Donnerstag, 28 Januar 2016 10:53

None Valueless Art - …until nature abolishes us

geschrieben von Ghostwriter
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…until nature abolishes us …until nature abolishes us None Valueless Art

Manchmal bemustert man uns auch mit altem Material und wir wagen uns auch gern mal in die Vergangenheit – dass dies nicht immer mit Spaß und Laune verbunden ist, trifft auf den inzwischen dritten Output von None Valuless Art - „until nature abolishes us“ aus dem Jahr 2013 zu.

Was die drei Bielefelder hier produziert haben, trifft irgendwie auf die Eigenbeschreibung der Band wie die Faust auf den ungeschützten Nacken. „Old School fashioned Black Metal in a different manner“ - mit Ausrufezeichen auf !different manner! - und das sorgt bei mir für einiges Kopfschütteln. Vorab – Die Jungs erinnern mich unglaublich an unser ehemaliges Ein-Mann Projekt „Leichenbrand“ und die Stimme könnte tatsächlich direkt von M.S. sein. Hatte Leichenbrand durch seine Einfachheit und melodischen Ansätze noch durchaus einen gewissen Reiz und den „Alles alleine eingespielt, abgemischt und releast“ Bonus- muss ich mit NVA hart ins Gericht gehen.

 

Die Band existiert schon zu lange um noch Welpenschutz zu genießen und das was hier geliefert wird wirkt einfach nur „komisch“. Zu allererst ist die dargebrachte Musik irgendwie durch die Bank weg „happy“ und ich wüsste nicht wie ich das, ohne es den geneigten Leser hören zu lassen, besser erklären könnte. Einige Riffs passen irgendwie weder richtig zu Black Metal noch zu dem anvisierten Pagan-Touch sondern wirken einfach nur wie ein glücklicher Tag am Strand an dem sich Pandas mit Patronengürtel und Nieten vergnügen. Und nichts, ich wiederhole !nichts! sollte mich an das „Musikvideo“ von „The Black Satans - The Satanic Darkness“ erinnern...

 

Dabei kommt nach dem ersten Gähnen auch nach kürzester Zeit Langweile auf. Die Songs weisen keine echten Variationen auf und was bei Trve Black Metal eigentlich schon gefordert wird, wird hier nach kürzester Zeit anstrengend. Die Riffs irgendwie einfallslos und wie gesagt teilweise einfach nur happy-hippo fehl am Platz, werden von der inzwischen nervigen röchelnd/heiseren „Growling“ mehr als nötig überdeckt und man weiß irgendwann nicht mehr was mehr nervt. Dazu permanentes Double-Bass Spiel mit wenig Variation und fertig ist (fast) jeder Song.

 

Die Länge des gesamten Albums von über 65 Minuten quält sich unendlich dahin - Am Entspanntesten ist dabei noch Track „Karstareal“, der ein einfaches Akustik-Stück auf der Gitarre darstellt und an irgendeinem Lagefeuer heruntergeklimpert wahrscheinlich einen gewissen Reiz hat – Wenn nicht in den letzten dreißig Sekunden noch ein harter Verspieler auch noch diesen Bonus gekillt hätte. Das Album endet dadurch mit dem Gefühl, dass die Band sich gesagt "Ach fuck it, nochmal neu einspielen? Scheiss drauf, raus damit", was wirklich enttäuscht. Fazit - Ich spreche den drei Bielefeldern nicht das Talent ab, aber auf „…until nature abolishes us“ wurde dies nicht auf die Straße gebracht. Vielleicht wird ja 2016 ein neues Album als neue Chance wahrgenommen, aber so lange würde ich die Scheibe nur jemand empfehlen, der zuviel Geld oder sonst auch schon alles hat was er nicht braucht.


Tracklist:
A Palace for Your Mourning Soul
Ruhm ist keine Ehre Pt.2
Rød Melankoli
Lebenstracht
Until Nature Abolishes Us
Karstareal (Akustik Vers.)

 

Bewertung:

3,5 von 10 Punkten


Weitere Informationen

  • Band: None Valueless Art
  • Album Titel: …until nature abolishes us
  • Erscheinungsdatum: 30.12.2013
  • Fazit: Ich spreche den drei Bielefeldern nicht das Talent ab, aber auf „…until nature abolishes us“ wurde dies nicht auf die Straße gebracht. Vielleicht wird ja 2016 ein neues Album als neue Chance wahrgenommen, aber so lange würde ich die Scheibe nur jemand empfehlen, der zuviel Geld oder sonst auch schon alles hat was er nicht braucht.
Gelesen 2025 mal Letzte Änderung am Donnerstag, 28 Januar 2016 11:06

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