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Mittwoch, 01 Januar 2014 11:45

Das 500. Review!

geschrieben von Ghostwriter
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(8 Stimmen)

Für das 500. Review haben einige der Undergrounded Schreiber und andere OK-Member ihre Lieblingsscheibe bzw. die Scheibe thematisiert, die sie zum Metal gebracht hat bzw. sie am meisten beeinflusst hat. Der Querschnitt geht dabei durch praktisch alle Genres und zeigt wiedermal, wie vielfältig die Musik ist, für die wir brennen - Enjoy!

 

Von: Phil

Welche Band: Nargaroth
Album: Black Metal ist Krieg (A dedication Monument)
Genre: Black Metal

Geilster Moment:

Einmal “7 Tears are flowing down the River“ und “The Day Burzum killed Mayhem” bei einem Live Auftitt zu erleben war einfach überwältigend und wird mir für immer in Erinnerung bleiben! Ein wirklich einschneidendes Album für mich zu bestimmen war wirklich sehr schwierig und auch wenn viele jetzt über die Wahl schmunzeln mögen, muss ich doch sagen, dass mich gerade dieses Album sehr geprägt hat. Es war für mich wie auch für viele andere die erste Berührung mit der Band Nargaroth und eine Passage in den Songtexten dieses Werkes ist mir bis heute immer gut in Erinnerung geblieben:

“Remember this day! Remember this way!
That you never betray, what here leads you on your way!”

Dieser Satz aus “The Day Burzum killed Mayhem“ hat sich mir über die Jahre eingebrannt und lässt mich nicht mehr los. Er wiegt so schwer, dass dieses Werk für mich immer eine besondere Bedeutung haben wird. Das liegt natürlich auch an anderen großen Schöpfungen, wie “Amarok – Zorn des Lammes III, oben genanntes 7 Tears are flowing down the river, oder auch Possessed by Black fucking Metal“, die auch auf diesem Meisterwerk platz gefunden haben.
Auch erwähnenswert sind die überaus gelungenen Cover Versionen von Liedern der Bands Root, Lord Foul, Moonblood und Azhubham Haani, die als Tribute gegenüber den Bands anzusehen sind.
Und auch für Grim, den verstorbenen Immortal Drummer gibt es noch eine Besondere Widmung auf dem Album, nämlich den Song “Erik, may you rape the Angels“. So bleibt für mich nur noch eins zu sagen… Black Fucking Metal ist Krieg!

 

Von Vanessa:

Welche Band: Opeth
Album: Blackwater Park
Genre: Death/Prog Metal

Geilster Moment:

Da ich als Quereinsteiger aus dem Punkrock zum Metal kam, waren harte Töne und gutturaler Gesang für mich nicht wirklich neu. Nach den üblichen Einstiegsbands war Opeth dann aber die eigentliche Offenbarung. Ähnlich wie bei Naturkatastrophen und denkwürdigen Ereignissen kann ich mich überdeutlich an den Erstkontakt mit dieser Band erinnern. Es war ein sonniger Tag im Frühsommer, bei lauem Westwind fuhr ich mit einer guten Freundin durch Heidelberg, als sie mich anwies „Blackwater Park“ einzulegen. Nach wenigen Minuten vom Titelsong wurde mir klar, dass sich das hier vom unausgegorenen einfachen Material aller Bands die ich bisher gehört habe, vollkommen unterschied. Das war durchkomponiert bis ins Letzte... akustischer Perfektion, epische Klänge ohne abgedroschene Stereotypen oder stupide Harmonien. Zurücklehnen, Augen schließen und genießen. Parallel dazu hatte ich gerade meine ersten Gehversuche am 6-Seiter gestartet und bemerkt, dass im Grunde alles was ich bis dahin toll fand, gitarrentechnisch (und daher auch musikalisch) Schrott ist. Ich begann also angefangen mit der opeth'schen Diskographie mich durch das breitgefächerte Welt des hochwertigen Death Metals zu hören und ein wirklich glücklicher Mensch zu werden.

Das Album ist geprägt durch eine perfekt abgeschmeckte Komposition von Härte, Klang, Harmonie, musikalischer Finesse, Spannungsbögen die einen Großteil der klassischen Musik alt aussehen lassen und dosierter, aber dadurch umso effektvollerer Energie. Insbesondere an den jüngsten Veröffentlichungen der Band scheiden sich bekanntlich die Geister. Aber auch der größte Kritiker wird zugeben müssen, das Opeth nie etwas blutleeres oder halbherziges abgeliefert haben und die Metalszene mit den ästhetisch schönsten und anspruchsvollsten Werken bereichert hat.

 

Von: Boern

Welche Band: Pink Floyd
Album: Wish you were here
Genre: Progressive Rock

Geilster Moment:

Was 'ne Frage, die ganze Platte ist von vorne bis hinten ein geiler Moment! Immer und zu jeder Tages- und Nachtzeit. "Wish you were here" ist einer der Startpunkte meiner musikalischen Sozialisation. Pink Floyd waren DAS musikalische Highlight der Jugend meiner Eltern. Wenig verwunderlich, dass diese Platte wie auch auch "The Dark Side of the Moon", um eine weitere überragende Platte in den Raum zu werfen, auch in meiner Kindheit noch rotierten.
So war auch mein Wunsch, die Gitarre als Instrument zu erwählen, maßgeblich vom Spiel David Gilmores motiviert. Erst in heutigen Tagen bilde ich mir ein, die Genialität der Kompositionen auch nur Bruchstückhaft begreifen zu können. Diese sind, entgegen ihres Alters, auch heute noch zeitgemäß und werden wohl noch viele Generationen überleben. Ich kann die Anzahl der Rotationen nicht mehr nachhalten, die diese Platte bei mir gedreht hat, ich entdecke jedoch jedes mal neue Highlights und Finessen, die diese Götter der Rockmusik eingebaut haben.

Die Platte startet direkt mit ihrem Highlight, ach was sag ich, mit DEM Highlight der Rockmusik überhaupt, den Teilen 1-5 des insgesamt über 25 Minuten lagen Epos "Shine On You Crazy Diamond", welches sich Thematisch mit dem drogenbedingten Absturz des ehemaligen Bandmitglieds und früherem Musikgenie Syd Barrett auseinander setzt. Ein Stück, was mich vom ersten Synthiesound bis zur allerletzten Sekunde völlig in seinen Bann zieht. Ein guter Schachzug, den zweiten Teil des Songs als letzten Track auf die Platte zu setzen, runder geht es nicht.
Doch auch die folgenden Songs "Welcome to the Machine" und "Have a Cigar" sind wahre Brecher, aber vor allem aktueller den je, setzen sie sich kritisch mit Entwicklungen in der Musikindustrie auseinander und prangern zu wenig Interesse für die Musik als mehr für ihre Verkäuflichkeit an. Entwicklungen, deren Konsequenzen wir heute ausbaden müssen. 1975, verdammt weitsichtig waren die Herren damals. Vor den zweiten Teil von "Shine On You Crazy Diamond" hat man aber noch den Titeltrack der Scheibe, "Wish You Were Here" gesetzt, das wohl zeitgleich populärste Stück des Albums. Entgegen der landläufigen Annahme ist es kein Liebeslied, sondern setzt sich ebenfalls mit dem eingangs erwähnten drogeninduzierten Absturz von Bandleader Syd Barrett auseinander.

Oder in einem Satz: Verdammter Wahnsinn, diese Scheibe!

Wer die Möglichkeit hat, sich eine der super raren Quadrofonie-LPs zu besorgen, MUSS dies tun. Diese Platte lebt absolut vom Raumklang. Alternativ, für die modernen unter uns, tuts natürlich auch der 5.1 Mix von 2009.

 

Von: Lawbringer

Welche Band: Blind Guardian
Album: Somewhere Far Beyond
Genre: Speed Metal

Geilster Moment:

Wenn die ersten Akkustik-Töne des "Bard's Song" von der Bühne erklingen und jeder, wirklich jeder von gespannter Vorfreude gepackt wird um dann lauthals mitzusingen, maximum Gänsehaut.

 

Das 1992 erschienene Album erhielt ich 1993 von meine Sippenführer bei den Pfadfindern, der meinte, dass mein bis dahin gepflegter Musikgeschmack verbesserungswürdig sei. Recht hatte er, denn dieses Album hat mich sofort gecatcht. Die Art, wie die Band hier bekannte Fantasygeschichten in Ohrwürmer umsetzt, war für mich lange Zeit das Maß der Dinge ("klingt ganz gut, aber nicht wie Blind Guardian"). Auch heute noch kann ich nicht nur alle Texte des Albums auswendig, sondern kenne auch jeden Ton.

 

Von: Adjutant Oli

Welche Band: Deep Purple
Album: Made in Japan
Genre: Hard/Psychedelic Rock

Geilster Moment:

Deep Purple’s “Made In Japan” hörte ich das erste Mal mit 16 Jahren. Auch wenn mein damaliger Musikgeschmack in einer ganz anderen Ecke angesiedelt war, war ich immer wieder neugierig genug, um mir einige der Hard Rock-CDs meines Vaters anzuhören. Meist kannte ich die Bands und die Songs nicht, doch bei dieser CD war es anders: “Smoke on the Water” war mir bekannt und auch den Namen der Band hatte ich schon mal gehört. Ich lieh mir die CD aus und sie verschwand für lange Zeit in meinem Zimmer. Denn nach dem ersten Hören folgte der zweite Durchgang und diesem viele weitere Durchgänge mehr…
Doch was war es, was mich so begeisterte und sich so hartnäckig in mir festsetzte, dass ich die CD immer und immer wieder hören musste? Es waren mehrere Faktoren:

- die Hingabe der Musiker, wie sie ihre Instrumente spielen. Sei es das knapp siebenminütige Drumsolo von Ian Paice bei “The Mule“, die zahlreichen Soli von Ritchie Blackmore oder einfach nur die Stimme von Ian Gillan
- die Energie der Songs, die durch die oben genannte Hingabe entsteht und mich einfach mitriss
- der Einsatz einer Hammond-Orgel, der mir bis dahin fremd gewesen war, mich aber sofort faszinierte.

Beim Hören von “Made in Japan” wurde immer mehr der Samen in mir gesät, der später die Grundlage für meinen jetzigen Musikgeschmack werden sollte. Es hat zwar noch einige Zeit und viel weiteren musikalischen Input gebraucht, eher er austrieb, doch nun steht er in voller Blüte!

 

Von: Samir

Welche Band: Iron Maiden
Album: Somewhere In Time
Genre: NWoBHM

Geilster Moment:

Mit diesem Album verbinde ich viele geniale Momente, aber einen ganz besonders: Er ist aus dem Jahr 2003. Ich hörte seit ca. zwei Jahren härtere Musik und schon damals war Iron Maiden meine Lieblingsband. Meine Schwester befand sich auf einem Austausch in England und brachte mir kein popeliges Souvenir mit, sondern mein erstes Bandshirt überhaupt, das originale "Somewhere In Time"- Shirt. Noch heute hüte ich das Shirt, obwohl ich es nicht mehr tragen kann, wie einen Schatz und werde es irgendwann einrahmen lassen.

Die Frage nach einem wirklich prägenden Album zu beantworten ist ziemlich schwer. Da ich mit Iron Maiden Zugang zu härteren Klängen gefunden hab und die Band auch heute noch zu meinen absoluten Favoriten zählt, musste ich jedoch eines ihrer Alben nehmen. Viele Leute werden wohl Number Of The Beast" oder ein anderes Album favorisieren, aber ich finde, dass die Band mit "Somewhere In Time" nochmal eine Spur besser agiert, als auf jedem anderen Album. Das Synthie Intro von "Caught Somewehere In Time" ist für die damalige Zeit gewagt angelegt und läutet eine Platte voll Liebe zum Detail ein. Sei es ein Evegreen wie "Wasted Years", ein Live Knaller der Marke "Heaven Can Wait", oder auch das epische "Alexander The Great", jeder Song ist ein Highlight und stampft in Sachen Songwriting die anderen großen Bands in den Boden.
Hinzu kommt ein Cover, dass nur so vor Ideen strotzt und sowohl Applikationen früherer Alben und Singles, als auch lustige Kleinigkeiten enthält und immer wieder zum Analysieren einlädt.
Deswegen bleibt mir nur zu sagen: ich liebe diese Band und ganz besonders dieses Album, welches ich mittlerweile auf Kassette, CD, Vinyl, als Shirt und Pulli besitze und jedem Musikinteressierten und -uninteressierten empfehle.

 


Von: Fiolkman
Band: AC/DC
Album: Highway to Hell
Genre: Hard Rock / Heavy


Geilster Moment:

Ausgerechnet beim Übersong “Touch to Much” stürmte meine Mutter wutentbrannt und im hassgetriebenen Blutrausch in mein Kinderzimmer, riss das Vinyl vom noch laufenden Plattenspieler herunter und versuchte die Platte über dem Knie zu zerbrechen. AC/DC hat sie beim gefühlten 139. Mal in Folge an diesem Tage fast in den Wahn getrieben. Was sie nicht wußte...Ich hatte rechtzeitig zur Sicherheit eine Kopie auf Kassette angefertigt. Zum Glück!!

Im zarten Alter von 9 Lenzen bekam ich 1979 den Auslöser meines Metaller-Lebens in Form der gerade veröffentlichten LP “Highway to Hell” von AC/DC geschenkt. Seit dem ersten Komplett-Durchlauf rotierte das Vinyl täglich mehrfach mit wachsender Begeisterung rauf und runter. Die ersten beiden Songs “Highway to Hell” und “Girls Got Rythm”, sowie “Touch to Much” und das abschließende “Night Prowler” brannten sich bis heute (fast 35 Jahre später) unauslöschlich in mein Herz. Dieses Album packte mich wegen der für damalige Verhältnisse brutalen Stimme Bon Scotts, gepaart mit den wilden und rebellisch wirkendenden Instrumenten. AC/DC waren die “Einstiegsdroge” und der Startpunkt meiner HEAVY METAL-Leidenschaft, die mich in musikalicher Hinsicht bis in die extremsten Unterarten sämtlicher Spielarten dieses wunderbaren Lebensgefühls und der Energie des METAL gezogen hat und weiterhin Eins mit meiner Leidenschaft bleiben wird. Deshalb ist “Highway to Hell” MEIN Album schlechthin!!!

 

Von: Asgrimur

Welche Band: Blind Guardian
Album: Nightfall in Middle-Earth
Genre: Power Metal


Geilster Moment:

Sich die von Blind Guardian erzählten Geschichten durch den Kopf gehen lassen und diese dann in den Zusammenhang der Silmarillion-Erzählung zu bringen. Freakig, aber geil!
Das 1998 erschienene Album verzauberte mich zwar erst mehr als ein Jahrzehnt später, verzaubert hat es mich nichtsdestotrotz. Auch nach 15 Jahren hat „Nightfall in Midlle-Earth“ nichts an seiner Genialität verloren. Nicht nur Hansis unglaubliche Stimme, auch das geniale Riffing, einfach diese wunderschöne Symbiose von grandiosem Metal und dieser grandiosen Geschichtenerzählung, inspiriert von J.R.R. Tolkien, haut mich jedes Mal aufs Neue um. Als unbeschreiblich großer Fan von Tolkiens Werken kann ich mir nur wenig Schöneres vorstellen, als die Geschichten des Silmarillion von dieser grandiosen Band vertont zu hören. Für mich ein zeitloses Album mit unheimlich hohem Stellenwert, das ich immer gerne höre und das sicherlich auch noch in zwanzig Jahren tun werde.

 

Von: Adjutant Dornenkönig

Welche Band: Totenmond
Album: Tonbergurtod (2005)
Genre: Punk influenced Thrash/Death Metal


Geilster Moment:


Ich war zwischen 17 und 18 rum als mir im damaligen Müller Drogeriemarkt in Calw diese CD ins Auge stach als ich mich, wie so oft nach der Schule dem CD-Regal von A-Z durchsuchen hingab. Damals war ich ein fauler Zeitungsausträger hatte grade erst meine erste vermeintliche Beziehung hinter mir und arbeitete redlich motivationslos an meinem Realschulabschluss, war viel mit Punks unterwegs, da es in meinem Alter zu dieser Zeit in Calw kaum Metaler gab und irgendwie musste man ja Leute finden mit denen man gepflegt eskalieren konnte. Dementsprechend kannte ich viele der deutschen Punk Klassiker, so auch den Song Polizei SA SS, von dem ich wusste das Totenmond ihn auf der vorherigen Platte gecovert hatten. Besagten Cover-Song kannte ich wiederum von einem Hammer (ja damals wollten sie noch kein Metal davor setzten die Luschen) Sampler. Ich mochte die forsche, agressievere Herangehensweise an den Song und wie die Band ihm seinen unnachahmlichen Stil aufdrückte. Im Nuclear Blast Katalog stand auch ein kleiner Artikel über das neue Album, der ganz interessant klang.

Also zögerte ich nicht lange, griff zu und plünderte meinen Geldbeutel mit dem Wissen, weg gehen is bis Ende des Monats erstmal nicht wa. Bereut habe ich es schlussendlich nicht. Raus aus'm Müller ab in den Bus gehen Hinterwäldler Kaff Agenbach, das ich damals noch leidlich meinen Heimatort schimpfen durfte. Im Bus suchte ich mir möglichst einen Platz ganz hinten wo mir niemand auf die Eier gehen konnte, denn ich wollte meine Neueste Scheibe gleich in den Discman (ja sowas gabs mal^^) stecken und in Ruhe Krach hören. Was sich dann offenbarte hatte zu meiner freudigen Überraschung wesentlich mehr Räudigkeit als besagte Coverversion. Gleich der erste Song 'Wurmerbarmend' beginnt mit stumpfen D-Beat Schlagzeug, Thrash Riffing und dem Ausruf 'Keine Sonne mehr'. Ich hatte Feuer gefangen. Gut damals hatte ich noch nicht so viel Ahnung um es irgendwie Genre-technisch einzuordnen, aber das war und ist ja eigentlich auch egal. Hauptsache es knallt und das tut diese Album immernoch, selbst jetzt als ich mir die Scheibe nochmal durch höre. Es ist und war nie eine Party Musik, aber dennoch hatte ich schnell meinen damaligen Besten Freund und Schnidel Cousin angefixt. Oft fuhren wir mit der Platte im Autoradio von Agenbach aus nach Nagold zum nächstgelegenen Mediamarkt (,den da war die CD und DVD Abteilung größer) oder Sonstwo hin. Laut gröhlten wir Passagen mit wie:

Kirche brennt Heidenfeuer
Lichterkette Flammenrad
Wärmequelle Kirchensteuer
wird jetzt teurer Heldentat
hält euer Gott die zehn Gebote

Es war unser Abschlussjahr und es war unser ganz spezieller Akt der Rebellion diese Scheibe zu unserem Soundtrack des Sommers zu erklären, sehr zum Unmut der Ansässigen Eingeborenen Stämme und diverser Freunde die wir damit maltretiert haben. Songfetzten wie 'Ein Loch weiter und du bist im Elend' oder 'Der Beischlaf hält nicht was die Onanie verspricht' mögen aus dem Zusammenhang gerissen recht pubertär wirken, aber wer sich näher mit den komplett kuriosen Songtexten beschäftigt wird so manches anders sehen.

 

Von: Grave

Welche Band: Axxis

Album: The Big Thrill

Genre: Hard Rock / Heavy

 

Geilster Moment:

Mit ca. 400 uralten Rockern vor der zweiten Bühne des Summerbreeze 2002 auf AXXIS zu warten und Nightwish oder wer auch immer da gerade von der anderen Bühne runtergesülzt hat im Chor entgegenzuschreien: „Ihr könnt nach Hause gehen“ - BÄM!

 

Axxis „The Big Thrill“ war neben „And Justice for All“ von Metallica mein Weg zu meinem heutigen Musikgeschmack. Als 12 jähriger Steppke hatte ich die CD bei meinem Bruder genatzt und hoch und runter gehört bis sie mir aus den Ohren getropft ist. Die Mischung aus Hard Rock und etwas Heavy – Und das noch dazu von einer deutschen Kombo – war in einer Zeit als jeder andere sich eher die ersten Bravo-Hits Compilations besorgt hatte definitiv etwas Besonderes. Wenn ich mir die Scheibe heute reinziehe und die Hammersongs „Against a brick wall“ oder „The Wolf“ anhöre, bekomme ich immer noch Gänsehaut und beim Sport im Shufflemode meines MP3 Players fordern die Tunes auch jedesmal Höchstleistung. Wer die Band nicht kennt und auf guten alten Hardrock mit der richtigen Mischung aus Power und Balladen steht, sollte sich das Teil UNBEDINGT reinziehen!


Weitere Informationen

  • Band: Deep Purple, Nargaroth, AC/DC, Axxis, Opeth, Pink Floyd, Blind Guardian, Iron Maiden, Totenmond
  • Erscheinungsdatum: 01.01.2014
  • Fazit: Einige der besten Metalalben unserer Zeit
Gelesen 1755 mal Letzte Änderung am Mittwoch, 01 Januar 2014 11:56

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