Warnung

JUser: :_load: Fehler beim Laden des Benutzers mit der ID: 65

Dienstag, 06 Dezember 2011 03:39

Bang your head 2011

geschrieben von
Artikel bewerten
(0 Stimmen)
Bang Your Head Bang Your Head

Alle Jahre wieder. Bang Your Head. Unser Heimspiel! Dieses Jahr mit relativ erträglichem Wetter. Keine Hurricanes, Tornados, Hagelstüme, oder Dürreperioden...

Für mich begann das diesjährige Kopfschütteln mit Crystal Viper. Was für eine mächtige Live-Performance! Ein genialer Auftakt. Nicht ganz so überzeugend waren Stormwarrior. Die Vocals  waren einfach nicht auf CD-Niveau. Schade! Weiter ging es für mich dann mit Crimson Glory und Quiet Riot, welche beide ALL meine Erwartungen um Längen übertrafen. Crimson Glory's Midnight und Quiet Riot's Kevin DuBrow können nicht ersetzt werden, da sind wir uns bestimmt einig, aber Todd LaTorre und Mark Huff leisteten großartige Arbeit, und konnten die beiden kürzlich verstorbenen Musiker mehr als nur gebührend vertreten! Absolute Highlights des BYH 2011!

Im Anschluss lieferten OverKill und Immortal wieder erstklassiges Geknüppel ab und räumten gegen halb 10 am Abend die Bühne für Accept. Bei diesem Gig wurde auch noch der letzte Zweifler überzeugt. Zugegeben, auch wir hielten die Idee für eher schlecht als recht, Udo Dirkschneiders Stimme ersetzen zu wollen, aber WOW! Mark Tornillo (ehemals bei T.T. Quick) ist ein so genialer Musiker, der die Vocals noch passender als Udo darbieten kann. Auch Mr Dirkschneiders Band U.D.O. sieht gegen das neue Accept absolut kein Land.

Am Samstag und damit leider schon dem letzten Tag des Bang Your Head, beginnt der Tag BYH-typisch ziemlich oldschool, mit Metal Inquisitor und Tygers Of Pan Tang. Beide Bands lieferten sehr gute Performances ab, und man fragt sich erneut, wieso so viele Bands nie den richtig großen Durchbruch gepackt haben, und wohl auch nicht mehr packen werden. Weiter ging es für mich erst mit Astral Doors, deren keyboardlastiger melodischer Heavy- bzw. Power-Metal dieses mal nicht ganz so gut ankam wie etwa in Wacken 2010. Einerseits kam Nils Patrik Johanssons Stimme einfach nicht so überzeugend rüber, wie man es von den Studioaufnahmen kennt (er ist aber durchaus in der Lage live so gut zu singen, nur scheint seine Stimme ein wenig angeschlagen gewesen zu sein), andererseits war die gesamte Abmischung des Sounds einfach nicht so, wie sie hätte sein sollen. Nach dem Gig in der Volksbankmesse am Anfang des Jahres lassen sich auch die Jungs von Helloween wieder in Balingen feiern. Ein tolles Songpaket, eine mitgehende Menge und eine vernünftige Spielzeit machten den Auftritt perfekt. Deutlich wurde wieder einmal, dass nahezu keiner Interesse an den neuen Liedern hat. Zumindest Live nicht. Oder man kennt sie einfach nicht. Selbst ich als großer Genre-Fan muss zugeben, dass das neue Material mich nicht vom Hocker haut, oder gar zum Konzert lockt. Wir wollen die Klassiker hören. Und die bekamen wir glücklicherweise auch.

Ganz anders sieht die Sache bei Slayer aus. Ihr letztes Werk „World Painted Blood“ passt sich nahtlos in die alten Prügelplatten ein, und liefert so neuen Kampfstoff für mächtige Liveauftritte. Viel Druck, Viel Krach, Viel Bangen und Viel Gerangel und Gemoshe. Slayer auf hochtouren! Jetzt nur noch ab zu Lordi in eine völlig überfüllte Halle, in welche die Securities nur im Schneckentempo Metalheads einströmen lassen. Wirkte ein wenig unorganisiert. Lordi jedoch machten alles wieder gut, indem sie eine effektreiche Bühnenshow hinlegten, nahezu alle nennenswerten Songs darboten und mit einer riesigen Power die Stage enterten. Ein toller musikalischer Abschied und wieder mal ein bombastisches Feuerwerk lassen uns auf ein geniales Wochenende zurückblicken.
 
Und so überstanden wir dieses Jahr  nahezu ohne im Unwetter zu versumpfen. Erst am Sonntag Morgen beim abbauen der Zelte, ließen die Wettergötter uns noch einmal im Regen leiden. Vermutlich hatten sie Slayer verpasst und waren nun zornig...Man sieht sich nächstes Jahr in Balingen!

Gelesen 2547 mal Letzte Änderung am Mittwoch, 08 Februar 2012 17:51