Montag, 16 Mai 2016 18:55

In Sanity - Oceans Of Black

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Oceans Of Black Oceans Of Black In Sanity

Oceans Of Black“ ist der neueste Output der Paderborner Melodic Death Metal Recken von In Sanity. Die Betonung liegt auf Melodic, denn ein allgegenwärtiger Göteborger Schatten beeinflusst das Songwriting und die Songstruktur in positiver Weise. Der dazu charakteristische Sound, Dynamik und Songstruktur sind die Merkmale des Quintetts

Doch zum Glück schaffen es die Jungs um Frontmann Erik Sollmann, sich von den großen Namen zu befreien, eigenständig zu agieren und hier und da doch über den Tellerrand zu gucken. Nach einem sphärischen Intro startet das neue Album mit einem leichten At The Gates Riff und plötzlich befindet man sich schon mitten in „The Seer“. Dynamisch, im Tempo variierend, wütet man sich durch die knapp 4 Minuten und fährt ziemlich schweres Geschütz auf. Variationen im Gesangsbereich, genauer gesagt, das typische Shouting, gepaart mit clean gesungenem Chorus. Doppelläufige Gitarren und mit Keyboard angereicherter Sound bei „Carved In Stone“ erweitern das Klangbild erheblich. Geschickte Breaks, Spoken Word Elemente lassen das Album sehr international klingen und gerade die Detailverliebtheit macht aus diesem mehr als nur ein gutes Album. Der Titeltrack blastet gleich zu Beginn in feinster Manier los, bevor es groovig weitergeht.


Trotz der Keyboardeinlage wird in Härte und Wucht kein Kompromiss eingegangen. Auch wenn das Tempo danach leicht gedrosselt wird, bleibt der Spannungsbogen erhalten und wenn in der Mitte des Songs die Leads dazustoßen, dann ist die Zeit der Cineasten gekommen. „All Life Fades“ mutet trotz eingängigem Riffing sehr modern an und das ist es auch. Die gesetzten Breaks, das leicht hintergründige Keyboard und der Background Gesang zeigen eine nochmalig andere Herangehensweise auf und mutet an, dass man gerne über die eigenen Grenzen hinaus agiert. Doch das steht In Sanity ganz hervorragend. Ein kleiner Wermutstropfen bleibt dennoch bestehen, finde ich den Gesang zu weit im Vordergrund, es springt einen sozusagen direkt an – mit einer subtileren Variante, den Gesang in den Raum zu stellen, hätte man ein schöneres Gesamtbild abgegeben. Aber das ist Meckern auf hohem Niveau

 

Fazit: Mehr als ein nur ordentliches Album, dessen Wurzeln deutlich zur Geltung kommen, aber trotzdem In Sanity’s eigenen Stil erkennen lässt. Eine ansprechende Produktion, die druckvoll und transparent den Songs Leben einhaucht – Melodic Death Metal Herz: was begehrst du mehr?


Tracklist:

01. Invison

02. The Seer

03. Carved In Stone

04. Ocean Of Black

05. Transcedence

06. Cosplay

07. When The Cataclysm Churns

08. All Life Fades

09. Hollow Tears

10. Inferno

11. Choice Of Ends

12. Unforeseen Consequences

13. Force Of Nature

 

Bewertung:

8 von 10 Punkten

 

 

Weitere Informationen

  • Band: In Sanity
  • Album Titel: Oceans Of Black
  • Erscheinungsdatum: 2016
  • Fazit: Mehr als ein nur ordentliches Album, dessen Wurzeln deutlich zur Geltung kommen, aber trotzdem In Sanity’s eigenen Stil erkennen lässt. Eine ansprechende Produktion, die druckvoll und transparent den Songs Leben einhaucht – Melodic Death Metal Herz: was begehrst du mehr?
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Oceans Of Black (Full Album) In Sanity