Sonntag, 11 Dezember 2011 15:35

Anvil - Juggernaut of Justice

geschrieben von
Artikel bewerten
(4 Stimmen)
Juggernaut of Justice - Cover Juggernaut of Justice - Cover Anvil

Die kanadische Heavy Metal Band Anvil gibt es anno 2011 nun schon seit 33 Jahren. Trotzdem hat die Band es bis zum erscheinen des Dokumentarfilms „Anvil! The Story of Anvil“ im Jahre 2009 nie geschafft, den Underground zu verlassen. Seit eben jenem Film erfreuen sich Anvil jedoch auf so ziemlich allen größeren Festivals zunehmender Beliebtheit. Nun legen sie mit „Juggernaut of Justice“ auch mit einer neuen Platte nach, insgesamt ist das nun Album Nummer 14.

Und offenbar haben Anvil aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt. Die Aufnahme im Studio von Dave Grohl (Foo Fighters, Nirvana) und die Anstellung von Bob Marlette (Ozzy Osbourne, Marilyn Manson) als Produzent sorgen für einen sehr guten Sound, besonders im Vergleich zum Vorgängeralbum „This is Thirteen“.

Ansonsten bieten Anvil auf „Juggernaut of Justice“ das, was sie immer schon geboten haben: Klassischen Heavy Metal mit einigen Anleihen aus dem Bereich des Thrash. Dabei präsentiert sich das Trio um Gitarrist und Sänger Steve „Lips“ Kudlow deutlich motivierter, als auf den Alben zuvor. Es scheint, als hätten sie neue Spielfreude gefunden und den Spaß am Heavy Metal wiedergefunden.

Die Songs selber sind recht einfach gestrickt, gehen dadurch aber sofort ins Ohr und dürften auch live schnell Begeisterung hervorrufen. Jedoch geben sich Anvilgrößte Mühe, Abwechslung in ihr neustes Werk zu bringe. Der Hörer bekommt eine Mischung aus klassischen Heavy-Metal-Nummern („Juggernaut of Justice“, „On Fire“), heftigen Nackenbrecher mit Thrashanstrich („Running“) und mächtig stampfenden Groovemaschinen („New Orleans Voodoo“) geboten. Und natürlich darf auch ein klassischer Party-Song in Form von „Fukeneh!“ nicht fehlen.

Besonders hervorzuheben sind die Songs „Paranormal“ und „Swing thing“, ihres Zeichens die beiden letzten Stücke der CD. Während ersterer einen siebenminütigen Epos darstellt, welches leider über viel zu viele Längen verfügt und meiner Meinung nach besser gegen einen weiteren kurzen und knackigen Song hätte getauscht werden sollen, ist „Swing thing“ ein dreiminütiges Instrumentalstück mit reichlich Swing- und Jazzelementen, Bläsern und jeder Menge Charme. Ein netter Rausschmeißer, hätte jedoch als Auflockerung in der Mitte der Platte mehr Sinn gemacht.

Mit „Juggnernaut of Justice“ gewinnen Anvil keinen Preis für Innovationen, so viel ist klar. Aber es ist auch klar das beste Album, das Anvil seit vielen Jahren zu Stande gebracht haben. Ein Pflichtkauf für alle Anvil-Fans und auch Freunde des klassischen Heavy Metal sollten hier mal ein Ohr riskieren.

Tracklist:

  • 01. Juggernaut Of Justice
  • 02. When All Hell Breaks Loose
  • 03. New Orleans Voodoo
  • 04. On Fire
  • 05. Fukeneh!
  • 06. Turn It Up
  • 07. The Ride
  • 08. Not Afraid
  • 09. Conspiracy
  • 10. Running
  • 11. Paranomal
  • 12. Swing Thing

Score: 3,5 von 5,0 Punkten!

Released: 17.06.2011
Label: STEAMHAMMER / SPV
Genre: Heavy Metal
Homepage: http://www.anvilmetal.com/

Weitere Informationen

  • Band: Anvil
  • Album Titel: Juggernaut of Justice
  • Erscheinungsdatum: 17.06.2011
  • Fazit: Mit „Juggnernaut of Justice“ gewinnen Anvil keinen Preis für Innovationen, so viel ist klar. Aber es ist auch klar das beste Album, das Anvil seit vielen Jahren zu Stande gebracht haben. Ein Pflichtkauf für alle Anvil-Fans und auch Freunde des klassischen Heavy Metal sollten hier mal ein Ohr riskieren.
Gelesen 1897 mal Letzte Änderung am Sonntag, 11 Dezember 2011 15:43

Medien

New Orleans Vodoo Anvil

 Undergrounded 2017 -  ImpressumDatenschutzerklärung