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Dienstag, 01 Oktober 2013 23:46

Heart Attack - Stop Pretending

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Und wieder mal ist es Zeit für ein Review der thrashigen Sorte. Heart Attack sind mit ihrem Debutalbum “Stop Pretending“ in den Startlöchern. Nach der 2009 erschienenen EP “Lullabies for Living Dead“ wieder ein Lebenszeichen der französischen Formation. Doch taugt das Material, was uns die Combo aus Cannes da vorsetzt?


Ausgefeilter, zum teil hart klingender, schon fast in den Death-bereich gehender Thrash Metal erwartet den Hörer auf der Scheibe. Zu beginn von “Stop Pretending“ kommt gleich der gleichnamige Titeltrack ums Eck und baut schon ordentlich Druck auf. Mit “Face The Music“ kommt für mich schon der erste Höhepunkt der Scheibe. Technisch ausgereift, mit verspielten Soloeinlagen verschachtelter Thrash feinster Güte. So darf es weiter gehen! Doch Sweet Hunting entpuppt sich gar als ein komplett anderes Klangerlebnis. Deutlich härter, mit modernen Einflüssen gespickter, melodic Death Metal schallt hier aus den Boxen. Sehr Abwechslungsreiche Stilrichtungen wie ich finde. Bei dem Song gibt sich zumal noch Shawter von Dagoba die Ehre eines kleinen Gastauftritts.

“Lazarus“ kommt dann wieder etwas traditioneller an, jedoch auch hier öfters Growleinlagen und auch leicht moderne Einflüsse in den Riffstrukturen. Heart Attack lassen sich nicht in die Oldschool Schiene ziehen und drücken ihren Songs eindeutig den eigenen Stempel auf. Das sorgt doch für angenehm frischen Wind im Gesamtergebnis. Auch “Raging Load“ und “Down the Way“ knüpfen weiter an dieses System an. “1902“ hört sich nachfolgend dann doch wieder sehr traditionell an. Zumindest die Riffstrukturen sind deutlich im Thrash Metal verwurzelt. Sehr aggressiv gehaltene Vocals die sowohl aus Growl-, Scream- und Shoutelementen bestehen, tragen aber doch zu erhöhtem Härtepotential bei. “Wasted Generation“ klingt dann wieder ganz anderst und tanzt mit seinen Klargesängen im Refrainpart komplett aus der Reihe. Erinnert mich so ein wenig an melodisches Todesblei made in Götheborg. Gelungene Soloparts und Zwischenspiele mit Tempowechseln und allem was dazu gehört macht diese Nummer auch sehr hörenswert. Mit “Thrash your Neighbour“ und “Blackbox“ schließen Heart Attack das Kapitel Erster Longplayer würdig ab und spielen noch mal alle ihre Stärken aus.

 

Für ein Debutwerk auf jeden Fall ein durchaus starkes Brett. Die Abwechslung in den Songstrukturen gefällt mir hierbei schon ganz gut. Wobei ich glaube, dass gerade durch diese modernen Einflüsse versucht wird, vielseitiger und vor allem genreüberschneidend Anerkennung zu ernten. Das muss für mein Dafürhalten nicht unbedingt Gut sein. Aber wer auf dieses Prinzip abfährt, wird hier definitiv seine Freude haben. Für Fans von melodic Death Metal und modern gehaltenem Thrash Metal mit Sicherheit eine Empfehlung wert.

 

 

Tracklist:

 

01. Stop Pretending
02. Face The Music
03. Sweet Hunting
04. Lazarus
05. Raging Load
06. Down The Way
07. 1902

08. Wasted Generation
09. Thrash Your Neighbour
10. Blackbox

 

Bewertung:

Cover und Umfang (6,5/10):

- Coverartwork wirkt so ganz ohne Hintergrund etwas leer und erinnert mich irgendwie an GTA

- 10 Tracks, knapp 50min. Spielzeit ist ganz ordentlich

Abwechslung (7,5/10):
- Sehr abwechslungsreiche Stile, die im Ganzen betrachtet doch recht gut Harmonieren

- Technisch sehr gut interpretierte Songstrukturen

- Passend eingesetzte Tempowechsel und Soloeinlagen passen ins Konstrukt

Sound (8,5/10):

- Gut abgemischtes Gesamtwerk

- Instrumente fügen sich passend ins Klangkleid ein

Gesamtpunktzahl:
8/10

Released: 17.07.13
Label: Apathia Records

Genre: Thrash Metal

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