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Freitag, 27 Dezember 2013 16:59

Quintessenz - Back to the Kult of the Tyrants Vinyl Review

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Pünktlich zum Jahresende wird es auch wieder Zeit für eine Vinylreview aus dem Hause Undergrounded. Hierfür heute auf dem Drehteller: Quintessenz mit dem Debutalbum “Back to the Kult of the Tyrants“. Seit 2010 wütet das Nordrheinwandalen Einmannprojekt durch die Musiklandschaft und kann nach dem 2011er Demo und der 2012 veröffentlichten EP nun das erste mal seine Qualitäten auf einem Langspieler beweisen.

Es gibt 2 Versionen der Platte: Einmal in rot/schwarzem Splatter Vinyl, limitiert auf 100 Einheiten. Davon nochmals aufgeteilt je 30 mit Tshirt,Patch,Poster und CD und 70 nur mit Patch und Poster. Beiliegender Patch ist gewebt und zeigt das Plattencover. Die andere Version kommt in Schwarzerm Vinyl und ist auf 400 Exemplare limitiert. In meinem Fall ist es eine der 70 rot/schwarzen Splatter Editionen mit Aufnäher und Poster.

Mysteriös startet die Platte mit dem Intro “Reinflame the Stake“, dumpfe hallende Tieftöne und eine fast schon flüsternde Stimme, ein Aufschrei und los geht die Oldschoolschlacht. Black Thrash vom Feinsten donnert aus den Boxen. Keifende Vocals, rifflastige Gitarrenschnellfeuer… Genau so hab ich mir das vorgestellt. Der Titeltrack schlägt voll ein. Schnelle fast schon rockige Riffpassagen gepaart mit Sperrfeuer aus der Schießbude und aggressiven Vocalattacken fetzen derart und bringen buchstäblich das Flair aus alten Tagen mit sich. Atmosphärisch gibt die Vinylversion den Grandiosen Sound unverändert an das Lautsprechersystem weiter und man kann wirklich jeden Ton voll und ganz genießen. Bei “Nekrowhore“ höre ich schon fast die punkanleihen der mittleren Darkthrone Ära heraus. Doch noch mit freistehendem Charakter und keines Falls uneigenständig. Ein mächtiger Brocken schwarzen Thrashs, das man hier von Quintessenz vorgesetzt bekommt. “Sepulchral Desecration“ und “Black Metal Holocaust“ haben ebenfalls skandinavische Einflüsse in sich und runden Side-Kult stimmig ab. Bis jetzt ist der treffliche Name des Albums sicherlich nicht unverdient, denn was ich da bis jetzt zu hören bekam ist absolut großartig und trifft genau den Punkt, den ich mir von Black/Thrash erhofft habe.

Side-Tyrants legt noch ein paar Schippen Kohle nach und poltert mit “Ancient Rites“ noch ein bisschen temporeicher los. Hier und da ein gepflegtes “Uh!“ schadet ja bekanntlich auch nie. In meinem Gesicht spiegelt sich ein gefälliges Grinsen wieder, denn die Platte entwickelt sich für mich schon jetzt zu einem absoluten Killeralbum. “D-Beat Hammer“ hält was es schon im Namen verspricht. Energiegeladen und unaufhaltsam bahnt es sich den Weg in die Gehörgänge und nimmt keine Gefangenen. Mit “Wings of Blasphemy“ kommen wieder etwas punkigere Riffs ins Spiel. Selten habe ich so viel Energie in einem Titel vernommen wie hier in diesem Fall. Für mich der absolute Übersong auf der Scheibe. Letztendlich bleiben noch die beiden letzten Songs “Hail the Hordes of eternal Death“ und “Iron Hammer Sacrifice“ die im Prinzip nur noch Formsache zu sein scheinen und einfach nur den übrig gelassenen Kadaver an Zuhörer voll wegpusten.

Ein Höhepunkt zum Jahresende, der mich schwer an vergangene Tage mit Bands wie Hellhammer, Celtic Frost oder eben obengenannten Darkthrone erinnert. Aber ich denke dass das auch durchaus so gewollt ist. Wenn die Spielzeit nicht so knapp bemessen wäre würde es hier zu eine Spitzennote reichen, doch mit knapp über 30 Minuten war hier leider der Wurm drin. Der Sound auf Vinyl ist wirklich bestechend, druckvoll und enthält trotzdem noch die nötige Portion Ranzigkeit, die zum nötigen Oldschool Faktor beiträgt. Für Liebhaber oben genannter Stilgruppen ein absoluter Pflichtkauf!!!

 

Tracklist:

01. Reinflame the Stake
02. Back to the Kult of the Tyrants
03. Nekrowhore
04. Sepulchral Desecration
05. Black Metal Holocaust
06. Ancient Rites
07. D-Beat Hammer
08. Wings of Blasphemy
09. Hail the Hordes of Eternal Death
10.
Iron Hammer Sacrifice

 

Bewertung:

 

Cover und Umfang (5/10):


- Hammer Artwork dass auch auf dem Patch sehr fein zur Geltung kommt

- Verschiedene Vinyl-Versionen und Limitierungen

- Mit knapp über 33 Minuten auf 10 Tracks leider sehr schwach

Abwechslung (9,5/10):

- Abwechslungsreiche Riffpassagen mit zum teil punkigem Einfluss

- Tempowechsel und detailreiche Ausschmückungen mit absolutem Oldschool Faktor

Sound (9/10):

- Erstklassige Abmischungen und absolut passend zum Genre

- Stimmig abgemischte Instrumente fügen sich gut ineinander

 

Gesamtpunktzahl:

8,5/10

Release: 30.September 2013

Label: Evil Spell Records

Genre: Black Thrash Metal

 

Weitere Informationen

Gelesen 2180 mal Letzte Änderung am Freitag, 27 Dezember 2013 17:10

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