Sonntag, 16 März 2014 20:43

Fyrnask - Eldir Nótt

geschrieben von Ghostwriter
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Eldir Nótt Eldir Nótt Fyrnask

Ich werde mich nicht lange mit der Bandgeschichte von Fyrnask auseinandersetzen, denn eigentlich alles was man wissen muss ist, dass Fyrnd das Solo Projekt „Fyrnask 2008 aus der Taufe gehoben hat und praktisch solo betreibt. Beim Einspielen der Demo "Fjǫrvar ok benjar" und dem ersten Album „Bluostar“ in 2011 hatte Fyrnd als Mastermind hinter Songidee, Vocals und Instrumentierung wohl aber doch einigen Support von diversen Gastmusikern, welche sich auf der FB-Präsenz von Fyrnask finden lassen.

Zu Eldir Nótt gibt’s eigentlich kaum etwas zu sagen außer: Bombastisch, dicht, atmosphärisch, drückend, dunkel, oppulent und hart. Fyrnd schafft es Einflüsse aus dem Black Metal, Drone und Dark Ambient zu einem einzigen Ritt in den Wahnsinn zu verweben und knapp 60 Minuten in 8 absolute starke Tracks zu verwandeln. Langatmige Passagen wie z.B. beim Song „Jarðeldr“, die in bester Ambient-Manier durchgehende düstere Klangfelder erzeugen werden aufgerissen durch schrammelnde Gitarren mit sehr kurzen harmonischen Überfällen und Schreien aus Pein und Wut. Auch wird nicht an mannigfaltisgten Einflüssen aller möglichen und unmöglichen Instrumente gespart und so kommen die unerwartsten Klangkompositionen hinzu, die sich meist entweder in ausladenden Outros und Intros verstecken, oder in die oben erwähnten Ambient Passagen einschleichen.


Besagte Intros und Outros sind bei so einem Werk definitiv sowieso erste Metaller Pflicht und fügen sich hier perfekt ein. Auch werden die meisten Tracks neben den sehr stimmigen Vocals immer wieder mit Choruseinlagen bzw. dunklem Singsang aufgepeppt. Dass Fyrnd auch richtig hart kann, zeigt sich bei „Vigil“ am deutlichsten. Ab Sekunde eins geht es hart los und unterstützt von einer durchgehenden Klangwand aus Geschrammel und Distortions, schreit der Macher der Kunst seine Gedärme in die Hörerschaft. Bevors es in der Mitte des 9-minütigen Songs etwas behäbiger wird und verschnaufen lässt, geht es kurz darauf wieder in derselben Brutalität gen Ausgang (Besser die Ohren einziehen, sonst knallts).


Mit „Suonnas sedir“ und „Samas stígr“, den mit jeweils 3 Minuten kürzesten Songs der Scheibe spendiert uns Fyrnask ganz in Tradition der deutschen Band „Verdunkeln“ zwei atmosphärisch sehr dichte Stücke, die ihre Kraft aber auch aus der Nutzung verschiedenster Klangeinflüsse ziehen und sich beide fast schon fernöstlich zu nennender Instrumente bedienen - Reinhören, sonst könnt ihr euch sowieso nix drunter vorstellen!


Tracklist:
01. Intro
02. Vigil
03. Jarðeldr
04. Suonnas sedir
05. Saltrian
06. Samas stígr
07. Síaiða
08. Sút

Bewertung:

7,5 von 10 Punkten


Weitere Informationen

  • Band: Fyrnask
  • Album Titel: Eldir Nótt
  • Erscheinungsdatum: 23.09.2013
  • Fazit: Insgesamt ist aus meiner Sicht mit Eldir Nótt ein echt guter Wurf gelungen, der auch beim dritten und vierten Hören nicht langweilig wird und genug Abwechslung auf die Kette bringt, wie sie bei reinen Ambient Alben oftmals einfach fehlt. Dem Black Metal sei Dank!
Gelesen 2754 mal Letzte Änderung am Montag, 17 März 2014 10:37

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