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18 Apr

Drenaï - Nadirs

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Nadirs Nadirs Drenaï

Die Atmosphäre eines Buches oder Spiels durch Musik auszudrücken, oder sich nach dem Titel/ einer Figur aus einem Buch zu benennen, ist in keinem musikalischen Genre eine Seltenheit. So handelt es sich auch bei Drenaï nicht um ein frei erfundenes Wort, vielmehr entstammt der Name dieser französischen Pagan Metal Formation der Feder des britischen Autors David Gemmell - „Drenai“ ist der Titel seiner Heroic Fantasy Reihe. Die EP „Nadirs“ ist nach dem Full-length Album „Deathwalker“ der neueste Output der Band und wird von uns heute genauer unter die Lupe genommen.

Das erste, was musikalisch auffällt, ist das Fehlen von etwas - während die EP der Genrebezeichnung Pagan mehr als gerecht wird, glänzt der versprochene Metal mit Abwesenheit. Hat man „Deathwalker“ noch im Ohr und erwartet auf „Nadirs“ ähnliches, sollte man die Scheibe direkt zurück ins Regal stellen. Das ist beim ersten Hören extrem irritierend, wartet man doch bei jedem Song darauf, dass schreddernde E-Gitarren und Drums inkl. Doublebase um die Ecke kommen. Hat man sich aber damit abgefunden, dass diese komplett durch gezupfte Akustikgitarren, Tin Whistle, Bodhrán und Violine ersetzt wurden, hat man ein schönes Stück Pagan Folk im Stil der frühen Omnia und Faun Alben (kommen diesen in Qualität und Anspruch aber nicht gleich).

 

Da ich die Bücher selbst nicht gelesen habe, kann ich leider nicht allzu viel über textliche Referenzen sagen. Im ersten Song, „Broken Nation“, wird erklärt, dass Nadir so viel wie „crossroads of death“ bedeutet - dem Klappentext auf der Verlagsseite zufolge heißt ein Volk von Steppenkriegern in der Drenai Saga so. Kenner der Reihe könnten hier sicher in jeder Zeile eine Referenz finden und die Texte darüber entschlüsseln. Mir bleibt dagegen nur, die Musik selbst zu untersuchen. Die besteht wie im vorigen Abschnitt aufgezählt auf Basis der typischen Pagan/Folk Instrumente Bodhrán, Violine und verschiedenen Flöten. Außerdem kommen gezupfte Gitarren und unterschiedliche perkussive Instrumente zum Einsatz. Ein großer Teil der Stimmung wird dazu durch den Gesang getragen - Diegos Sprechgesang wird abschnittsweise von männlichem und weiblichem (Chor-)Gesang begleitet, der sehr deutlich die Vorstellung paganer Riten vor das innere Auge holt.

 

Über die technischen Aspekte der einzelnen Instrumente lässt sich nichts Schlechtes sagen, ein jedes ist ordentlich gestimmt (im Pagan-/Folkbereich nicht unbedingt selbstverständlich) und die einzelnen Melodien und Harmonien ergänzen einander gut. Insgesamt sind die einzelnen Songs sehr ruhig, fast ätherisch. Zwar werden immer wieder tanzbare Rhythmen angeschlagen, die an traditionelle Musik aus Nordafrika und dem Nahen Osten erinnern, und es wird versucht, einen Spannungsbogen aufzubauen - alles in allem plätschern die Songs aber eher vor sich hin. Es fehlt einfach eine gewisse Intensität, die einen aufhorchen lässt und fesselt. Am ehesten sind es „Beyond the Gate“ und „Forged in Clay“, die versuchen, aus diesem Trott auszubrechen und die Stimmung etwas zu variieren, beide scheitern aber durch ein zu hohes Maß an Zurückhaltung.

 

„Nadirs“ ist keine schlechte EP, auch wenn die letzten Zeilen danach klingen mögen. Zum ab und an mal Hören oder als Hintergrundkulisse, wenn man sich in ein Buch vertiefen möchte, ist sie bestens geeignet. Auf Dauer wird sie jedoch langweilig, es fehlt eine ganze Portion Intensität und Abwechslung, wodurch die Scheibe sich nicht großartig von denen anderer Pagan Folk Bands abhebt.

 

Trackliste:

1. Broken Nation            

2. Shaman         

3. Forged in Clay                             

4. Beyond the Gate                       

5. Tools of a Prophet

 

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Weitere Informationen

  • Band: Drenaï
  • Album Titel: Nadirs
  • Erscheinungsdatum: 18.11.2016
  • Fazit: Zum ab und an mal Hören oder als Hintergrundkulisse, wenn man sich in ein Buch vertiefen möchte, ist Nadirs bestens geeignet.
Letzte Änderung am Dienstag, 18 April 2017 17:22
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