Donnerstag, 24 September 2020 18:09

Cosmic Putrefaction - The Horizons Towards Which Splendour Withers

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Gute Ein-Mann-Projekte aus der Black Metal-Szene sind ja mittlerweile nicht mehr allzu selten und wuchsen in jüngerer Vergangenheit in Massen aus dem Boden. Im Death Metal ist dieses Phänomen nicht so sehr verbreitet. Ein vielversprechendes Projekt ist Cosmic Putrefaction, dessen zweites Album „The Horizons Towards Which Splendour Withers“ wir uns einmal genauer angesehen haben.

Hinter diesem wuchtigen Exemplar todesmetalliger Tonkunst steckt der Italiener Gabriele Gramaglia, der derzeit fast ausschließlich Solo-Aktivitäten unterhält und unter anderem im Post Metal, aber auch im angesprochenen Black Metal unterwegs ist. Mit Cosmic Putrefaction schlägt er allerdings in die Kerbe moderner, technisch versierter Death Metal-Kapellen und zeigt auf dem zweiten Album unter diesem Namen, dass wir es hier mit einem Hochkaräter des Genres zu tun haben.

Ohne Umschweife ballert die etwas über eine halbe Stunde lange Scheibe los und bringt neben einem horrend guten Riffing auch ein äußerst abwechslungsreiches Trommelspiel mit sich. Der teils grantig-grunzige und teils eher geflüsterte Gesang überrascht und überzeugt gleichermaßen und dient als eines der zahlreichen Alleinstellungsmerkmale von Cosmic Putrefaction. Temporeich und aggressiv findet das Album im Mittelteil mit „The Glooming Murk of His Telluric Shrieks“ und „Abysmal Resonance Projection“ seinen Höhepunkt, planiert einem die Gehörgänge aber auch ansonsten durchweg auf hohem Niveau.

Trackliste:

1. Between Awe and Fear Upon the Burst of the Ominous Star
2. This Landscape Sublimates Oblivion to Obliteration
3. The Glooming Murk of His Telluric Shrieks
4. Abysmal Resonance Projection
5. The Arcane Soothsayer Carefully Sculpted His Demise
6. Utterance of the Fall of Man

Bewertung:

10 / 10

Weitere Informationen

  • Band: Cosmic Putrefaction
  • Album Titel: The Horizons Towards Which Splendour Withers
  • Erscheinungsdatum: 22.05.2020
  • Fazit: Technisch, variantenreich, brutal. „The Horizons Towards Which Splendour Withers” bringt alles mit, was eine Death Metal-Platte heutzutage braucht. Gramaglia beherrscht sein Handwerk und macht sich durch seine derzeit vier Projekte zu einem der aktuell interessantesten Musiker der Szene – und der Bursche ist gerade einmal 26. Wenn er weiterhin in derartiger Qualität abliefert, haben wir hier einen neuen Star im Extreme Metal.
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Cosmic Putrefaction - The Glooming Murk of his Telluric Shrieks Cosmic Putrefaction

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