Samstag, 08 Februar 2020 11:23

Mystik - Mystik

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In Schweden gibt es momentan jede Menge Potential für Oldschool Metal-Fans, sei es festivaltechnisch mit dem Muskelrock oder natürlich auch Bands betreffend mit Gruppen wie Enforcer, Ambush oder Bullet. Mystik gehört zu dieser neuen Riege, die sich dem klassischen Heavy Metal verschrieben haben. Mit ihrer gleichnamigen Debütscheibe von 2019 hat die Truppe aus Stockholm nach ihrer Demo "Demon" erneut zum Angriff geblasen.

Mit Ausnahme von Drummer Sven Nilsson, der unter anderem auch bei Antichrist die Schießbude betreut, ist Mystik fest in weiblichen Händen. Frontfrau Julia von Krusenstjerna, die manchen auch aus der schwedischen Formation Source bekannt sein durfte, sorgt neben den Vocals auch für ordentlich Druck aus dem Bass und bildet mit den beiden Gitarristinnen Beatrice Karlsson und Lo Wickman die Gefechtslinie von Mystik. Und auch bei der Produktion hat kein Unbekannter die Hände mit im Spiel, nämlich der ehemalige Marduk-Haudegen Magnus Devo Andersson.

Schnörkellos und mit ausgezeichneter Gitarrenarbeit startet man in eine gut 36 Minuten lange Reise zurück in die 80er Jahre, mit einer Mischung aus europäischem NWOBHM und klassischem US Metal. Dabei erinnern manche Passagen an alte Werke von Portrait oder auch die US-Metaller von Satan's Hallow, die sich leider 2017 aufgelöst haben. Die Geschwindigkeit bleibt bei allen 8 Songs relativ hoch und sorgt dabei trotzdem für Akzente. Der Gesang könnte dabei manchmal zwar etwas eingängiger ausfallen, jedoch tut das dem Hörgenuss im Gesamten nur wenig Abbruch. Als Anspieltipp kommen "Nightmares" oder auch "Lake Of Necrosis" in Frage. Letzteres enthält auch Gesangspassagen in schwedischer Zunge und kann mit ausgezeichneten Leadparts von Gitarristin Beatrice Karlsson glänzen.

Trackliste:

A1. Into Oblivion

A2. Nightmares

A3. Ancient Majesty

A4. Gallows Hill

B1. Lakes Of Necrosis

B2. Hellish Force

B3. Bleed For The Night

B4. Mystik

Bewertung:

7 von 10 Punkten

Weitere Informationen

  • Band: Mystik
  • Album Titel: Mystik
  • Erscheinungsdatum: 17.05.2019
  • Fazit: Für eingefleischte Liebhaber von Oldschool-Heavy Metal und alten Speed Metal-Haudegen auf jeden Fall eine Empfehlung wert. Mystik brauchen sich nicht verstecken mit ihrem gelichnamigen Debütwerk, das aber auch noch Luft nach oben lässt.
Gelesen 1776 mal Letzte Änderung am Mittwoch, 12 Februar 2020 01:56

Medien

Nightmares Mystik / Mystik / I Hate