Dienstag, 19 August 2014 17:16

Skyconqueror - Under The Pentagram

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Es gibt viele Bands, die schon seit Jahren bestehen, aber man selber hat sie noch nie gehört bzw. wahrgenomnen. Skyconqueror ist so ein Beispiel dafür: seit ihrer Gründung im Jahre 1997 erschienen schon mehrere Demos und ein Album. Doch erst mit dieser Review zu ihrem zweiten Album "Under The Pentagram" geriet die Band aus Nordrhein-Westfalen in meinen Fokus und konnte mich auf ihren straighten Heavy Metal aufmerksam machen.

Dabei tut man sich mit "Monolith" als Einstieg in das Album, meiner Meinung nach, erst mal keinen großen Gefallen. Der Song kommt ziemlich brav rüber und zündet daher nicht sofort. Schuld an dem "braven" Klang sind die Vocals, die mir hier zu glatt eingesungen sind und bei denen mir so eine gewisse Fiesheit fehlt. Vielleicht wäre das nachfolgende "Demon" die bessere Wahl als Opener gewesen, denn hier zeigt sich auf einmal das vermisste Etwas in der Stimme von Sänger Demondawn. "Demon" ist ein schneller, rockiger Song, der viele musikalische Einflüsse von Größen des Heavy Metals verarbeitet...das wäre der bessere Start für "Under The Pentagram" gewesen.


Bei den weiteren Songs bleibt man, auch vom Gesang her, beim Stil von "Demon" und macht damit vieles richtig. Die Ausnahme bilden zwei ruhigere Stücke, die leider zu den schwächeren auf dem Album zählen. Irgendwie schafft es die Band nicht, Spannung bei den ruhigeren Songs aufzubauen. Ob es nun "The Dusk" oder "Through Different Eyes" ist, man wird als Hörer bei beiden eher eingelullt, als das man eine kraftvolle oder emotionale Ballade zu hören bekommt. Zum Glück halten sich die ruhigen Stücke in Grenzen, so dass man nicht allzu oft aus dem gut zu hörenden Album gerissen wird.


Was zum guten Hören des Albums beiträgt, ist die Tatsache, dass hier nichts auf modern getrimmt wurde, sondern der Sound den Charme und Charakter von Aufnahmen von anno dazumal hat. Die Gitarre sägt sich in die Gehörgänge, der Bass macht ordentlich Druck und die Drums rumpeln und poltern, wie man es von alten Aufnahmen kennt. Von Nachbearbeitung und Glattbügeln fehlt hier, den Metalgöttern sei dank, jede Spur. Es wäre auch absolut fehl am Platz, Skyconqueror einen sterilen und modernen Sound zu verpassen, dann nehme man der Band ihr Markenzeichen!


Einzig allein der Punkt, dass dem Album das absolute Highlight fehlt, schmälert den guten Gesamteindruck von "Under The Pentagram" etwas. Es gibt keinen Song, der sich deutlich hervorhebt, alles bleibt auf dem selben guten Niveau (bis auf die langsamen Stücke). So wird es schwer, dass sich "Under The Pentagram" längerfristig im Player festsetzen wird und den viel zitierten Test of Time besteht.


Tracklist:

1. Monolith

2. Demon

3. Sanctuary of 83

4. Horsemen of The Grail

5. The Dusk

6. Under The Pentagram

7. Fallen Rainbow Warrior

8. Bells of Fate

9. Through Different Eyes

10. Running High

11. Blade of Black


Bewertung:

7,5 von 10 Punkten

Weitere Informationen

  • Band: Skyconqueror
  • Album Titel: Under The Pentagram
  • Erscheinungsdatum: 02.07.2014
  • Fazit: Einzig allein der Punkt, dass dem Album das absolute Highlight fehlt, schmälert den guten Gesamteindruck von "Under The Pentagram" etwas. Es gibt keinen Song, der sich deutlich hervorhebt, alles bleibt auf dem selben guten Niveau (bis auf die langsamen Stücke). So wird es schwer, dass sich "Under The Pentagram" längerfristig im Player festsetzen wird und den viel zitierten Test of Time besteht.
Gelesen 2849 mal Letzte Änderung am Dienstag, 19 August 2014 17:26

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