Auch der zweite Tag des diesjährigen Prophecy Fests wartete mit starken Line-Up auf. Waren zur ersten Band noch viele Festivalbesucher auf dem kleinen, aber feinen Campground verblieben, frühstückten beim bereitgestellten, kostengünstigen Buffet oder tranken noch gediegen einen Wein auf dem Vorplatz der Höhle, ging es im Inneren der Balve Cave mit den Holländern von Laster los. Die dreiköpfige Post Black Metal-Combo aus Utrecht überzeugte mit ihrem avantgardistischen Auftritt und mal harschen, mal progressiven Sound. Stücke von ihrem aktuellen Album „Het wassen oog“ wie „Vacüum != Behoud“ oder „Schone schijn“ stellten dabei unter Beweis, was viele an der Band so fasziniert: Laster spielen Black Metal, ohne wirklich die klassischen Brandzeichen des Black Metal zu tragen. Auf der Bühne tragen die Herren dabei stets anonymisierende, weiße Schädelmasken, die auch auf Promo-Bildern der Band zum Wiedererkennungswert beitragen, die Vocals stammen dabei von allen dreien aus dem Ensemble und erinnern noch am ehesten ans Genre Black Metal – letztendlich ist die Musik aber häufig eher rockig, nur um dann wieder in chaotischen Kaskaden auszubrechen. Schade, dass Laster so früh auf der Bühne standen, entwickelten sie sich doch zu einem der interessantesten Acts des gesamten Festivals!

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„All Good Things Are Wild And Free“ – unter diesem Credo fand das Funkenflug Festival in diesem Jahr zum vierten, aber auch zum letzten Mal auf der Neudegg Alm in Abtenau, im Salzburger Land, statt.

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Ich gehe nicht häufig auf Festivals. Das mag zum Teil an meiner ausgeprägten Liebe für Gemütlichkeit liegen, genauso sehr aber auch an dem fehlenden Konzept und/oder der Bandauswahl auf den meisten dieser Events – umso mehr freute ich mich Ende Juli auf das Prophecy Fest in der Karsthöhle in Balve, das neben außergewöhnlicher Musik, meist des eigenen Labels, auch zum zweiten Mal Kultur, ein tolles Ambiente sowie jede Mengen Premieren zu bieten hatte.

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