Mittwoch, 09 Juli 2014 15:37

Dynazty - Renatus

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Es gibt Bands, die schaffen es, in fünf Jahren Bestehen vielleicht auf zwei Demos zu kommen und es gibt Dynazty. Die Schweden hauen nämlich seit ihrer Gründung vor fünf Jahren schon das vierte Album raus! Ob es sich da um sehr kreative Köpfe handelt, die vor Ideen nur strotzen oder ob es sich bei "Renatus" um Massenware handelt, erfahrt ihr, wenn ihr weiter lest.

Als ich die Info las, dass es schon das vierte Album der Schweden sei, kamen bei mir schon mal leichte Zweifel an der musikalischen Qualität und Stärke des Albums auf. Doch jeder verdient eine Chance und so hörte ich mir "Renatus" wenigstens einmal an. Das war ein großer Fehler und nun stellt sich mir die Frage, wer mir die 45min Lebenszeit, die mir Dynazty damit gestohlen haben, wieder geben wird.


Wenn ich nur ein Wort zur Beurteilung für "Renatus" abgeben dürfte, ich könnte mich nicht entscheiden zwischen, glatt gebügelt, ideenlos und uninspiriert! Das Album ist von vorne bis hinten so dermaßen auf massenkompatibel getrimmt, dass es weh tut. Es gibt kaum Unterschiede in den Songs, denn sie sind alle nach Schema F gleich aufgebaut. Und es fehlt auch jegliche Überraschung auf dem Album, denn alles was vielleicht an Inspiration mal da war, wurde der Massentauglichkeit geopfert. Soli? Brauchen wir nicht, hauptsache den Refrain kann jeder nach drei Sekunden mitgröhlen, weswegen er bei allen Songs ähnlich aufgebaut ist, damit man auch im vollsten Hirn die "Melodie" hinbekommt.


Wo sind die Gitarrenläufe, die den Power Metal ausmachen? Warum variiert man nicht mal im Tempo und baut mal einen Stampfer im Midtempo ein? Und warum gibt man dem Sound nicht etwas Dreckiges mit, wenn man schon eine Mischung aus Power Metal und Hard Rock ankündigt? Lieber bügelt man den gesamten Sound einfach glatt und nimmt "Renatus" auch noch die letzten Reize und damit Möglichkeiten, zu punkten.


Wenn ich dann im Infosheet noch lesen muss, dass man seine Ohren weg geben soll, wenn man nicht das Besondere bei Dynazty hört, dann kann man nur noch Kopf schüttelnd da sitzen und sicher über diese Falschaussage wundern. Richtig müsste es nämlich heißen: Gebt eure Ohren weg, damit ihr euch auf gar keinen Fall und unter keinen Umständen diesen Bockmist anhören müsst, den wir hier verzapft haben!


Bevor ich noch mehr Worte für diese Band verschwende, nehme ich die Finger von der Tastatur und höre mir lieber richtigen Power Metal mit Herz an, wie ihn z.B. unsere Mannen von Elvenpath zelebrieren.


Dynazty, das war nichts! Sechs, setzen!


Tracklist:

1. Cross The Line

2. Starlight

3. Dawn Of Your Creation

4. The Northern End

5. Incarnation

6. Run Amok

7. Unholy Deterrent

8. Sunrise In Hell

9. Salvation

10. A Divine Comedy


Bewertung:

2 von 10 Punkten

Weitere Informationen

  • Band: Dynazty
  • Album Titel: Renatus
  • Fazit: Dynazty, das war nichts! Sechs, setzen!
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Starlight - Dynazty Dynazty

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