei Minuten). Eher wegen der Ähnlichkeit zu Klassikern von Ramones oder The Exploited mit Schwerpunkt auf Hard-Rock Komponenten. Fazit: Schönes Album, schöne Tracks und leider etwas kurz geraten – Reinhörpflicht für alle die ihre Tüte gerne mit gepflegter Musik untermalen.


Tracklist:

1. Destroyers
2. Worship
3. Tripping Corpse
4. The Duke
5. Nothing Forever
6. Bless Off
7. On The Grind
8. No Penalty
9. Spit In My Life
10. Napalm
11. Hellride


Bewertung:

7,5 von 10 Punkten

Weitere Informationen

  • Band: The Shrine
  • Album Titel: Bless Off
  • Erscheinungsdatum: 11.03.2014
  • Fazit: Besonders macht BLESS OFF für mich vor allem, dass es zu keinem Zeitpunkt langweilig wird. Abwechslung und genug frische trotz des „alten Topics“ ist hier geboten und verliert sich dadurch nicht im Band-Einheitsbrei der „Copycats“ der Ära.
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