Eröffnet wird die acht Titel umfassende Platte mit dem Introtrack „Defend yourself“, ein kurzes instrumentales Intro, bevor es dann mit "Bloodbath" richtig losgeht. Klasse Uptempo-Nummer, feine Oldschool-Riffs, die Double Bass rollt, die Becken scheppern, was will man mehr? Stark!
„Post apocalypse“ verschafft dann dem Hörer eine kleine Erholungspause. Es geht zunächst recht ruhig los, erst ein Bass-Intro, dann etwas Midtempo. Schließlich mündet der Song in einem wahren Hochgeschwindigkeits-Nackenbrecher. Interessante Tempokurve, wohl durchdacht.
Anschließend bringt „Zombie war“ ein wenig Ruhe in die Platte. Nach einem kurzen Intro grooved dieser gut los. Präsentiert wird solider Old School Death Metal. Ordentliche Riffs, eine Mischung aus Growls und Screams, alles dabei.
Weiter geht es mit „Xicution“. Ein kurzes Intro, Feuer knistert, ein Schuss und los geht es. Gleich beim ersten Riff wird klar: Hier haben neuere Amon Amarth Pate gestanden. Die Riffs erinnern mich stark an „Valhall awaits me“, „Xicution“ bewegt sich aber eher im Midtempo. Ein bis zwei Riffs mehr hätten dem Song sicherlich keinen Abbruch getan, aber im Gesamten ein durchaus starker Titel!
„Death Metal killers“ geht dann wieder etwas heftiger zu Werke. Nach einem kurzen, für Death Metal Verhältnisse fast schon pyschodelisch anmutendem, Intro wird wird es hier ein wenig schneller. Einfach strukturierte Riffs, wie sie auch von Debauchery sein könnten, geben hier den Ton an – es geht voll die die zwölf!
Was bleibt nach etwas über einer halben Stunde Spelzeit übrig? Den Innovationspreis werden Xicution mit „Zombie war“ sicher nicht gewinnen. Das, was präsentiert wird, ist nichts neues. Dafür ist es oldschool. Verdammt oldschool. Es lassen sich viele Zitate alter Meister finden, diese musikalisch souverän aufgearbeitet. Hier und da hätte ein wenig Abwechslung den Songs sicherlich gut getan, aber im Großen und Ganzen ist „Zombie war“ eine saubere Arbeit.
Der Sound entspricht eher dem einer Demo, die Gitarren sind mumpfig und die Drums gehen schnell unter, dafür ist aber auch der Preis eher im Demo-Bereich anzusiedeln: Für 5€ bekommt der geneigte Fan hier acht Songs mit etwas über einer halben Stunde Spielzeit, einem ansprechenden Cover und einer CD in Vinyloptik. Preis-Leistung ganz klar über jeden Zweifel erhaben. Dazu gibt es die Platte auch noch in einer Gratisversion zum Download, dafür aber mit zwei Tracks weniger. Mehr als nur fair.
Tracklist:
01. Defend yourself
02. Bloodbath
03. Post apocalypse
04. Zombie war
05. Xicution
06. Death Metal Killers
07. Morbid thoughts
08. Rise of the chainsaw
Cover und Umfang (8/10):
- Ansprechends Cover
- etwas kurze Spielzeit
- Preis-Leistung ganz klar top!
Abwechslung (7/10):
- Typisch Oldschool, nichts neues, aber altes gut geschrieben
- Ein wenig mehr Abwechslung könnte nicht schaden
Sound (4/10):
- Nicht mehr als Demo-Qualität
Gesamtpunktzahl:
6,5/10
Released: 09.10.2011
Label: Eigenproduktion
Genre: Death Metal
Homepage: http://www.facebook.com/Xicution