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25 Mär

Unter dem Radar: The Cold View (Funeral/Drone Doom)

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Das Funeral Doom Projekt „The Cold View" wurde 2011 ins Leben gerufen. Den Namen leitete A.A.S., Mastermind und einziges Mitglied des Projekts, von einem philosophischen Konzept Nietzsches ab, in welchem dieser den nüchternen und kalten Blick auf die Dinge in der Welt beschreibt.

Im November 2011 startete A.A.S. die Arbeiten an seinem ersten Album „Weeping Winter", welches im September 2012 als Digital Release erschien. Knapp zwei Jahre später wurde das Konzeptalbum über die kalte Jahreszeit als Digipack mit einem Bonus Track re-releast. Ebenso erschien 2014 auch das zweite Album „Wires Of Woe, Ways Of Waste", ein Album über die „...Kälte unserer materialistischen, technokratischen und egoistischen Menschheit" (Quelle: offizielle Bandbiographie). Ende 2014 arbeitete A.A.S. mit dem französischen Funeral Doom Projekt „Abysmal Growls Of Despair" zusammen und trug einen 32-minütigen Song zur Split der beiden Künstler bei. Das Werk erschien 2015 unter dem Titel „Songs Of The Deepest Skies". 2016 begann A.A.S. mit den Arbeiten an seinem dritten Album „Wounds", welches dieses Jahres am 01.02.2017 erschien.


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Aktuelle Besetzung

A.A.S. - Instrumente, Vocals, Mastermind


Diskographie

2012 Weeping Winter (Digital Release)

2014 Weeping Winter (Re-Release als CD-Digipack mit Bonus Track)

2014 Wires Of Woe, Ways Of Waste

2015 Songs Of Deepest Skies (Split-CD mit Abysmal Growls Of Despair)

2017 Wounds


Review zu „Wounds"


cover


Wer die vorherigen Alben von The Cold View kennt, weiß, dass A.A.S. mit jedem Output ein Thema bzw. ein konkretes Konzept verfolgt. Auch bei seinem dritten Album „Wounds" ist dies nicht anders, es geht diesmal um die Heilung eines Menschen, der seelisch verwundet wurde. Dazu nimmt er sich der verschiedenen Phasen der Wundheilung an und vertont diese. Der Hörer begleitet den verletzten Protagonisten über sechs Songs lang durch eben diese Phasen und erlebt dabei mit, wie sich die Wunde immer mehr verschließt und heilt, bis am Ende eine sichtbare Narbe als Erinnerung zurückbleibt.


Musikalisch wird das ganze dabei so umgesetzt, wie man es von The Cold View gewohnt ist. Der von Droneelementen geprägte Funeral Doom eignet sich dabei hervorragend, um von außen auf den Heilungsprozess zu schauen und diesen klangvoll wiederzugeben. Die Atmosphäre, die in den Songs aufgebaut wird, ist dabei kalt und nüchtern, so dass man sich als Hörer wirklich wie ein ausstehender Betrachter fühlt, der alles genauestens registriert, in sich aufnimmt und in Erkenntnisse für sich umwandelt.


Doch „Wounds" bleibt in seinem Verlauf nicht so kalt, wie es am Anfang erscheint. Denn je weiter der Prozess der Heilung voranschreitet, desto mehr schleicht sich da ein Gefühl in die Stücke, welches ich bei den bisherigen Werken von „The Cold View", noch nicht erlebt habe. Es kommt tatsächlich so etwas wie Hoffnung auf eine Heilung auf. Anfangs noch sehr zerbrechlich, macht sich diese aber in „Wounds III – Proliferation" schon mal bemerkbar und geistert von da an als Unterton durch die letzten drei Songs. Im abschließenden „Wounds VI – Maturation" trägt sie für mich dann den Kampf gegen alle Zweifel und bösen Erinnerungen aus, die immer wieder zurückkehren. Ob sie dabei allerdings siegreich hervorgeht, bleibt offen.


Genau dieser Wandel im Album und auch in der Musik von The Cold View ist an „Wounds" das spannende. Die Songs unterscheiden sich in ihrer Art und Weise ziemlich deutlich von den bisherigen Schaffen von The Cold View. Sie sind dynamischer geworden und bleiben nicht durchgehend in einer düsteren Stimmung. Die Dynamik entsteht, meiner Meinung nach, durch die präsenteren Drums, während das Zurückschrauben der Droneelemente bzw. das Einsetzen von klaren Instrumenten wie ein Klavier bei „Wounds III – Proliferation" oder dem wiederholten Einsatz der unverzerrten Akkustikgitarre die dunkle Stimmung aufbricht und die oben beschriebene Hoffnung aufkommen lässt.


Dabei schafft es A.A.S., dass The Cold View weiterhin wie The Cold View klingt, da er die grundlegenden Elemente seines Sounds eben nicht ganz verschwinden lässt, sondern nur zurückschraubt bzw. verwandelt. Er wird dadurch etwas greifbarer und zugänglicher, bleibt aber weiterhin tiefgründig genug, dass man sich „Wounds" nicht einfach mal nebenbei anhören kann.


Tracklist

1. Wounds I – Hemostasis

2. Wounds II – Inflammation

3. Wounds III – Proliferation

4. Wounds IV – Epithelialization

5. Wounds V – Scarring

6. Wounds VI - Maturation

Weitere Informationen

Letzte Änderung am Sonntag, 26 März 2017 12:52
eviloli

Just when I know all of life's answers,
they changed all the questions!

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