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Sonntag, 23 Februar 2014 21:19

07.02.2014 THYRGRIM-ERWACHEN Release-Show – Friesenblut + Frigoris + NightForest + THYRGRIM – Helvete, Oberhausen

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07.02.2014 THYRGRIM-ERWACHEN Release-Show – Friesenblut + Frigoris + NightForest + THYRGRIM – Helvete, Oberhausen

Ein zünftiges Black Metal-Konzert und der Name Helvete sind im Ruhrpott in einem Atemzug zu nennen. Wie kaum eine andere Location ist das Helvete in Oberhausen eine Heimat sowohl für hiesige, als auch auswärtige Schwarzmetall-Truppen. So ebenfalls am heutigen Freitag Anfang Februar 2014.


Unser Black Metal Geheimtipp aus dem Ruhrpott THYRGRIM veröffentlicht auf den Tag genau heute das neue Album „Erwachen“, welches nun eine eigene Release-Party im Keller des heimischen Helvete bekommt. Livehaftig unterstützt werden die Recken um Bandkopf KAIN von den Nordmännern FRIESENBLUT, der Melodic Black Metal-Horde FRIGORIS aus dem Essen/Arnsberger Raum, sowie unseren österreichischen Schwarzmetall-Freunden NIGHTFOREST.

Mögen die unheiligen Spiele beginnen…….
Mit FRIESENBLUT stürmt fast pünktlich, wie die Brandstifter, die erste Kombo auf die Bühne.
Und welch Überraschung (bei diesem Bandnamen) kommen die Jungs aus…..Friesland. Mit friesisch herben und herrlich trockenem Humor knallt uns Sänger Tobias knackige Ansagen um die Ohren.

Und auch sonst wissen die Friesen sehr zu gefallen. Im Februar 2007 gegründet, beschreiben sie sich selbst als „Frisian Black Metal“ Band und widmen sich der Geschichte der alten Friesen, ein äußerst interessanter Ansatz und so kreieren die Nordlichter eine weitere, ganz eigene Nische. Musikalisch machen die „Friesischen Vier“ ebenfalls einen klasse Eindruck. Songs wie „Weites Land“, „Leichendeich“ oder das abschliessende „Friesenblut“ werden abwechslungsreich, sowohl rasend schnell als auch episch getragen ins noch etwas spärlich vorhandene Volk geballert.

Im kommenden Herbst soll neues Material eingetrümmert werden und die Gemeinde kann sich auf nächsten Friesen-Helden-Taten freuen.

 

Nach dieser unterhaltsamen „Unterrichtsstunde“ in Norddeutscher Geschichte wartet schon die nächste Horde in den Startlöchern. FRIGORIS kommen aus Essen/Arnsberg und zocken „Melodic Black Metal“, der epische Atmosphäre atmet. Die Truppe aus dem Pott zelebriert hypnotisierenden Schwarzmetall der ruhigen Sorte........Hört sich komisch an? Ist aber so. Nach einem Demo und mittlerweile schon zwei kompletten Alben, sollte sich bald weiterer Ruhm automatisch einstellen. Diese Truppe hat eine Menge Potenzial. Songs,wie „Zwischenwelten“, „Im Kein ertrunken“ oder „...und Asche rinnt durch meine Hände“ gehen , eigentlich untypisch für BM-Geschredder gut ins Ohr, und bleiben nachhaltig in Erinnerung. Soundmäßig holt heute, wie so oft in letzter Zeit, Helvete-Soundmann Daniel alles aus der Anlage heraus. Gesang und sämtliche Instrumente kann jeder recht gut raushören. Schön druckvoll tönt es da von der Bühne und dieses hohe Niveau hält ich den gesamten Abend mit weiteren Steigerungen bei den beiden letzten Bands.Zurück zu FRIGORIS, die bis auf 2 Songs ihr aktuelles Album „Wind“ der größer werdenden Menge kredenzen. Als Rausschmeißer kommt mit „Frigoris-Welt des Frosts“ der Titeltrack zur Band, welcher diesen Auftritt abrundet.

 

Die kurze Umbaupause wird genutzt, um zu erfahren, dass auch in den kommenden Wochen und Monaten viele spanndende Konzerte und Veranstaltungen im Helvete stattfinden werden, wir sind gespannt,was da alles noch kommen möge.

 

 

Zuerst aber erscheint eine genretypisch in coolem Corpsepaint verzierte Austria-Horde auf die Bretter gestapft, die es nach einem kurzen Intro vom Band gehörig Krachen lassen.

NIGHTFOREST machen heute keine Gefangenen. Frostig kalt und klirrend prügeln sich die Ösi-Schwarzmetaller erbarmungslos durch ihren Set. Aber auch hier gibt es nicht durchgängig Hochgeschwindigkeits-Getrümmer der Marke Marduk, nein, NIGHTFOREST verstehen es sehr gut, immer wieder getragene und erhabene Parts ein zubauen und halte so auch die Spannung hoch und wirken abwechslungsreich. Die Mischung heute zündet richtig gut, auch im Mob, der recht bewegungsarm trotzdem gut mitfeiert. Ein Song wie „A Tomb so Cold“ bringt alles auf den Punkt,was heute gewinnt! Dem guten Sound sei Dank, dass der Getrümmer-Höhepunkt „Warfield“ ,in der Mitte des furiosen Sets, mit Schmackes die Meute schon garstig auf den Headliner des heutigen Abends vorbereitet. Dafür, dass die Österreicher erst seit 2012 livehaftig die Bühnen unsicher machen, zocken sie schon sehr gut aufeinander abgestimmt und auch Sänger Svart zaubert eine coole Perfomance aufs Parkett. Das den Set beschliessende „Moonlight“ läßt nochmals aufhorchen und wir freuen uns schon jetzt auf neues Material dieser Hopefuls.

 

Nur noch ein paar Minuten trennen uns nun vom heutigen Headliner THYRGRIM, die ihr neues Album „Erwachen“ vorstellen und diesen Auftritt auch dazu nutzen wollen, sich weiter einzuspielen für die kommenden Tour-Aktivitäten, die die Truppe in skandinavische Gefilde spülen werden. Mehr dazu in unserem kleinen Interview, welches wir am Rande der Show mit Fronthünen Kain führen durften. Auf den Covern ihrer Alben prangt stolz das Label „Deutscher Black Metal“. So auch beim an diesem Freitag im Februar 2014 offiziell erscheinendem neuesten Machwerk der Schwarzwurzeln.

Waren bisher die vorangegangenen drei Bands bärenstark, setzen die 2+3 THYRGRIM´s nochmal einige Schippen obendrauf, zerlegen das immer besser gefüllte Helvete amtlich und hinterlassen eine Schneise der musikalischen Verwüstung! 2+3? Was soll das denn,werden sich nun einige Fragen. Kurze Erklärung, seit knapp acht Jahren existieren die Deutsch Blacker aus dem Drummer Sturmgeist und Sänger Kain als 2Mann-Kommando. Für Konzerte wurde dann immer auf fünf Mannstärke aufgerüstet. (2 Tage nach dem Konzert gaben THYRGRIM mit Basser Berath nun den dritten dauerhaften festen Mitstreiter bekannt – Anm.d.A)

Nach einem kurzen Intro vom Vorgänger-Album „Monument“ startet ein eiskaltes Gewitter in unbarmherziger Brutalität,eingehüllt von Nebel und spärlichem Licht. Frontmann Kain verfügt über eine ungeheure physische Bühnenpräsenz und überzeugt ebenso mit einem äußerst kraftvollem Organ. Auch wenn die Truppe in dieser Zusammensetzung noch kein Konzert gespielt haben, greift trotzdem ein Rad ins nächste und sowohl die knüppelig-rasenden Passagen, wie auch die immer wieder eingestreuten ruhigeren und epischen Einlagen gelingen fast perfekt. Zumindest ist dies der Eindruck der sehenden und hörenden Anwesenden. Dass die Musiker da ihre ganz eigene Sicht haben, ist ebenfalls klar. Ebenso klar wird heute jedem, daß THYRGRIM hungrig sind und ihr musikalisches Inferno jetzt mehr denn je über die Bühnen feuern wollen. In dieser Form sollten ihnen sämtlich Türe offenstehen, bzw. werden die Recken die Türen einzutreten wissen.

Einzelne Songs möchte ich hier nicht gesondert hervorheben, da heute die dargebotenen Stücke wie aus einem Guß und wie eine Einheit auf höchstem Niveau killen. Der geneigte und neugierige Leser kann sich an der beigefügten Setlist gütlich tun.

Nach etwas mehr als einer intensiven Stunde hinterlassen THYRGRIM frostverbrannten Boden und eine erschöpfte,wie auch zufriedene Meute, die sich im Anschluß noch im Helvete zu weiteren harten Klängen die Kante gibt.

 

Insgesamt war dieser Abend zusammenfassend zu sagen ein voller Erfolg.

Das Helvete hat heute einmal mehr bewiesen, daß der Keller wie geschaffen für Black Metal Messen ist und auch in Zukunft bleiben wird. Sound und auch die Lichtshow war klasse, sodaß viele Leute, die man heute begeistern konnte,auch bald wieder kommen werden.

Der hiesige Black Metal Underground lebt, wächst und gedeiht- und das ist gut so !!!

Cheers!

 

 

Bilder vom Gig : https://www.facebook.com/media/set/?set=a.517574628357343.1073741880.123358411112302&;type=1

Setlist THYRGRIM :

Intro (Monument)

Sturmgesang

Endzeit

Intro (Erwachen)

Verräter

Kniet Nieder

Die Erlösung

Des Menschen Feind

Heimkehr

Mørket av frykt

Bare døden

Aus alten Tagen

Weitere Informationen

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Gelesen 3640 mal Letzte Änderung am Sonntag, 23 Februar 2014 22:38