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05 Jul

Das 1000. Review!

  • geschrieben von  Undergrounded
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Das 1000. Review! Undergrounded

Seit Anbeginn der Geschichtsschreibung von Undergrounded haben wir für euch Alben von Undergroundbands reviewt. Wir haben sie für euch seziert, filetiert und reflektiert. Es gab einige Perlen darunter und ebenso Alben, die einer Erwähnung eigentlich nicht wert waren. Nun stehen wir vor dem historischen Meilenstein des 1000. Reviews! Das muss gefeiert werden und so ist das 1000. Review nicht einfach eins über ein Album, sondern ein Sammelreview der UG-Mitglieder über das subjektivste was es gibt: DAS Lieblingsalbum!

Christian (Lawbringer)

 

dead winter dead

Dead Winter Dead (1995)

Savatage

 

1995. Ich höre seit zwei Jahren Heavy Metal, lese die Rock Hard, wo eine Band namens "Savatage" und ihr neues Album gefeiert wird. "Dead Winter Dead" heißt es. Ok, gekauft.... und was soll ich sagen: Seitdem bei mir auf Heavy Rotation. Natürlich nicht permanent, aber immer wieder. Und jedes Mal packt mich das Album wieder; als Ganzes und in den Details. Die in über 13 Songs erzählte Geschichte ist so cineastisch vertont, dass ich jedes Mal sofort unglaubliches Kopfkino habe und völlig in das Album eintauche. Gerade auch die instrumentalen Parts wie zum Beispiel bei "I Am" erinnern mich immer wieder an einen Soundtrack. Drastisch und plastisch wird der Hörer aus verschiedenen Perspektiven durch die Geschichte, die in Sarajevo während des Bosnien-Krieges spielt, geführt. Das Gitarrenspiel von Chris Caffrey und der Gesang von Zack Stevens untermalen und beschreiben die verschiedenen Stimmungen in Perfektion. Und dann noch dieser Kanon... große Kompositionen von Meister John Oliva.

Schönster Moment? Das Ding im Sommer des nächsten Jahres live zu erleben.

 

Joscha (Asgrimur)

 

16485

16[485] (2009)

Agrypnie

 

Die subjektivste aller möglichen Rezensionen: das Lieblingsalbum. Etwas, worüber ich mir ehrlich gesagt seit Jahren keine Gedanken mehr gemacht habe - und trotzdem konnte ich es schnell auf zwei Alben eingrenzen (Agrypnies "16[485]" und Horns "Feldpost"). Umso schwerer fiel mir die Entscheidung; letztendlich gewann Agrypnie die Oberhand. Macht ja auch Sinn: Lieblingsband produziert Lieblingsalbum. Auch wenn "Feldpost" ein makelloses Album ist, hat "16[485]" eine Emotionalität, die ihresgleichen sucht. Härte und Melodik stehen in nahezu perfektem Gleichgewicht, die Lyrics sind wundervoll und Torstens Vocals sind mit die ausdrucksstärksten, die ich kenne. Zudem spielt aus persönlicher Sicht die Nostalgie mit rein: "16[485]" war mein erstes Black Metal-Album. Dass das Album nicht perfekt ist, beweist der Song "Verfall", der in meinen Augen zu Agrypnies schwächsten überhaupt zählt. Gleichzeitig gibt er den restlichen Songs die Möglichkeit des Kontrasts und macht sie damit eigentlich nur noch besser.

Schönster Moment? Unmöglich zu sagen. Ob das hasserfüllte "Zorn", mein langjähriger Liebling "Kadavergehorsam" oder das intensive "Brücken aus Glas" - Gänsehautmomente sind vorprogrammiert.

 

Michael (Crimson)


The jester Race

The Jester Race (1996)

In Flames

 

Es ist fast so, als wäre es gestern gewesen, als ich „The Jester Race" von In Flames das erste Mal im CD-Regal sah und anhörte. Dieses unbeschreibliche Gefühl, wenn man Musik hört, die eine solche Gänsehaut verursacht, dass man einfach nur alles um sich herum vergisst und in der Musik verschwindet – das hatte ich das erste Mal bei genau diesem Album. Die rohe Gewalt der Vocals von Anders Friden und dieser Klang des Göteborg Death Metal der 90er faszinierte mich von da an bis heute. Mit dem Song „Moonshield" begann mein Interesse am Metal, „Artifacts of the Black Rain" festigte diese Entscheidung durch seine äußerst melodischen Parts und bei „The Jester Race" war der weitere musikalische Weg klar. Dieses Album verkörpert in vielen Stellen den für heute eher konventionellen melodischen Death Metal, trotzdem sind für mich Lieder wie „Moonshield", „Lord Hypnos" oder „Dead Eternity" grandiose Death Metal Brecher. Sei es das außergewöhnliche Artwork des Albums oder auch einfach die Erinnerungen an die erste Annäherung an den Metal, dieses Album wird nie langweilig und gefällt mir heute genauso wie vor gut zehn Jahren. Auch wenn In Flames nie wieder an dieses Album anknüpfen konnten und ihre heutigen Werke mir eher Schauer über den Rücken jagen, ist dieses Werk ein sehr persönliches Lieblingsalbum und immer wieder gern gehört.

 

Bill


This Godless Endeavor

This Godless Endeavor (2005)

Nevermore

 

2008 war ein sehr verwirrendes Jahr. Meine Adoleszenz befand sich in ihrer Blüte und damit kamen einige Irrtümer mit sich, die ich heute sehr gerne auf eben jene schieben würde. Allen voran wohl das Unding, dass ich tatsächlich der Überzeugung war, Dave Mustaine sei cool. Jedenfalls war ich ein Fan von Megadeth und jene bekamen damals nach dem Ausstieg von Glen Drover mit Chris Broderick einen neuen Mann an den Saiten. Wie es sich für jeden anständigen Fan gehört, zog es mich sofort zu den vergangenen Werken jenes Gitarrengottes und ich stolperte so über den Namen Nevermore und deren damals jüngsten Release "This Godless Endeavor". Das Album ist für mich nach wie vor eines der am ehesten vollkommenen Metalalben überhaupt. Die einzelnen Tracks sind äußerst divergent und objektiv betrachtet fällt es schwer, den gemeinsamen Nenner zu finden, aber dennoch zieht sich eine einheitliche Grundstimmung durch das Album, die man wohl am ehesten als aggressive Melancholie bezeichnen könnte. Es wirkt trotz seiner spannenden Unstimmigkeiten wahnsinnig stimmig und das Songwriting, gerade in Anbetracht des Titeltracks, ist beinahe einzigartig in seiner Fähigkeit, konsequent Spannung aufzubauen, sie zu Höhepunkten zu führen und wieder zu lösen. Die Virtuosität der Instrumentalsektion tat dann, zusammen mit Warrel Danes anfangs ziemlich strangen Gesang, ihr übriges, um mir das Album als eines der besten, die ich kenne, einzubrennen.

Schönster Moment? Das Gröhlen des Chorus von "Born" nachts um drei beim Laufen über verschneite Feldwege.

 

Lena (Mondenkind)

 

otta

Ótta (2014)

Sólstafir

 

Gute Musik hat die Besonderheit, Bilder vor dem geistigen Auge erschaffen zu können. Sólstafir zeichnen mit Ótta das Bild einer klaren Sommernacht, verbracht auf dem Balkon mit einem Glas Rotwein in der Hand, dessen Schwere der der ersten Noten von Ótta gleicht.

Ótta ist kein Album für zwischendurch oder zum Nebenherhören, genauso wie man niemals den Frevel begehen sollte, einen guten Rotwein nebenher aus der Flasche zu trinken. Für Ótta muss man sich Zeit nehmen. Wer sich diese nimmt, wird mit einem Hörerlebnis belohnt, das auch nach Jahren noch Gänsehaut verursacht. Man spürt von Anfang an trotz des sehr ruhigen Tempos eine unheimliche Intensität, die sich von Song zu Song weiter aufbaut - die ruhigen Instrumentalparts und Aðalbjörn Tryggvasons Gesang zeichnen ein Bild von Angst, Verzweiflung und Melancholie. „Miðdegi" und „Nón" bewahren glücklicherweise vor dem vollkommenen Absturz, sodass man nach dem ruhigen Ausklang in Form von „Náttmál" zwar bewegt, aber nicht gebrochen ist.

 

Paul

 

Nightfall in Middle-Earth

Nightfall In Middle-Earth (1998)

Blind Guardian

 

1998 erschien Nightfall in Middle-earth. Knappe 10 Jahre später entdeckte ich mit 14 Blind Guardian für mich, was meinen Weg in die Metal-Szene ebnen sollte.

Angefangen mit den Klassikern wie "The Bards Song" oder "Valhalla" kam ich schnell zur Nightfall - Platte. Die harten Klänge gefielen mir auf Anhieb und als die-hard Herr der Ringe Fan habe ich das perfekte Album für mich entdeckt. Ich konnte nun nicht nur über Mittelerde lesen oder Filme schauen, sondern nun auch Geschichten hören. Geschichten gepaart mit einer unverkennbaren Stimme und Sounds weitreichend von harten Riffs bis hin zu schönen Klaviermelodien. Auf der Scheibe findet man neben absoluten Live Hits auch unscheinbarere, aber dennoch verdammt geile Lieder. Meine Lieblinge sind unter anderem "The Eldar", "A darker Passage" und "When Sorrow sang". Wem diese Titel nichts sagen – anhören! Auch wenn mein Musikgeschmack sich heute in die tieferen Gefilde des Metals verlaufen hat, komme ich gerne jeder Zeit zurück zu dem, was mich erst in die Szene brachte.

 

Sebastian (Grave)


no

NO (2013)

Haust

 

Es ist ein früher Sommer 2013. Ich sitze leicht angebrütet im Auto neben einem alten Freund auf dem 1200km langen Weg nach Dänemark an den Atlantikwall, wo ich als Kind eine glückliche Zeit verbracht habe und aus dem Radio schallt immer wieder Haust mit „NO" in der Schleife. Warum gerade diese Scheibe mit dem schlichten aber grellen Cover so gefesselt hat, kann ich bis heute nicht genau sagen. Vielleicht war es der rotzige Punk, der mit räudig-dreckigem Black Metal gemischt einen argen Partymix aus der Hölle ergibt, oder einfach die Stimmung aus Wahn und Sinn der sich perfekt in die Langrille fügte. Wer wissen will, was ich meine, sollte sich vor allem der Titeltrack „No", sowie das Akustikstück „Night" geben, während sich aber durch die Bank weg kein Song verstecken braucht. Norwegischer Black'n'Punk wie man ihn nur ganz selten serviert bekommt.

Schönster Moment? Im Sommer auf kilometerlangen schnurgeraden Straßen durch Dänemark fahren, während Haust aus dem Lautsprecher triefen.

 

Stefanie (Nephthys)

 

Dead End Kings

Dead End Kings (2012)

Katatonia

 

Da ich so gut wie alles von Katatonia liebe, war es umso schwerer, mich auf DAS Lieblingsalbum festzulegen. Nach kurzem Abwägen fiel die Wahl auf „Dead End Kings" statt auf „The Great Cold Distance", da ich letzteres fast schon ein wenig totgehört habe. Als „Dead End Kings" vor 5 Jahren erschien, war ich vom ersten Hören an überwältigt. Während andere Bands nach einer so langen Schaffenszeit (25+ Jahre!) nicht selten in sich selbst wiederholende Belanglosigkeit verfallen, haben Katatonia immer wieder aufs Neue gute bis sehr gute Alben veröffentlicht, bis sie meiner Meinung nach im Jahr 2012 mit „Dead End Kings" den bisherigen Höhepunkt erreicht haben. Die Mischung aus „depressive" Progressive Rock und Metal finde ich auf diesem Album perfekt, verschlug es sie doch auf den Vorgängeralben mal mehr in die eine und mal mehr in die andere Richtung. Nach dem starken Opener „The Parting" folgt eine Hymne nach der anderen, etwa „The Racing Heart" (Highlight!), „Lethean" oder „Dead Letters". Auffällig ist die besondere Stimmung dieses Albums, die ich gar nicht als sonderlich depressiv empfinde, sondern, im Gegenteil, als sehr kraftvoll - was sich auch live immer wieder bestätigt.

Schönster Moment? „The Racing Heart" (und natürlich auch alle anderen gespielten Songs) im Rahmen der „Sanctitude"-Akustik Tour in der Christuskirche Bochum. Das für mich beste Konzert aller Zeiten, denn ich wüsste nicht, wie das noch getoppt werden könnte. Eine wunderbare Erinnerung.

 

Torben (Torn)

 

to the nameless dead

To The Nameless Dead (2007)

Primordial

 

Der Weg war lang. Und er war sehr, sehr steinig. Aber nachdem ich mich von meiner Anfangsphase mit Power und Heavy Metal losreißen konnte, ging es dann doch noch musikalisch bergauf. Zugegeben, ich war erst nicht ganz meines Bruders Meinung, als mir dieser Primordial vorschlug. Damals war mir das zu langsam und zu komplex (wie gesagt, vorher Power Metal). Dennoch zog ich mir vereinzelte Titel davon auf meinen MP3-Player und ging joggen. Im Spätherbst, bei zirka 8 Grad über Null. Die letzten Blätter fielen, die meisten dienten mir bereits als Untergrund  "Empire Falls" marschierte durch meine Ohren. Von da an hatte mich "To The Nameless Dead". Die Atmosphäre passte und es wurde mit jedem Lied besser. Der anklagende Gesang, die treibenden Gitarren und die beklemmenden Melodien - all das passte für mich zusammen und stelle alles bisher gehörte in den Schatten. Und ich hatte bis 2011 Zweifel, ob Alan Averill den klaren Gesang ebenso kraftvoll auch live präsentieren konnte. Er konnte. Und er tat. Nebst dem ganzen Lob bleibt aber auch noch ein kleines Manko an "To the Nameless Dead": Die Coffin Ships sind nicht drauf... Das wäre aber vielleicht auch zu viel des Guten.

Schönster Moment? Rockharz 2016, Primordial, und ich irgendwo in den ersten 5 Reihen. Der Tag war geprägt von einer leichten Lebensmittelvergiftung (vom Essen, nicht vom Bier) und ich musste mich zwingen, zu stehen. Dann spielten Primordial "As Rome Burns" und das ganze Publikum grölte mit. Halten wir fest: Auch nach zehn Jahren brennt Rom immer noch.

 

Oli (Evil Öli)

 

gotteskrieger

Gotteskrieger

Macbeth


Anfang des Jahres 2014 beschäftigte ich mit intensiver mit dem Thema Metal in der DDR und stieß dabei auf die Erfurter Band Macbeth. Von Anfang an war ich fasziniert von dieser Band, welche sich über alle Widrigkeiten in der Bandhistorie durchgesetzt und nie aufgegeben hat. Doch nicht nur die Historie der Band wusste mich zu fesseln, auch musikalisch schafften es die Thüringer, mich sofort zu begeistern. Die dichte Wand an Riffs, welche die beiden Gitarren erschaffen, diese herbe Mischung aus Heavy Metal und Thrash, das war es, was mir sofort gefiel. Dazu kamen deutsche Texte, die nicht platt daherholperten, sondern sich mit Themen wie Krieg und dem daraus entstehenden Elend für die Menschen beschäftigen. All das wirkte beim Querhören durch die Diskographie auf mich ein und entfesselte eine Leidenschaft für Macbeth, wie ich sie für nur wenige Bands hege.

„Gotteskrieger" steht somit zum einem als Stellvertreter für alle Werke der Band, welche bei mir regelmäßig in Heavy Rotation laufen. Zum anderem ist es für mich aber auch das stärkste Album Macbeths und enthält mit Songs wie „Hunde, wollt ihr ewig leben", „Unter dem Beil" oder „Das Boot" (in dem die Band die Titelmelodie des gleichnamigen Films sehr gelungen verarbeitet) wahre Klassiker der Band. Und es enthält „Maikäfer flieg", meinen persönlichen Lieblingssong! Der Song zeigt wunderbar, wie brutal und erschreckend manche Kinderlieder von früher sind, in dem er die Zeilen des Kinderlieds „Maikäfer flieg" mit einer Erzählung darüber verbindet, wie eine Kriegsfront immer näher kommt und dabei alles Leben verschlingt. Ganz stark, genau wie das gesamte Album!

Schönster Moment? 2015 hatte ich auf dem Metal Frenzy Open Air endlich mal die Gelegenheit, Macbeth live erleben zu dürfen. Doch das Konzert tritt etwas in den Hintergrund, denn ich hatte später noch die Möglichkeit, alle Bandmitglieder zum Interview treffen zu dürfen. Was als ein kurzer Plausch über die Bandgeschichte geplant war, entwickelte sich zum einem 45min-Interview, in dem die Gründungsmitglieder Ralf Klein und Olli Hippauf ins Plaudern kamen und einige Stories aus dem Nähkästchen der Band zum Besten gaben.

Weitere Informationen

Letzte Änderung am Mittwoch, 05 Juli 2017 21:28
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