Mittwoch, 23 Dezember 2015 23:11

Conquered Mind - Conqueror

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Conqueror Conqueror Conquered Mind

Als sich die Rockband Raintown 2009 auflöste, dauerte es einige Zeit, ehe aus der Asche wieder etwas neues entstand. Die neue Band taufte man Conquered Mind und man machte sich auf, Esslingen und Umgebung mit Stoner Sludge zu erobern. Nach dem ersten musikalischen Lebenszeichen in Form der EP "Dusty Summer" (2013), folgte nun im November '15 mit "Conqueror" das erste Album der Esslinger Truppe.

Dieses entpuppt sich als zwölf Song starkes Monster, auf dem die Marschrichtung von Conquered Mind von Anfang an klar zu erkennen ist: strack vorwärts, ohne sich von irgendetwas ablenken zu lassen!


Und genauso kommt das Album auch rüber. Die Songs nehmen nur kurz Anlauf, um einen dann mit ordentlich Schwung und Wucht zu überrollen. Dabei behalten Conquered Mind das Ziel stets im Auge und verlieren sich nicht in unnötigen Spielereien an den Instrumenten. Klar, auf die ein oder andere Zauberei an den Instrumenten kann auch Conquered Mind nicht verzichten, aber es nimmt nie Überhand oder lenkt unnötig ab. So hört man meist straffe und mächtige Riffs, einen tief vor sich hin brodelnden Bass und Drums, die mit präzisen Rhythmen die Songs vorwärts treiben. Teilweise sind mir die Drums einen kleinen Tick zu präzise und zu sauber gespielt, so dass sie fast wie vom Computer kommend wirken. Aber dieses Gefühl kommt beim Hören nur sehr selten auf und überhaupt ist es Meckern auf hohem Niveau. Denn im Zusammenspiel mit dem Bass entwickelt eben dieses präzise Spiel der Drums eine wahnsinns Dynamik, die vor allem Songs wie "Heliophobia" oder „Shouldn't Be", die im Tempo mal einen Gang zurück schalten, gut tut und diese vorwärts treibt.


Der wuchtige Sound der Instrumente bedarf natürlich einer guten Abrundung durch eine passende Stimme. Jan W Naked Hazelbeard hat genau diese! Mit seiner Art und Weise zu singen, erinnert er mich etwas an seinen Kollegen Tschech von der Doom Division. Mit viel Energie und Kraft röhrt er die Vocals ins Mikrofon und gibt den Songs noch den letzten Schwung mit. Ähnlich wie bei der Doom Division fand ich auch hier die Vocals zu Beginn etwas gewöhnungsbedürftig, aber recht schnell merkt man auch bei Conquered Mind, dass Vocals und Instrumente vorne und hinten zusammen passen und eine andere Stimme oder Gesangsweise hier nicht gepasst hätte.


Es passt also bei „Conqueror" vieles zusammen und am Ende ergibt es ein Debüt-Album, welches mehr als nur überzeugt. Starke Songs, die mit ordentlich Bums aus dem Boxen oder Kopfhörern dröhnen, eine kraftvolle und mächtige Leistung an den Instrumenten und eine Stimme, die sich langsam aber sicher in die Gehörgänge röhrt...all das ergibt ein rundes Gesamtpaket, dass man Freunden von Stoner Metal/Rock ohne Bedenken empfehlen kann.


Tracklist:

1. You Gave Me Fire

2. Love Is Strong

3. Need To Feel Me

4. Shouldn't Be

5. I Need You

6. Because Of You

7. Don't Stop Me Now

8. Conqueror

9. Heliophobia

10. Heavy Badass Nights

11. Can't See Any Smile

12. Paradise


Bewertung:

8 von 10 Punkten

Weitere Informationen

  • Band: Conquered Mind
  • Album Titel: Conqueror
  • Fazit: Es passt also bei „Conqueror" vieles zusammen und am Ende ergibt es ein Debüt-Album, welches mehr als nur überzeugt. Starke Songs, die mit ordentlich Bums aus dem Boxen oder Kopfhörern dröhnen, eine kraftvolle und mächtige Leistung an den Instrumenten und eine Stimme, die sich langsam aber sicher in die Gehörgänge röhrt...all das ergibt ein rundes Gesamtpaket, dass man Freunden von Stoner Metal/Rock ohne Bedenken empfehlen kann.
Gelesen 1988 mal Letzte Änderung am Mittwoch, 23 Dezember 2015 23:26

Medien

Can't See Any Smile (official video) - Conquered Mind Conquered Mind

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