Montag, 26 Mai 2014 21:19

Thrashers of the Apocalpyse Split Vinyl - Bitchhammer + Leather Phantom + Slaughtered Existence + Hell Patrol

geschrieben von Phil + Dornenkönig + Ghostwriter
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Thrashers of the Apocalpyse Split Vinyl - Bitchhammer + Leather Phantom + Slaughtered Existence + Hell Patrol Thrashers of the Apocalpyse

Thrash aus Leipzig – und das auf grüner Vinyl als Split mit den vier Bands Bitchhammer, Leather Phantom, Slaughtered Existence und Hell Patrol – das kann ja was werden! Mit ordentlich Mut angetrunken stellen sich Phil, Dornenkönig und der Ghostwriter der Besprechung der edlen Plaste direkt im UG-HQ.

"Bitchhammer" machen den Einstand und fahren „Necrometal“ und „Luciferian War Metal“ auf. Mit Necrometal kommt auch schon die Überraschung – Reiner Thrash klingt anders und ein Black Einschlag lässt sich nicht leugnen, was dem Titel Thrashers of the Apocalpyse direkt lügen straft. Eine Orientierung an die Anfangstage des Deutschen Thrash Metal lässt sich jedoch nicht leugnen. Der Sänger erinnert in seiner Art zu Singen an Tom G. Warrior (Kopf hinter Oldschool Perlen wie Hellhammer und Celtic Frost), das Riffing ist solide und bietet das nötige etwas um dem Gerne gerecht zu werden ohne all zu langweilig daher zu kommen.

 

"Leather Phantom" liefern „Straight Fucker“ und „Miami Heat“ und damit retro gehaltenen klassischen Heavy Metal mit Classic-Rock Anleihen. Wenn auf Straight Fucker noch mit Cheesey Organ und 80er Jahre Synthie hantiert wird und der Sound an C64- Heavy Metal erinnert, bringt Sänger Constantin Strobel die PS leider nicht wirklich auf die Straße. „Miami Heat“ baut mit dem Synthiesound den Eindruck nochmal aus und erinnert irgendwie an Machinae Supremacy mit mehr Metal - Wer den Trailer von Kung Fury gesehen hat, würde vermuten, dass der Soundtrack von Leather Phantom kommt. Extrem gewöhnungsbedürftig aber irgendwie naja - besoffen könnte es Spaß machen.

 

Die vorletzte Band „Slaughtered Existence“ haben mit „Mistress Of Fire“ und „Whiskey U.M“ den bisher härtesten Sound, aber auch im Schnitt die kürzeste Spielzeit am Start. Das war wohl allen bewusst und bei „Mistress Of Fire“ geht es deswegen ohne Umschweife ans Eingemachte. Hartes Riffing, Drumgeballer und eine rostige Röhre liefern eher Death Metal-lastigen Sound. Was ein wenig verwirrt ist der kurze Gesangspart Mitte-Ende des Songs, der zwar kein echtes Solo ist aber auch so sehr hervorsticht dass es deplatziert wirkt. Whiskey U.M. macht das allerdings wieder wett und mit Blastbeats und schnellem Riffing, das fast schon an glorreichere Zeiten im Hause Slayer erinnert, wird das kürzeste Stück der gesamten Scheibe präsentiert. Ohne Soundcheck auf die Bühne, 15 Minuten Set, paar Bier geext, keine Ansage, runter von der Bühne, so lässt sich die Stimmung umschreiben.

 

Der Rauswerfer – im wahrsten Sinne des Wortes ist „Hell Patrol“ und ist einstimmig die schwächste Band der stilistisch durchmischten Scheibe. „Das funktioniert live wahrscheinlich ganz gut, aber vom Hocker haut mich das nicht wirklich“ quarkt Dornenkönig zwischen Bier und Tür. „Where Is The Fire“ erinnert irgendwie an Oldschool Hardcore während Phil „alte Tankard“ Vergleiche zieht. Zum Ende wird es aus Ghostwriter Sicht fast episch mit nicht gekonnten Trans Siberian Orchestra Anleihen, eine sehr strange anmutende Mische. Der Track „Appropriate Reaction“ entschädigt allerdings für den vorherigen Track und tönt sehr gefällig aus den Boxen. Mit einer einsetzenden Klangwand aus Gitarre Nummer zwei und den Drums beenden „Hell Patrol“ klassisch und rund mit Bay Area Thrash anmutenden Klängen.

 

Fazit Phil: Bitchhammer sind definitiv am Geilsten – grundsolider Black-Thrash der Laune macht. Überraschend für mich Leather Phantom wegen dem Retro 80er Style Einschlag – Heftiger Kontrast zur Vorband. Die zweite Seite war irgendwie nicht sehr überzeugend, aber insgesamt dennoch annehmbar weil jede Band irgendwie etwas bisher Unbekanntes ins Feld geführt hat.

Fazit Ghostwriter: Die Split hat durchaus Laune gemacht und wirklich schlecht war keine der Bands. Persönlich am interessantesten Leather Phantom weil ich als Kind der 80er noch mit dem klassischen C-64 Sound aufgewachsen bin und mich an der Art Sound nicht satthören kann. Mehr würde ich auch von Bitchhammer hören wollen, mal schauen was die sonst so im Repertoire haben.

Fazit Dornenkönig: Interessant ist die Split durchaus, wenn auch keine Kaufempfehlung. Toll das sich die Bands aus Leipzig zu so etwas zusammen getroffen haben, sowas würde ich mir von so mancher größeren deutschen Stadt und ihrer ansässigen Metal Szene wünschen um einen kleinen aber feinen Schnitt durch die derzeitige Szene zu bekommen. Am stärksten war für mich Bitchhammer, immer schön wenn eine Band weiß wie man die gängigen Klischees richtig zu bedienen hat^^. Only Death is Real.

Leather Phantom... Bis jetzt weiß ich noch nicht wirklich ob die Band nicht ein reines Spassprodukt sein soll oder ernst gemeint ist. Slaughtered Existence klingen zwar insgesamt am ausgereiftesten aber der Funke will nicht so richtig überspringen. Dennoch solider Death Thrash mit ordentlich Tempo. Zu Hell Patrol, da haben meine Vorredner alles schon gesagt und ich will mich nicht wiederholen.


Tracklist:

1. BitchHammer - Necrometal
2. BitchHammer - Luciferian War Metal
3. Leather Phantom - Straight Fucker
4. Leather Phantom - Miami Heat
5. Slaughtered Existence - Mistress of Fire
6. Slaughtered Existence - Whisky U.M.
7. Hell Patrol - Where Is the Fire
8. Hell Patrol - Appropriate Reaction
9. Slaughtered Existence - Thrashers of the Apocalypse


Weitere Informationen

  • Band: Bitchhammer + Leather Phantom + Slaughtered Existence + Hell Patrol
  • Album Titel: Thrashers of the Apocalpyse
  • Erscheinungsdatum: 21.06.2014
Gelesen 2358 mal Letzte Änderung am Montag, 26 Mai 2014 21:26

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Teaser Thrashers of the Apocalpyse

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