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30 Mär

Emerald Sun – Metal Dome

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Emerald Sun – Metal Dome Emerald Sun – Metal Dome Emerald Sun

Das Sextett Emerald Sun existiert bereits seit 1998 und hat seither ein Demo "High in the sky" und zwei Alben ("Regeneration" und "Escape from Twilight") veröffentlicht. Gemeinhin gilt die dritte Albumveröffentlichung für die Band als eine Art „Wünschelrute“: wenn man hier gute Verkaufszahlen erzielt hat man es geschafft und kann vermutlich von der Musik leben, wenn nicht ist man zum musikalischen Hobby verdammt. Natürlich gibt es auch genügend Gegenbeispiele, aber dennoch wird der dritte Release immer besonders wachsam verfolgt.

Die Band ist in Thessaloniki beheimatet und war bereits mit etlichen bekannten Bands wie Manowar, Edguy und Rhapsody Of Fire auf Tour. Wer schon so lange dabei ist und so häufig auf Tour war, dem würde man den Erfolg wünschen. Was spielen denn nun Emerald Sun? Die grobe musikalische Grundrichtung zeigt sich ja schon an den Tourpartnern. Um es etwas zu präzisieren: Sie spielen das was heute als klassischer Power Metal durchgeht und ist eine Mischung aus Labyrinth, Rhapsody Of Fire, Gamma Ray, Primal Fear, alte Helloween und einem Schuss Hammerfall.


Die CD zeigt sehr kompetent vorgetragenen und schnörkellosen Metal und wird in erster Linie Traditionalisten ansprechen. Wer auf Metal der späten 80er frühen 90er der oben genannten Bands steht wird mit diesem Album seine helle Freude haben und vermutlich zwei Mal auf das Veröffentlichungsdatum sehen, denn Emerald Sun bemühen sich gar nicht erst modern zu klingen oder Elemente aus anderen Genres einzuflechten. Und genau das ist auch die ganz große Stärke: sie ziehen konsequent ihr Ding durch, man bekommt als Hörer genau das was einem versprochen wird und so hauen sie einem überwiegend schnelle Nackenbrecher mit hohem Gesang und zweistimmigen Gitarrenduellen um die Ohren, die schon beim ersten Hören mächtig Spaß machen. Ich fühle mich ein bisschen wie beim ersten Hören des Edguy-Albums „Mandrake“: eigentlich auch nichts wirklich Neues, aber das was sie machen, machen sie einfach gut! Nachdem ich das Gefühl habe, dass Helloween, Edguy und Labyrinth nur noch bestenfalls halbgare Alben veröffentlichen, um ihre Fans zu verärgern und Hammerfall bei mir einen sofortigen Fremdschämreflex auslöst bin ich bei Neuveröffentlichungen innerhalb dieses Genres erst mal skeptisch. Aber was die Griechen hier an Spielfreude, schönen Melodien und starken Songs an den Tag legen, ist ein Lichtblick im Bereich der Power Metal-Veröffentlichungen.


Mit „Screamers In The Storm“ legt man gleich mit einem ordentlichen Tempo los, die Strophe wartet mit einer Double Bass-Untermalung auf, der Refrain ist eher durchschnittlich und erinnert etwas an Hammerfall, aber zum Glück machen die Gitarrensoli das wieder wett. Metal Dome hat einen schleppenden, Rhythmus, bei dem die Gitarren eine brachiale Marschrichtung vorgeben, einzelne Keyboard-Sounds durchbrechen diese Uniformität, der Refrain erinnert dann etwas an Manowars „Warriors Of The World“. Ab hier geht’s jetzt bergauf: „Black Pearl“ ist ein Nackenbrecher mit tollem Refrain und durchweg schönen Melodien, die sofort ins Ohr gehen, an den Text darf man allerdings keine höheren Ansprüche stellen.“Freedom Call“ ist ein langsameres Stück das ebenfalls sehr eingängig ist und einen nicht mehr los lässt.“Racing With Destiny“ ist dann wieder ein schneller Song mit etwas beliebigem Refrain, der sofort an Gamma Ray erinnert. Kein besonderes Highlight, das aber trotzdem Spaß macht.“No More Fear“ ist ein Midtempo-Rocker, bei dem sowohl Strophe als auch Refrain (erinnert an Saxon) eher einfach gestrickt sind. „Mere Reflection“ ist eine Ballade, die keinem weh tut, aber auch nicht positiv hervorsticht. Bei „Dust And Bones“ tritt man dann wieder ordentlich auf's Gaspedal, der Refrain ist auch nicht schlecht, lediglich der Text „Life is dust and bones“, der auch ausgiebig wiederholt wird, nervt etwas. „Blood On Your Name“ ist eins der abwechslungreichsten Stücke auf dem Album, das gleich gute Laune verbreitet. Bei „Legacy Of The Night“ wagt man sich zu Beginn an gewöhnungsbedürftige Keyboard-Sounds, danach geht’s dann aber wieder mit klassischem Metal ohne Überraschungen weiter. Dieses Stück plätschert vor sich hin ohne Höhepunkte zu setzen. Gegen Ende haben sie dann aber nochmal zwei schöne Überraschungen parat: „You Won't Break Me Down“ ist eine schöne Mixtur aus Sinner und Gamma Ray und man will schon beim erstmaligen Hören mitsingen und beim letzten Song des Albums „Call Of Nature“ wird es dann wieder etwas ruhiger und ungewöhnlicher: man hat sich Liv Kristine als Verstärkung geholt und der Song erinnert an Blackmore's Night. Ein schönes Stück, das sich stilistisch von den vorigen deutlich abhebt.


Was bleibt: Power Metal-Fans sollten unbedingt mal reinhören, denn es sind einige wirklich tolle Songs auf dem Album. Es macht durchweg Spaß beim Hören und auch bei den schwächeren Titeln ist man nie krampfhaft versucht weiter zu skippen, aber die etwas spärlichen gesäten Hits verhindern leider auch eine bessere Bewertung.

 

Tracklist:
1. Screamers In The Storm
2. Metal Dome
3. Black Pearl
4. Freedom Call
5. Racing With Destiny
6. No More Fear
7. Mere Reflection
8. Dust And Bones
9. Blood On Your Name
10. Legacy Of Night
11. You Won't Break Me Down
12. Call Of Nature


Bewertung:
7 von 10 Punkten


Weitere Informationen

  • Band: Emerald Sun
  • Album Titel: Metal Dome
  • Erscheinungsdatum: 22.05.2015
  • Fazit: Was bleibt: Power Metal-Fans sollten unbedingt mal reinhören, denn es sind einige wirklich tolle Songs auf dem Album. Es macht durchweg Spaß beim Hören und auch bei den schwächeren Titeln ist man nie krampfhaft versucht weiter zu skippen, aber die etwas spärlichen gesäten Hits verhindern leider auch eine bessere Bewertung.
Letzte Änderung am Montag, 30 März 2015 21:59
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