Auch der zweite Tag des diesjährigen Prophecy Fests wartete mit starken Line-Up auf. Waren zur ersten Band noch viele Festivalbesucher auf dem kleinen, aber feinen Campground verblieben, frühstückten beim bereitgestellten, kostengünstigen Buffet oder tranken noch gediegen einen Wein auf dem Vorplatz der Höhle, ging es im Inneren der Balve Cave mit den Holländern von Laster los. Die dreiköpfige Post Black Metal-Combo aus Utrecht überzeugte mit ihrem avantgardistischen Auftritt und mal harschen, mal progressiven Sound. Stücke von ihrem aktuellen Album „Het wassen oog“ wie „Vacüum != Behoud“ oder „Schone schijn“ stellten dabei unter Beweis, was viele an der Band so fasziniert: Laster spielen Black Metal, ohne wirklich die klassischen Brandzeichen des Black Metal zu tragen. Auf der Bühne tragen die Herren dabei stets anonymisierende, weiße Schädelmasken, die auch auf Promo-Bildern der Band zum Wiedererkennungswert beitragen, die Vocals stammen dabei von allen dreien aus dem Ensemble und erinnern noch am ehesten ans Genre Black Metal – letztendlich ist die Musik aber häufig eher rockig, nur um dann wieder in chaotischen Kaskaden auszubrechen. Schade, dass Laster so früh auf der Bühne standen, entwickelten sie sich doch zu einem der interessantesten Acts des gesamten Festivals!

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Samstag, 21 September 2019 18:00

UNTER DEM RADAR - SUN WORSHIP (BLACK METAL)

In Zeiten, in denen Bands wie Winterfylleth oder Wiegedood durch die Decke gehen und zu wahren Lieblingen der Black Metal-Szene avancieren, wird die Frage laut, ob auch aus der deutschen Ecke vergleichbare Bands kommen. Aber warum eigentlich vergleichbar? Vielfach zeichnet sich moderner Black Metal -man blicke vor allem nach Frankreich- durch eine stark wachsende Avantgarde aus. Dies ist nicht schlecht, aber für Freunde geradliniger Musik oftmals zu viel des Guten. Glücklicherweise gibt es aber ja die andere Seite: Und zu dieser kann man Sun Worship zweifelsohne auch zählen.

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