Montag, 28 Oktober 2013 09:42

Minotauro - Master Of The Sea

geschrieben von Ghostwriter
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(2 Stimmen)
Master Of The Sea Master Of The Sea Minotauro

Episch, melodisch, abwechslungsreich. So klingt das Debüt der Italiener von Minotauro „Master Of The Sea“ In feinster Stratovarious-Manier spielen sich die sechs Jungs durch ein ausgefeiltes und durchdachtes Gesamtwerk, das durch die Bank weg mit Drehungen, Wendungen und intelligenten Twists aufwartet.

Unterstützung bekommen die Klassik-Metaller von diversen Künstlern anderer Bands wie z.B. Goran Edman (Karmakanic, Yngwie Malmsteen) und Tom Naumann (Primal Fear, Sinner). Für den klassischen Bereich wurde das kroatische Orchester „IstiraPhonic“ ins Boot geholt, während man sich für das Mastering Achim Köhler verpflichtete, der auch für Primal Fear und diverseste Metalbands (Amon Amarth, Sodom, Sonic Syndicate usw.) schon das Beste rausholte. Und so beginnt gleich der erste Track „Idol“ gekonnt mit ausgiebigen Intro und einer Länge von knapp 7ben Minuten insgesamt sehr melodiös und episch. Ausgefeiltes Riffing gepaart mit ambienten Sound von Wind und Wetter im Hintergrund und dem ersten Einsatz des Orchesters wird man schön auf das Kommende eingestimmt. Titeltrack „Master Of The Sea“ beginnt sehr Trans-Siberian Orchestra Like und gibt einen schnellen Takt vor. Zur Mitte bekommt IstiralPhonic nach einem schönen Riffing die Möglichkeit aus dem Hintergrund hervorzutreten und mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln Gänsehaut zu erzeugen.

 

Besonders bei Track 3, „Hero“ erinnert mich die Stimme von Rudy Berginc brutal an Apollo Papathanasio, Röhre der jüngst wiedervereinten Melo-Deather „Gardenian“. Auch wenn Rudy mit seiner Stimme durchaus ein zentrales Element darstellt und die Musik insgesamt sehr trägt, lässt er doch auch immer wieder seine Mitstreiter in den Vordergrund treten, was andere Bands in diesem Genre weniger gut hinbekommen. Bei „Another Day“ und damit einem eher balladig angehauchten Stück wird es eher ruhiger und Rudy kann wiederholt seine epische Seite raushängen.

 

„The Taste Of Freedom“ beginnt etwas rockiger, wird dann allerdings von Streichern und Bläsern sowie weise gesetzten Pausen dominiert. Der Schluss ist ein einziges Soli mit divers verzerrten Soundeffekten von Gitarre und Dose. „Devil's Sign“ ist ein mehr als würdiger Abschluss des Albums und beginnt mit getragenen Geigen und Streichinstrumenten bevor nach einem Paukenschlag und einsetzenden Gitarren wieder Rudy das Zepter übernimmt. Insgesamt ist „Devil's Sign“ nochmal ein Durchlauf durch das Gehörte mit Solis und Orchesteruntermalung und kann durchaus als Referenzstück herhalten. In diesem Sammelsurium von Talent, Erfahrung und Spielfreude noch etwas zu versemmeln wäre nur mit Anstrengung möglich gewesen und so klingt das Debüt einfach nur rund und macht beim Lauschen mehr als Freude!

 

Tracklist:

01. The Idol
02. Master Of The Sea
03. Hero
04. The Day Of Redemption
05. Another Day
06. Never Loose Your Faith
07. This Is What We Need
08. The Taste Of Freedom
09. Devil`s Sign

 

Bewertung:

9 von 10 Punkten

Weitere Informationen

  • Band: Minotauro
  • Album Titel: Master Of The Sea
  • Erscheinungsdatum: 13.09.2013
  • Fazit: Wer Spaß an Stratovarious, Trans-Siberian Orchestra und Gardenian hat, dem sei ein Kauf unbedingt empfohlen!!!
Gelesen 1931 mal Letzte Änderung am Montag, 28 Oktober 2013 15:47

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