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11 Jun

Azurica – Warriors don't die EP

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Azurica – Warriors don't die EP Azurica – Warriors don't die EP Azurica

Die Melodic-Technical-Death Metal Band Azurica hat sich 2009 bei Nürnberg gegründet, seit 2012 ist sie live aktiv und legt nun ihre Debut-EP vor. Musikalisch erwartet einen eine recht ungewöhnliche Mischung: die Band vermengt, nach Aussagen auf ihrem YouTube-Kanal, Amon Amarth mit Nightwish!


Mit „Warriors Don't Die“ legt man gleich schon ordentlich mit einer gehörigen Portion Härte und Melodie los, das Stück ist eine Uptempo-Abrissbirne, die mit tollem Schlagzeug, überzeugenden Rhythmusgitarren und dem Organ von Sänger Thomas aufwarten kann, der klingt als würde er direkt aus der Gruft grunzen. Diese Zutaten sind ein ganz dicker Pluspunkt. Das Lied ist abwechslungsreich aufgebaut, es gibt Passagen, bei denen geschwindigkeitsmäßig noch eine Schippe draufgelegt wird, danach nimmt man aber auch immer mal wieder etwas Tempo zurück. Das Keyboard erfüllt hier zwei Funktionen: zum Einen bügelt es im Hintergrund als „Untermalung“ alles ein bisschen glatt und macht den Song eingängiger, zum Anderen setzt Keyboarderin Tatjana aber auch immer wieder eigene Akzente. Nicht zu vergessen auch die sehr schöne Lead-Gitarre, die immer wieder das Tempo des Songs mitbestimmt. Ein sehr guter Opener!


„Followed by Society“ beginnt schleppend, geht in eine sehr schöne Melodie über, nur um dann kurz danach mit Breaks zu überraschen, die wiederum in einen sehr schnellen Part übergehen. Sehr schön gemacht! Danach verliert sich der Song leider etwas und bei einem Stück, das die 5-Minuten-Grenze überschreitet muss man dem Hörer schon etwas bieten und hier hat man das Gefühl, als ob das gesamte Pulver in den ersten zwei bis zweieinhalb Minuten verschossen wurde... „The Inseparable Part“ ist ein gut groovender Midtempo-Rocker, der gegen Ende hin ordentlich Fahrt auf nimmt. Die über weite Strecken immer gleiche Lead-Gitarre, die noch dazu ausschließlich aus dem linken Lautsprecher tönt wird mit der Zeit etwas anstrengend, aber auch hier zeigt die Band, dass sie schöne Melodien mit Härte kombinieren kann. Das ist aber der für mich schwächste Song der EP.


Der blutige Ritter „Blood of the Dark Knight“ kann mit seinem stimmungsvollen Intro überzeugen, danach folgt ein Part, der auch auf Atrocitys „Werk 80“ hätte sein können: er erinnert mit seinem Klargesang und den Keyboards an 80er-Jahre-Pop (das ist aber bestimmt nicht negativ gemeint), allerdings natürlich mit harten Gitarren. Die Übergänge zwischen den einzelnen Songteilen sind nicht ganz rund, der Refrain hingegen ist wirklich toll gemacht: langsam, melodisch, trotzdem eine ungewöhnliche, trotzdem gleich ins Ohr gehende Melodielinie. Auch der Gesang wird hier sehr variabel eingesetzt und weiß zu überzeugen.


„Deathblow“ beginnt mit seinem Leadgitarrenlick wie bei einer NWOBHM-Band, danach setzt die Amon Amarth-artige Strophe ein und ab 1min08s geht die Post ab! Ab hier wird es ein richtig toller Nackenbrecher, im letzten Drittel wird dann nochmal ein, bezogen auf Tempo und Rhythmik, komplett neuer Part eingebaut, danach gibt’s dann wieder einen auf die zwölf - schön gemacht!
„Chaos Black Sky“ beginnt mit einer Keyboard-Orgel, die Lead-Gitarre weist aber gleich den richtigen Weg und die Strophe ist dann wieder in gewohnt guter Qualität, lediglich die Keyboard-Leadgitarren-Zwischenspiele lassen einen nicht so richtig in den Song eintauchen. Das ist zwar sicherlich gewollt, aber die schnelleren Parts lassen einen sofort mitwippen und danach wirkt es etwas zäh und das ist auch kein Phänomen, das sich legt, wenn man das Stück schon kennt. Der Song wäre auch wirklich super, wenn man ihn auf drei Minuten begrenzt hätte, aber die Keyboard- und Gitarrensounds ab ca. 3min50s klingen einfach nicht gut.


„Medley“ ist, wie der Titel schon sagt - ein Medley aus mehreren Liedern, welche auf unserer nächsten CD erscheinen werden. Insgesamt gibt es einen interessantesten Ausblick und die Vorfreude auf das Album steigt. Aber leider offenbart hier die Produktion all ihre Schwächen: wenn man nur Gesang und Schlagzeug hört, dann darf das Schlagzeug nicht nach „Rumpelsound“ klingen und die Klangwelten, die Azurica durchaus gekonnt und atmosphärisch schaffen, würden einfach ganz anders wirken, wenn die Aufnahme/Mischung besser wäre.

Noch ein letzter Punkt zur Produktion: klar, es ist die Debut-EP einer jungen Band, aber zumindest für Mischung hätte man sich professionelle Hilfe holen sollen. Es wirkt nie wie aus einem Guss, die Lautstärkeverhältnisse stimmen nicht, bei den Keyboardsounds hat man sich für teilweise recht nervige Grundsounds entschieden, die einem mit der Dauer auf den Keks gehen und auch einige kleinere Unsauberheiten bei der Lead-Gitarre hätte ein neutrales Ohr bei der Aufnahme bemerkt. Insgesamt fehlt der CD auch einfach Druck. Gemastert wurde das Ganze von Mika Jussila in den Finnvox Studios, aber die Gesamtsoundqualität könnte trotzdem höher sein. Die Bewertung würde somit auch deutlich besser ausfallen, wenn man einfach die Songs nochmal minimal überarbeiten und aufnehmen und nicht gerade so mischen würde, dass man alle Fehlerchen auf dem Silbertablett serviert bekommt.
Die Band hat auf jeden Fall großes Potenzial und bei allem Gemecker muss man schon auch auf dem Teppich bleiben: die Songs sind einfallsreich und alles andere als 08/15, der Stilmix ist wirklich eigenständig und ein sehr gutes Gespür für Melodien haben sie auch. Wenn die Band mit einem Produzenten ins Studio geht ist hier sehr viel mehr drin. Von daher bin ich gespannt auf das Debut-Album.


Tracklist
1. Warriors Don't Die
2. Followed by Society
3. The Inseparable Part
4. Blood of the Dark Knight
5. Deathblow
6. Chaos Black Sky
7. Medley

Bewertung:
6 von 10 Punkten

Weitere Informationen

  • Band: Azurica
  • Album Titel: Warriors don't die
  • Erscheinungsdatum: 08.05.2015
  • Fazit: Noch ein letzter Punkt zur Produktion: klar, es ist die Debut-EP einer jungen Band, aber zumindest für Mischung und Mastering hätte man sich professionelle Hilfe holen sollen. Es wirkt nie wie aus einem Guss, die Lautstärkeverhältnisse stimmen nicht, bei den Keyboardsounds hat man sich für teilweise recht nervige Grundsounds entschieden, die einem mit der Dauer auf den Keks gehen und auch einige kleinere Unsauberheiten bei der Lead-Gitarre hätte ein neutrales Ohr bei der Aufnahme bemerkt. Insgesamt fehlt der CD auch einfach Druck. Die Bewertung würde somit auch deutlich besser ausfallen, wenn man einfach die Songs nochmal minimal überarbeiten und aufnehmen und nicht gerade so mischen würde, dass man alle Fehlerchen auf dem Silbertablett serviert bekommt. Die Band hat auf jeden Fall großes Potenzial und bei allem Gemecker muss man schon auch auf dem Teppich bleiben: die Songs sind einfallsreich und alles andere als 08/15, der Stilmix ist wirklich eigenständig und ein sehr gutes Gespür für Melodien haben sie auch. Wenn die Band mit einem Produzenten ins Studio geht ist hier sehr viel mehr drin. Von daher bin ich gespannt auf das Debut-Album.
Letzte Änderung am Freitag, 12 Juni 2015 08:04
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