Sonntag, 05 Juli 2015 11:07

Das war die 12. INTERNATIONALE BIKE & ROCK SHOW am 04.07.2015 im Zoo Safaripark Stukenbrock (NW)

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12. Internationale Bike & Rock Show 12. Internationale Bike & Rock Show Chopper Club Paderborn

Sonnenschein und Hitze, Motorräder Klasse Chopper mit Trial-Show und US-Cars,  Tony T. Marshall und Danny & The Old Bones, PANDEMIC und 5TH AVENUE, Charity und Preisverleihung: so präsentiert sich die Zwölfte Internationale Bike & Rock Show in Schloß Holte-Stukenbrock. Inmitten des Zoo Safariparks, in dem sonst eher wilde Tiere von Familien bestaunt und bewundert werden haben sich hier und heute an die 500 Besucher mit ihren fahrbaren Untersätzen zwei- bis vierrädriger Art eingefunden, mit Kindern und Familien, die das vom Chopper Club Paderborn veranstaltete Treffen gemeinsam feiern und miterleben möchten.

-> Bildergalerie Angel Arts

-> Fotoimpressionen in der Neuen Westfälischen

Teil I: Zusammenkunft im Zoo Safaripark

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Motorradmeile der Zweirad-Gäste aus aller Welt

Dank fruchtbarer Zusammenarbeit und vielfältiger Kooperation mit befreundeten Motorradclubs, Behörden, dem Inhaber des Safariparks und Sponsoren kann ein Event dieser Größenordnung erst möglich gemacht werden. Zweifellos: im Vordergrund des Geschehens stehen hunderte von Motorräder, die die Gäste mitten auf dem Gelände abstellen, damit diese betrachtet, bemustert und bewundert werden können. Meist sieht (und hört!) man Choppermodelle in variantenreichster Art und Vielfalt "customized", schick gemacht und poliert, und die schönsten werden mit einem Preis ausgezeichnet.

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Preisverleihung durch den Chopper Club Paderborn

Das internationale Flair lockt einige Gäste aus dem europäischen Ausland, sogar aus den USA und Australien. Eine gemütliche und gesellige Atmosphäre kennzeichnet dieses Event, man sieht viele Familien und vor allem Kinder über das Gelände flitzen. Gegen die über 30°C im Schatten steht ein mit kaltem Wasser gefüllter Container bereit, die Kids haben sich mit allerlei Spritzpistolen bewaffnet und "feuern" auf Wunsch der hitzegeplagten Anwesenden bereitwillig die eine oder andere kühlende Salve in deren Richtung.

Auf der Westseite des Geländes haben sich einige US-Automobile aus den 50ern, 60ern und 70ern aufgestellt. Auf Hochglanz poliert und mit sehr viel Eigencharme werden diese von allen Seiten bestaunt und bewundert. Ist man ehrlich zu sich selbst, möchte man auch gerne eine alte V8-Karre mit H-Kennzeichen bei sich in der großräumigen Garage stehen haben, an dem man selbst polieren und schrauben kann. Und eine großräumige Garage.

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Chevrolet Impala SS

 

Eine weitere Kernthematik des Events - neben den fahrbaren Untersätzen - ist die Charity, für die Unschuldigsten der Unschuldigen. 2,50€ von jeder bezahlten Eintrittskarte und über 1000 gesammelte Euronen aus dem Spendenhut gehen mitsamt Inhalt direkt an das Kinderhospiz Bethel - zugunsten kranker und sterbender Kinder. Die Musiker und auch Stunt-Trialfahrer Jan Junklewitz agieren ebenfalls ohne Gage - alles für die Kids! Michael "Fitti" Förster vom Chopper Club Paderborn betont bei der Pressesitzung mehrmals, dass aus seiner Sicht für notleidende Kinder hierzulande viel zu wenig getan würde und die Menschen gerne viel Geld für andere unsinnige Dinge verschwenden. Dem zufolge kümmert sich der Chopper Club Paderborn seit vielen Jahren aktiv darum, Spendengelder für eben diesen Zweck zu sammeln und ohne Umwege direkt den Bedürftigen zukommen zu lassen.

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Birgit Kirchner und René Meistrell (Kinderhospiz Bethel), Michael "Fitti" Förster (Chopper Club Paderborn) und Safaripark-Besitzer Frank Wurm

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Trial-Fahrer Jan Junklewitz, der Sohn von Michael "Fitti" Förster und Matthias (Undergrounded) als menschliche Hindernisse (Foto: Neue Westfälische)

Gegen 17:00 sammeln sich die Biker zur gemeinsamen Ausfahrt zur Aftershow-Party und zu dem Part des Events, der für Undergrounded nun am interessantesten wird. Knatternd und röhrend geht es von Stukenbrock nach Hövelhof in den Club. Die Maschinen werden abgestellt und alle Motoren ruhen nun. PANDEMIC aus Kassel und 5TH AVENUE aus Hamburg sind als Bands geladen, Bühne und Technik stehen bereit.

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Abenddämmerung am Clubhaus


Teil II: Clubhaus des Chopper Club Paderborn & Aftershow = Rock- & Metalshow

Über die beiden musikalischen Formationen des ersten Teils - namentlich Tony T. Marshall und Danny & The Old Bones - sind nicht viele Worte verloren worden, da sie sich nicht in schwermetallischen Gefilden bewegen. Anders bei den beiden Bands, die zur musikalischen Untermalung des Abends ihren Auftritt haben. "Musikalische Untermalung" --- mit diesem Stichwort entführe ich euch kurz und knapp in einen kleinen Exkurs über auditive Rezeption schwermetallhaltiger Musik.

Geht man als Metalfan auf ein Konzert oder Festival, hat man sich vorher das Billing ausgeguckt und feiert seine Lieblings-Bands und -Musik, die man aktiv live vor der Bühne miterlebt. Headbangen und Crowdsurfing ist überall gängig, Moshpits und Walls of Death bei Spielarten wie Thrash und härter sind normal wie Milch im Müsli - und all diese jene sind Indikatoren für bewusste, aktive Wahrnehmung der gespielten Musik. Das Prozedere kennen Bands und Fans, Normalität auf Metal-Events.

Bei einem Bikertreffen steht das Miteinander im Vordergrund, das Beisammensein mit Kind und Kegel und - wie soll es anders sein - mit hoher Wahrscheinlichkeit das Thema "Mopped" in all seinen Facetten und Einzelteilen ... heiten. Rockige Musik ist allseits erwünscht und von Rockabilly über Rock'n'Roll bis Hard Rock und Schwermetall präsent, allerdings scheinbar mehr für den Hintergrund (und nichts jenseits des Härtegrades melodischer Metallmusik). Für Bands aus Hard Rock und Metal kann das verwirrend sein, welche sonst eine feiernde, grölende Menge mit den Blicken auf sie gerichtet vor der Bühne gewohnt sind. Im leichten Kontrast dazu sollte das im Vergleich zum Homo Sapiens Metallensis eher verhalten wirkende Biker/Rockerpublikum keinesfalls als desinteressiert oder von der Qualität nicht überzeugt missverstanden werden.

What so ever - PANDEMIC aus Kassel legen mit solidem und standfestem Heavy Metal los, der stark von Black Sabbath, Judas Priest, Motörhead, AC/DC und noch stärker von Accept beeinflusst ist. Eingängig und fett-rockig mit einigen virtuosen Gitarrensoli ziehen die vier Jungs aus Hessen ihre Show durch; und der Song, der mit Sicherheit in Ohr und Kopf bleibt - solltet ihr mal in den Genuss kommen, die Jungs ebenfalls mal live sehen zu können/dürfen, könnt/dürft/sollt ihr mir zustimmen - ist "Blood Spangled Banner". Heavtiger Metal der alten Schule mit einer ordentlichen Portion Fucking Rock'n'Roll und dem einen oder anderen Extragitarrensolo zieht sich durch all ihre Songs, die Musik passt hervorragend zum Einläuten der Abendfeier.

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PANDEMIC live

(Setlist PANDEMIC: There's A Light / Get Out Of My Way / The Power Of The Crown / Moonstruck / Caught Inside My Head / Living For Tonite (Accept Cover) / Shattered Dreams / Black Waters / Blood Spangled Banner / Parasites / Stand As One)

Groß angekündigt werden die Rocker um 5TH AVENUE aus der Hansestadt Hamburg. Möchte man sich ihrem Genre weiter nähern ("Rock" kann schließlich alles mit E-Gitarren sein), schubladisiert man sie treffender in "Melodic Heavy Rock" mit Keyboards. Die sechs Jungs haben mehrfach in ausverkauften Konzerten wie auf Wacken gespielt, zählen zahlreiche Auszeichnungen und Tourneen u.a. in den USA zu ihren Erfolgen. Nach einer 17jährigen Pause von 1995 bis 2012 stehen sie dato wieder regelmäßig live on stage - wie auch heuer hier auf der Bühne des Chopper Clubs. Die langjährige Bühnenerfahrung sieht und hört man deutlich, ebenso scheint die im Vergleich zu PANDEMIC weniger hart-rockige Musik mit vielen flächigen Orgel- und auch markanten E-Piano-Synths beim Publikum wirkungsvoller zu sein - es sammeln sich nun mehr Leute aktiv vor der Bühne, um zur Musik abzufeiern. Rockt!

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5TH AVENUE live (Foto: Angel Arts)

(Setlist 5TH AVENUE: coming soon ...)

Alles in allem darf man retrospektiv behaupten, dass die 12. Internationale Bike & Rock Show ein vielseitiges, großes und mehrfach sehr gelungenes Event gewesen ist. Den herzlichsten Dank möchte ich an Fitti und Klepper vom CCG aussprechen, ebenso an Monja Korthaus für die baldig erscheinende Bildergalerie aus professioneller Hand, an den Chopper Club Paderborn mit Freunden, Familien und Helfern und an Herrn Wurm vom Safaripark. Danke auch an Jan Junklewitz, dass du mir bei deiner Stunt-Trial-Show nicht in die **** gefahren bist, danke an Nils & Anja von PANDEMIC und an die Jungs von 5TH AVENUE für die funktionierende Kooperative. IHR ROCKT!

-> Bildergalerie Angel Arts

-> Fotoimpressionen in der Neuen Westfälischen

(-> Undergrounded Bildergalerie demnächst!)


P.S.: Der charitöse Gedanke für notleidende Kinder darf ruhig weiter verbreitet werden, jeder kann und darf und soll was für die kleinen Racker bzw. das Kinderhospiz Bethel geben: http://www.chopperclub-kinderspende.de


Gelesen 4229 mal Letzte Änderung am Montag, 06 Juli 2015 10:54
Maessayah

I need a Klingon woman for companionship. Earth females are too fragile.

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