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Montag, 02 September 2013 00:33

Watain The Wild Hunt Vinyl Review

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Es sind nun schon 2 Wochen ins Land gezogen seit dem Release des neuen Watain Albums “The Wild Hunt“. Genug Zeit also um das Machwerk ausgiebig auf sich wirken zu lassen und sich seine Gedanken darüber zu machen. Als passionierter Vinyl Collector und Besitzer sämtlicher Boxsets der Schweden ließ ich es mir auch diesmal nicht entgehen das Boxset vorzubestellen. Und es wurde wirklich nicht zu viel Versprochen.

 Fangen wir mal etwas unkonventionell an und sprechen vor dem Inhaltlichen erstmal über die Optik und den Umfang der Boxedition. Neben der hochwertig gestalteten, mit rotem Stoff überzogenen Boxhülle, die mit Goldornamenten verziert wurde liegt auch ein gewebtes Altartuch mit den Maßen 100x100cm bei. Detailtreue und Ideenreichtum wird auf jeden Fall großgeschrieben im Hause Watain. Natürlich hätten wir dann noch das eigentliche Album sowohl in der 2LP Edition in rotem Vinyl (exklusiv bei Wolfwear erhältlich), als auch der CD Version in Buchform mit 24seitigem Booklet. Eine 7“ mit dem ersten je aufgenommen Watain Song in 2 Versionen, ein Poster, ein Metallpin und ein Postkartenset liegt der Box ebenfalls bei. Dazu kommt in der Wolfwear Edition noch eine weitere 7“ mit dem Titel “XI“ und eine signiertes Zertifikatblatt. “XI“ beinhaltet einen Song, der von Jon Nödtveidt und Set Teitan geschrieben wurde und während der Aufnahmen von “The Wild Hund“ von Watain eingespielt wurde.


So nun aber auch zum Inhaltlichen. “The wild Hunt“ beinhaltet 10 Songs plus Intro. Von der ersten Sekunde an merkt man, dass eine Weiterentwicklung stattgefunden hat. Vor allem stimmlich finde ich hat Erik Danielsson ein neues Level erreicht. Aggressiv und voller Energie beginnt „de Profundis“ nach dem Intro “Night Vision“ und begeistert mit abwechslungsreichen Ideen im Bereich von Tempowechseln und Riffstrukturen. Das erste richtige Schmankerl kommt dann anschließend mit “Black Flames March“, das die Innovation und das musikalische Know-how der Schweden eindrucksvoll aufzeigt. Als letzter Song von Seite A gibt sich noch die erste Singleauskopplung “All that may bleed“ die Ehre. Mit diesem Track konnte man sich auch schon vorab ein Bild der neuen Watainscheibe machen und die Veränderungen im Klangbild der Band feststellen. Seite B wartet mit 2 weiteren Songs auf. Zum einen hätten wir da den stark an Dissection erinnernde “The Child must die“. Klar, schon Dissection hat mit Rheinkaos stark polarisiert; Und auch Watain werden hiermit nicht alle Hörer erreichen. Mit Song Nr.2 auf der B Seite kommt meiner Meinung nach dann der absolute Reiser der Scheibe “They rode on“. Hier zeigt sich dann die angesprochene Weiterentwicklung Watains, angefangen mit den genialen Clear Vocals von Erik, den melodiösen Akkustikeinlagen, bis hin zu den einfühlsamen Gitarrensoli. Gerade die Ruhigeren Sequenzen haben mir persönlich schon bei “Waters of Ain“ vom letzten Album sehr gut gefallen und ich bin wirklich begeistert über die Umsetzung dieses neuen Meisterstücks!


Seite C wartet zum Einklang gleich mit dem Brecheisen. “Sleepless Evil“ spiegelt nichts von der Vorausgegangen Ruhe wieder und könnte kaum roher, wilder und aggressiver Klingen. Hier hört man nun eher wieder ein Watain der ganz alten Schule heraus. Die Abwechslung könnte kaum ein größeres Spektrum erreichen, als mit dem Titeltrack dann eine sehr doomige Atmosphäre geschaffen wird, die mit Chorgesängen noch zusätzlichen Wind in den Segeln trägt! Auch hier steuert Frontmann Erik Danielsson wieder gekonnt seine Singstimme bei. Outlaw kommt mit einer gesalzenen Prise Heavy Einflüssen um die Ecke und bildet den Abschluss von dieser LP Seite. Auf der letzten Seite D leiten dann “Ignem Veni Mittere“ und “Holocaust dawn“ die Schlusssequenzen von The wild Hunt ein. Was bleibt zu sagen: Ersterer Song leitet etwas ruhiger zum Abschluss, einem eher sagen wir mal konventionellen Watain Titel hin. Die Umsetzung ist zu jedem Zeitpunkt stimmig und rundet das Gesamtergebnis vollmundig ab!


Ein monumentales Stück Schwarzmetall, dass hier die Schmiede von Watain verlassen hat. Wahnsinnig viele neue Ideen und auch die konsequente Umsetzung dieser tragen dazu bei, dass The wild Hunt zum einen für viele das wohl beste Werk der Schweden darstellen dürfte. Zum anderen aber auch stark polarisieren wird. So wie viele, der wichtigen und großen Alben unserer Szene. Wie sich der einzelne hier entscheiden möchte, sei jedem selbst überlassen. Ich für meinen Teil bin absolut überzeugt und kann nur wärmstens empfehlen sich das gute Stück zu besorgen! Für Vinylfans ist die Box Edition meiner Meinung nach schon allein wegen der unglaublich starken Aufmachung ein absoluter Pflichtkauf. So bleibt abschließend nur noch zu sagen: Watain! To the death and far beyond!

 

Tracklist:

  1. Night Vision
  2. de Profundis
  3. Black Flames March
  4. All that may Bleed
  5. The Child must die
  6. They rode on
  7. Sleepless Evil
  8. The wild Hunt
  9. Outlaw
  10. Ignem Veni Mittere
  11. Holocaust dawn


Bewertung:

Cover und Umfang (10/10):

 

- detailreiches Coverartwork, dass dem aufwändigen restlichen Design durchaus gerecht wird

- Limited Boxedition die einfach in sämtlichen Belangen begeistert
- Spielzeit von knapp 63Min. ist für ein Album auch mächtig

 

Abwechslung (10/10):

 

- unglaublich innovatives Gesamtwerk mit vielen Facetten und auch unkonventionellen Werken
- mächtige Riffpassagen, Gitarrensoli und Tempowechsel

- stimmlich wurde einfach ein neuer Level erreicht! Clear Vocals und Chorpassagen tragen hierzu auch bei

Sound (10/10):


- Der Sound schafft eine überzeugende Atmosphäre und ist bombig abgemischt

- Abmischung auf der Vinyl Edition ist phänomenal

Gesamtpunktzahl:
10/10

Released: 16.08.13
Label: Century Media Records

Genre: Black Metal

Weitere Informationen

  • Band: Watain
  • Album Titel: The wild Hunt
  • Erscheinungsdatum: 16.08.2013
  • Fazit: Für Vinylfans ist die Box Edition meiner Meinung nach schon allein wegen der unglaublich starken Aufmachung ein absoluter Pflichtkauf. So bleibt abschließend nur noch zu sagen: Watain! To the death and far beyond!
Gelesen 3313 mal Letzte Änderung am Montag, 02 September 2013 07:14