Jeder Hinz und Kunz kommt heutzutage auf die glorreiche Idee eine Band zu gründen, die mit Sicherheit besser ist als jede andere auf diesem Planeten. Neue Bands zu entdecken ist also sehr einfach. Neue Bands, die auch noch gut sind, wird dann schon schwieriger. Doch, wenn man sich an den Möchtegern-Okkult-Bands und den vielen Underground-Slam-Brutal-Technical-Schlager-Noise-Projekten vorbeigegraben hat, wird man doch fündig: Die Death/Thrash-Kapelle Antilles überzeugt! Und zwar derart, dass wir den Jungs aus Münster gerne einen Artikel in unserer Rubrik UdR spendieren.

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Samstag, 03 August 2019 17:12

Chaedrist - Chaostheosis

Nun ja, was soll ich sagen? Wer seine Blackened-Death Bands gerne eher auf der Black Metal Seite hat sollte dem zweiten Chaedrist Album definitiv eine Chance geben. Wirklich überrascht hat mich der Sound nach dem Lesen der Bandcamp Tags und dem Betrachten des Albumcovers nicht, man bekommt exakt das was man erwartet: Reinsten Blackened-Death mit modernem Einschlag. Vorhersehbar, aber gut exekutiert.

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Samstag, 03 August 2019 12:31

Totengott - The Abyss

The Abyss, ein Album, das mich wünschen lässt, ich wäre früher auf die Gruppe aufmerksam gemacht worden. Das mit nur 4 Tracks 47 Minuten füllende Monstrum mischt frühe Celtic Frost mit einem angesludgten Dampfwalzen-Doom der absoluten Höchstklasse. Und normalerweise bin ich nicht einmal ein großer Fan von Doom Metal. Der erste der vier Songs „Ceremony I: Sic Transit Gloria Mundi“, beginnt mit einer wunderschönen Lofi-Gitarre und ominösen Windgeräuschen, bevor ein schwebender Choral das einleitet, was ich nur als apokalyptischen Ritual-Doom bezeichnen kann.

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Das Burgbrand Open Air hat sich zu Beginn des Jahres in unserem ersten Undergrounded-Festivalkalender gefunden. Schön platziert, Ende August, lockt das Festival all die an, die neben dem Party San Open Air gerne noch einen schönen Sommer-Ausklang finden wollen. So hat es sich nun ergeben, dass wir uns dieses kleine feine Festival, das dieses Jahr seine Premiere feiert, gerne einmal aus der Nähe betrachten wollen.

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Man muss schon sagen: Immer wieder gewinnt man den Eindruck, es manifestierten sich in keiner Metal-Sparte mehr neue Bands und Geheimtipps als im Black Metal-Genre. Nur manche davon treten in Existenz und hinterlassen dabei sichtbare Fußspuren und hörbare Echos, die es in sich haben. Die Thüringer Vivus Humare schaffen Musik, die in den Augen derer, die bereits mit den Anfängen des Schwarzmetalls aus Skandinavien nichts anfangen konnten, wohl eher keine großen Wellen schlagen und womöglich im Ufersand des Größeren und Bekannteren versickern wird. Wenn nun aber eine Band genau diesen alten Sound und seine Qualität erreicht, lässt diese die Herzen der Kenner und Liebhaber höher schlagen - nicht umsonst nennen die Gothaer, die wir diesmal bei "Unter dem Radar" in den Fokus nehmen wollen, ihren rohen, schnörkellosen Old-School-Stil auch „Archaic Black Metal“.

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Dienstag, 23 Juli 2019 10:20

Elvenpath – The Path of the Dark King

Mit „The Path of the Dark King” präsentiert die Frankfurter Power Metal-Kombo Elvenpath ihr mittlerweile fünftes Album. Dabei liefern sie rundum kreative, abwechslungsreiche Musik – mit einer Ausnahme. Schnelle Gitarren geben das Tempo vor, eine lange hohe Note des Sängers versprechen einen ordentlichen Einstieg. Nach den ersten Sekunden des explosiven Starts von „Combat Zone Europe“ war ich vorfreudig, nur um kurz darauf zusammenzuzucken. Das hohe Tempo in Kombination mit dem hohen, nahezu schrillen Power Metal-klischeeartigen Gesang ist eine einzige, unharmonische Katastrophe. Die Vocals sind erzwungen, dabei meist außer Atem, quietschend und kraftlos. Ich will ganz ehrlich sein: nach den ersten viereinhalb Minuten war ich alles andere als begeistert, mental begannen bereits die Vorbereitungen auf einen Verriss.

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Wer knapp 5 Jahre für sein Erstlingswerk benötigt -wohlgemerkt auch ohne Demos, Splits oder EPs zu veröffentlichen-, zeichnet sich entweder als sehr bedachte und perfektionistische Band aus oder scheint seine Zeit eher anderen Projekten zu widmen. Wir tippen an dieser Stelle darauf, dass all diese Umstände gleichsam zutreffen. Blodtåke aus Oberhausen existiert als Band jedenfalls schon seit 2014 und man hat sich eine Menge Zeit für ihr Debüt "Nativity of Ashes" gelassen.

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Dienstag, 16 Juli 2019 09:39

...and Oceans resign to Seasons Of Mist!

Die Finnen von "…and Oceans" haben inzwischen auch ihre 20+ Jahre auf dem Buckel und schon Einiges gesehen. Vom Symphonic-BM hin zum Industrial/Electronic Metal und wieder zurück, sind mehr als 10 Releases auf dem Deckel der Band. Der letzte große Wurf ist zugegeben schon einige Jahre her, wobei die Kombo immer mal wieder die europäischen Bühnen bespielt haben, unter anderem auf dem Howls Of Winter.
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Donnerstag, 11 Juli 2019 20:09

Folklore ist tot – Es lebe die Folklore!

Das lange geplante Album „Secret Ambrosian Fire“ des Künstlerkollektivs Mosaic, unter Führung von Martin van Valkenstijn:, hat Gestalt angenommen und nähert sich der Vervollständigung. Das Interesse am Werk ist nicht zuletzt nach Veröffentlichung des Teasers groß, macht sich Mosaic doch sonst sehr rar und spielt nur auf anspruchsvollen und konzeptuell stimmigen Veranstaltungen wie dem Funkenflug oder eigenen Ritualen in Gotha. Das Projekt hält die alten Geschichten und Mythen von Thüringen am Leben und bedient sich historischem Material, um eine eigene Interpretation desselben zu liefern. Wir haben Martin van Valkenstijn zu einem kurzem Blitzlicht gebeten um mehr über „Secret Ambrosian Fire“ zu erfahren.

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Der letzte Tag des UTBS begann früh und hatte wahrhaftig den Charakter eines apokalyptischen, "letzten Tages": Es war den Besuchern deutlich anzusehen, welche Tortur ihre Körper in den vorausgegangen Sonnenläufen dank der Hitze durchgemacht haben. Der Samstag sollte auch der heißeste Tag des Festivals werden und direkt vor der Bühne in der prallen Sonne war es kaum auszuhalten.

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